Donnerstag, 18. Januar 2018

18. März 2017 09:29 Uhr

H5N8 im News-Blog

Stallpflicht für Geflügel wurde gelockert

Die Vogelgrippe des Subtyps H5N8 breitet sich weiter aus. Nun ist zudem ein weiterer Subtyp aufgetaucht. Alle Infos im News-Blog.

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Eine Tierärztin legt im Diagnostikzentrum des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamtes in Aulendorf in Baden-Württemberg eine tote Reiherente auf einen Metalltisch.
Foto: Felix Kästle, dpa (Archiv)

Das ist der erste Teil des News-Blogs. Die aktuellen Neuigkeiten lesen Sie hier: Risiko für Vogelgrippe bleibt laut Experten unverändert hoch

18. März 2017

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Stallpflicht wurde gelockert

Die allgemeine Stallpflicht für Geflügel in ganz Bayern wird gelockert, also auch im Landkreis. Das teilte das Landratsamt gestern mit. Sollte die Geflügelpest bei Wild- oder Hausgeflügel erneut auftreten, würden – so ist es momentan geplant – „örtlich begrenzte Schutzmaßnahmen“ ergriffen. So wird etwa eine „Schutzzone“ um das gefundene kranke Tier eingerichtet. Tritt die Erkrankung in einem Zuchtbestand auf, gilt im Sperrbezirk wieder die Stallpflicht und ein Marktverbot.

2. Januar 2017

Vogelgrippe in 25 Landkreisen Bayerns bestätigt

Auch im neuen Jahr gibt es im Freistaat keine Entwarnung bei der Vogelgrippe. Inzwischen sei die hochansteckende Variante H5N8 in 25 Landkreisen sowie den Städten Nürnberg, Ingolstadt und München bestätigt worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen mit. Zudem bestehe bei Wildvögeln aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Verdacht auf das Virus. Dies werde nun vom zuständigen Bundesinstitut - dem Friedrich-Loeffler-Institut - geprüft.

30. Dezember

Hongkong meldet weiteren Fall von Vogelgrippe-Infektion bei Menschen

Erst am Sonntag war ein älterer Mann in Hongkong am H7N9-Vogelgrippe-Virus gestorben. Wenige Tage später ist in Hongkong ein zweiter Ansteckungsfall bestätigt worden. Der 70-jährige Patient habe angegeben, bei einem vorangegangenen Besuch in einer chinesischen Stadt außerhalb der Sonderverwaltungszone in die Nähe von Verkaufsständen mit lebendem Geflügel gekommen zu sein, teilten die Hongkonger Behörden am Freitag mit.

29. Dezember

Vogelgrippe-Risiko bleibt laut Experten unverändert hoch

Angesichts neuer Vogelgrippe-Fälle in Deutschland ist für das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems derzeit keine Entspannung der Situation in Sicht. «Wir sehen momentan kein deutlich verändertes Risiko», sagte die Sprecherin des Bundesforschungsinstituts, Elke Reinking, der Deutschen Presse-Agentur. Die Vogelgrippe mit dem hochgefährlichen Erreger H5N8 habe sich zu einer Panzootie - einer länder- und kontinentübergreifenden Seuche - unter Wildvögeln ausgeweitet.  

Nach Angaben des FLI sind bisher bundesweit mindestens 25 Seuchenausbrüche in großen und kleinen Geflügelhaltungen sowie in vier Zoos registriert. «So viele Geflügelpestausbrüche in so kurzer Zeit hatten wir in Deutschland noch nicht», sagte Reinking. Im Unterschied zu dem Seuchenzug 2006 gebe es aber keine Anzeichen dafür, dass das aktuelle Virus H5N8 auf den Menschen überspringen könnte.

Eine Übertragung des hochansteckenden H5N8-Erregers über infizierte Lebensmittel ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich. Wer sicher gehen will, solle bei der Zubereitung die für Geflügel üblichen Hygieneregeln beachten: Rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt lagern und zubereiten. Hände, Geräte und Oberflächen nach der Zubereitung gründlich waschen. Das Fleisch so garen, dass es für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht.

Erster Vogelgrippefall bei Hühnern in der Slowakei

In der Slowakei gibt es den ersten Fall von Vogelgrippe in einer landwirtschaftlichen Geflügelhaltung. Betroffen sei ein Kleinbetrieb in der Hauptstadt Bratislava, teilte das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Die Veterinärkontrolle sei zum Hühnerhof gerufen worden, weil über Weihnachten innerhalb von drei Tagen der gesamte Bestand von 65 Hühnern verendet sei. Labortests hätten am Donnerstag bestätigt, dass die Tiere an einem hochpathogenen Subtyp H5 der aviaren Influenza (Vogelgrippe HPAI) erkrankt seien. Bisher hatte die Slowakei nur im Jahr 2006 zwei Fälle von Vogelgrippe an Wildvögeln gemeldet.

28. Dezember

Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern lockert Vogelgrippe-Restriktionen

Die Vogelgrippe scheint sich in Mecklenburg-Vorpommern abzuschwächen. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hob am Dienstag nach Fristablauf die besonderen Sicherheitsvorschriften, die nach dem Ausbruch der Seuche Ende November bei Hausgeflügel in der Gemeinde Demen verhängt worden waren, vollständig auf. Neue Infektionen waren nicht bekannt geworden. Somit seien alle Restriktionsgebiete in Folge der Geflügelpest im Landkreis aufgehoben, teilte die Kreisverwaltung mit. Dennoch dürfen Hühner, Enten und Gänse weiterhin nicht ins Freie. Die strikte Stallpflicht bleibe bestehen, hieß es.

27. Dezember

ZDG-Präsident Ripke: "Müssen noch mehr tun, um Vogelgrippe Einhalt zu gebieten"

Einen eindringlichen Appell richtet Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG), an die Geflügelhalter in ganz Deutschland, nachdem über die Feiertage weitere Vogelgrippe-Fälle verzeichnet worden waren: "Das aktuelle Infektionsgeschehen zeigt leider nur zu deutlich: Die bislang ergriffenen Maßnahmen reichen noch nicht aus, um das H5N8-Virus zu stoppen und unsere Tiere sicher zu schützen. Wir alle müssen konsequent, diszipliniert und ohne Ausnahme agieren!", fordert Ripke und wendet sich an die deutschen Geflügelhalter in ihrer Gesamtheit als Solidar- und Verantwortungsgemeinschaft.

Auch wenn die jüngsten Vogelgrippe-Fälle vor allem in Putenhaltungen mit modernen, tierwohlfördernden Offenställen aufgetreten seien, sei die Prävention die gemeinsame Aufgabe der gesamten Branche. "Jeder einzelne Geflügelhalter muss sich seiner individuellen Verantwortung bewusst sein und alles nur Erdenkliche tun, um die Infektionskette zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel zu unterbrechen. Unabhängig davon, ob er Hähnchen, Puten, Enten, Gänse oder Legehennen hält - und unabhängig davon, ob er dies zum Lebensunterhalt oder als Hobbyhalter tut."

Es  sei ein Punkt erreicht, an dem die sonst üblichen Überlegungen und Prozesse nicht mehr ausreichten, so Ripke: "Wir alle müssen die Bereitschaft mitbringen, unser tägliches Handeln zu hinterfragen, die Tierseuchenprävention zu intensivieren und hier durchaus auch Zeit und Geld zu investieren." Weil sich ein Ende des aktuellen Vogelgrippe-Geschehens gegenwärtig nicht absehen lässt, ist die Geflügelwirtschaft in  höchstem Maße alarmiert.

Alle Beteiligten müssen daher ihren Beitrag leisten, um durch die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. So ist der Zugang zu den Geflügelbeständen durch betriebsfremde Personen auf das absolut notwendige Mindestmaß zu beschränken. Der überbetriebliche Einsatz von Arbeitsmaschinen ist zu vermeiden. In jedem Betrieb sind strikte Hygienemaßnahmen umzusetzen, hierzu gehören neben dem obligatorischen Kleiderwechsel vor dem Betreten der Ställe auch das Waschen der Hände und die Desinfektion von Schuhen und Arbeitsgeräten sowie gegebenenfalls auch von betriebsfremden Fahrzeugen.

Vogelgrippe breitet sich noch immer aus - Ulm betroffen

Die Vogelgrippe breitet sich weiter im Südwesten aus: Am Wochenende sei der Virus-Typ H5N8 bei einem Schwan in Ulm festgestellt worden, teilte das Agrarministerium am Dienstag mit. Zudem sei in Muggensturm (Kreis Rastatt) bei einer Stockente ein ebenfalls hochpathogenes - also stark krankmachendes - Virus des Typs H5 nachgewiesen worden. «Allerdings handelt es sich nicht um H5N8, sondern um einen anderen Subtyp des Virus», hieß es beim Ministerium. Um den Fall abzuklären, sei man im Kontakt mit dem nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems.

Seit dem Ausbruch der hochansteckenden Vogelgrippe im November am Bodensee sind rund 800 tote Vögel in Baden-Württemberg gefunden worden. Bei 299 wurde der Virus-Typ H5N8 festgestellt. Anfangs gab es nur Fälle im Bodenseekreis und im Kreis Konstanz, inzwischen wurde das Virus aber auch in den Kreisen Ravensburg, Emmendingen, Sigmaringen und nun Ulm und Rastatt nachgewiesen. 

Noch immer beschränke sich die Geflügelpest aber auf Wildvögel, Nutzgeflügel sei bislang nicht betroffen, heißt es beim Ministerium.

26. Dezember: Tausende Puten in Niedersachsen wegen Vogelgrippe-Ausbruchs getötet

Die Vogelgrippe greift auf immer mehr Mastställe in Niedersachsen über. 55 000 Puten müssen wegen der gefährlichen Geflügelpest getötet werden - allein an den Weihnachtstagen. Und auch kranke Wildvögel werden immer wieder entdeckt.

Im Kampf gegen die Vogelgrippe sind in Niedersachsen erneut tausende Tiere getötet worden, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Im Landkreis Cloppenburg bestätigte sich der Verdacht auf den Vogelgrippe-Erreger H5N8, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Montag mitteilte. In zwei Betrieben sollten demnach rund 21.000 Puten getötet werden.

Zuvor waren 10.000 Puten in einem Betrieb im Landkreis Oldenburg und jeweils rund 12.000 Tiere in zwei damit in Kontakt stehenden Betrieben im Landkreis Vechta getötet worden. In dem Puten-Betrieb im Kreis Oldenburg war ein Fall von Vogelgrippe festgestellt worden. Im Landkreis Northeim wurde das Virus in einem Kleinstbetrieb mit 18 Hühnern und sechs Enten entdeckt. Auch diese Tiere mussten getötet werden.

Wie das Virus in die geschlossenen Putenställe gekommen sei, sei weiter unklar, erklärte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) zu den neuen Fällen. Alle möglichen Wege müssten konsequent untersucht werden.

25. Dezember

Geflügelpest weitet sich aus - neuer Verdachtsfall in Cloppenburg

Die Geflügelpest in Niedersachsen weitet sich aus. Nach einem Ausbruch in einem Maststall in Dötlingen wurde ein Vogelgrippe-Virus vom Typ H5 in einem Puten-Maststall im Landkreis Cloppenburg entdeckt, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Bestätigt das Friedrich-Loeffler-Institut den Verdacht, dass es sich ebenfalls um den hochansteckenden Erreger H5N8 handelt, wäre es der vierte Fall in einem niedersächsischen Putenmastbetrieb. Insgesamt werden demnach über die Weihnachtstage vorsichtshalber mehr als 50 000 Puten in Niedersachsen getötet.

24. Dezember

Vogelgrippe in weiterem Stall in Niedersachsen

In einem Puten-Maststall im Landkreis Oldenburg gibt es den dritten Vogelgrippe-Fall in Niedersachsen. In dem Stall in der Gemeinde Dötlingen sei der Erreger H5N8 festgestellt worden, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Samstag mitteilte. Der Bestand von 10 000 Puten sollte am Sonntag getötet werden. Für Menschen gilt das Virus als ungefährlich.

In Dötlingen gibt es laut Ministerium 91 Betriebe mit rund einer Million Geflügeltieren, die nun vorerst nicht mehr aus dem Gebiet gebracht, also auch nicht mehr verkauft werden dürfen. Zwei weitere Ställe in unmittelbarer Nähe des betroffenen Hofes werden ebenfalls überprüft. Im Landkreis Oldenburg galt bereits seit Mitte November die Stallpflicht für Geflügel.

22. Dezember

Verdacht auf Vogelgrippe in mehreren Landkreisen in Bayern

Mehr als einen Monat nach Ausbruch der Vogelgrippe in Bayern hat sich der Virus auf einen weiteren Landkreis ausgeweitet. Die hochansteckende Variante H5N8 sei nun auch in Weißenburg-Gunzenhausen bestätigt worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mit. Zudem seien in Cham eine tote Wildgans und in Aschaffenburg ein toter Schwan gefunden worden, in beiden Fällen bestehe der Verdacht auf H5N8. Dies werde nun vom zuständigen Bundesinstitut - dem Friedrich-Loeffler-Institut - geprüft. 

Bislang wurde der Subtyp H5N8 an Tieren in mehr als 20 Landkreisen und in den Städten München, Nürnberg und Ingolstadt nachgewiesen. Bayernweit gilt seit einem Monat eine Stallpflicht sowie ein Verbot von Märkten, Ausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen, so das LGL. «Nicht zuletzt diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass es bisher in Bayern keine Nachweise in Nutzgeflügelbeständen gibt.» Allerdings gebe es noch keine Entwarnung; die Situation müsse weiterhin beobachtet werden.

20. Dezember

Japan tötet wegen Vogelgrippe weitere 122.000 Hühner

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe werden in Japan weitere 122.000 Hühner gekeult. Beamte der betroffenen Provinz Miyazaki auf der südlichen Hauptinsel Kyushu begannen am Dienstag mit der Tötung der Tiere, wie die örtliche Verwaltung bekanntgab. Auf einem Gehöft waren rund 100 Hühner tot aufgefunden worden. Mehrere von ihnen seien bei vorläufigen Tests positiv auf Vogelgrippe getestet worden, hieß es. Um welchen Virustyp es sich genau handelte, könne man erst in zwei bis drei Tagen sagen.

In den vergangenen Wochen war auch auf Gehöften in den Provinzen Niigata, Aomori sowie auf der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido die Vogelgrippe ausgebrochen. Dabei habe es sich jeweils um den Virustyp H5N6 gehandelt, erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Tokio. Hunderttausende Hühner wurden seither auf den betroffenen Höfen gekeult. In Deutschland grassiert der Vogelgrippe-Typ H5N8.

Verbraucherminister: Kein Ende der Geflügelpest in Sicht

Die Ausbreitung der Geflügelpest im Südwesten ist nach Ansicht von Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) kein Grund für den Verzicht auf Geflügelfleisch oder Hühnereier. Trotz der Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus' müssten sich die Verbraucher keine Sorgen machen, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

«Es gibt stets neue Fälle», sagte Hauk. Ein Ende sei nicht in Sicht. Die Mitte November angeordnete Stallpflicht für Geflügelbetriebe gelte zunächst bis Ende Januar. In 14 Bundesländern sei die Vogelgrippe ausgebrochen, in sechs sei auch Nutzgeflügel betroffen. Im Südwesten sind nach wie vor nur Wildvögel betroffen.

18. Dezember

Nach Vogelgrippe-Nachweis: 30.000 Puten und Enten getötet

Wegen zweier Vogelgrippe-Fälle in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen haben die Behörden 30.000 Stück Geflügel getötet. In einem großen Mastbetrieb bei Soest in Westfalen wurden nach Angaben des Kreisveterinärs bis Sonntagnachmittag alle 7.600 Puten und 14.000 Küken gekeult. Bereits in der Nacht zum Samstag wurden 9500 Enten eines Betriebes in Möser nahe Magdeburg getötet. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte den hochansteckenden Virustyp H5N8 nachgewiesen, wie das Umweltministerium am Samstag in Magdeburg mitteilte. 

Sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Nordrhein-Westfalen war es jeweils der erste Vogelgrippe-Fall in einem Nutztier-Betrieb. Das Vogelgrippe-Virus H5N8 gilt als für den Menschen ungefährlich. Es ist aber eine erhebliche Bedrohung für Hausgeflügel. Seit den ersten Nachweisen am 8. November sind in 14 Bundesländern Fälle bekannt geworden.

Vogelgrippe in Japan: Mehr als 200.000 Hühner gekeult

In Japan werden unterdessen wegen der Vogelgrippe mehr als 200.000 weitere Tiere getötet. In einem Zuchtbetrieb auf der nördlichen Insel Hokkaido würden rund 210.000 Hühner gekeult, teilten die Behörden am Sonntag mit. Am Samstag wurden bereits rund 32.300 Tiere getötet. Die Regierung verhängte ein Transportverbot für Geflügel und Geflügelprodukte in der betroffenen Region und desinfizierte große Straßen.

Es ist bereits die fünfte Massentötung von Geflügel in diesem Winter. Vor einigen Wochen waren bereits in Betrieben in Niigata und in der Präfektur Aomori südlich von Hikkaido 550.000 Hühner und 23.000 Enten gekeult worden.

16. Dezember

Zahl der Vogelgrippe-Fälle in Bayern weiter gestiegen

Die Anzahl der an Vogelgrippe erkrankten Wildvögel in Bayern hat sich in den vergangenen Wochen weiter erhöht. Bei 71 Tieren wurde inzwischen die hochansteckende Variante H5N8 nachgewiesen. Dabei hat sich das Virus auf inzwischen 21 Landkreise sowie auf die Städte München, Nürnberg und Ingolstadt ausgeweitet. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen teilte weiter mit, dass es außerdem in mehreren Regionen Verdachtsfälle gibt. Diese werden derzeit am zuständigen Bundesinstitut, dem Friedrich-Loeffler-Institut, überprüft. 

Wegen der Geflügelpest hatte der Freistaat vor einem Monat eine bayernweite Stallpflicht angeordnet. Diese gilt weiterhin - auf unbestimmte Zeit. «Auch das Friedrich-Loeffler-Institut sieht momentan keine Tendenzen für eine Abschwächung der inzwischen sogar zu einer Pandemie hochgestuften Vogelgrippe», hieß es beim LGL.

14. Dezember

Vogelgrippe in Damme im Kreis Vechta nachgewiesen

Der Vogelgrippe-Virus H5N8 wurde in einer Geflügelmast in Damme im Kreis Vechta nachgewiesen, teilte das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen am Mittwoch mit. Deswegen müssen nicht nur die 8000 Tiere des Betriebs getötet werden, sondern auch Zehntausende der Nachbarhöfe.

12. Dezember

Vogelgrippe beeinträchtigt Geschäft mit Weihnachtsgans nicht

Trotz der Ausweitung der Vogelgrippe fürchtet die Geflügelwirtschaft in Deutschland nicht um das Geschäft mit der Weihnachtsgans. Drei Viertel der Gänse für die Feiertage seien ohnehin schon in den vergangenen Wochen geschlachtet und tiefgefroren worden, sagte der Sprecher des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Florian Anthes. Nur wenige würden frisch kurz vorher geschlachtet. Auch die Nachfrage habe nicht gelitten.

8. Dezember

Schwan mit Vogelgrippe im Lech entdeckt

Bei einem verendeten Schwan, der am Lech zwischen Rain und Oberndorf gefunden wurde, ist die Vogelgrippe festgestellt worden. Dies teilt das Landratsamt in Donauwörth mit. Es ist der Behörde zufolge der erste Nachweis im Donau-Ries-Kreis des aktuell auftretenden Erregers. Mehr dazu lesen Sie hier.

5. Dezember

Vogelgrippe bei Zugvögeln in tunesischem Nationalpark entdeckt

Mehrere tote Zugvögel in einem Nationalpark in Tunesien sind nach Behördenangaben mit der Vogelgrippe infiziert gewesen. Behördenmitarbeitern in Bizerte seien ungewöhnliche Todesfälle unter den Zugvögeln aufgefallen, teilte das Agrarministerium in Tunis mit. Bei Untersuchungen sei Vogelgrippe festgestellt worden. 

Um welche Form des Erregers es sich handelte und wie viele Tiere betroffen waren, teilte das Ministerium zunächst nicht mit. Als Konsequenz errichtete das Ministerium eine Quarantänezone in dem Nationalpark Ichkeul. 

Der Nationalpark im Norden Tunesiens ist Unesco-Weltnaturerbe und wurde zum Schutz von Vögeln eingerichtet. Der Ichkeul-See und das umliegende Feuchtgebiet sind wichtige Haltepunkte für hunderttausende Zugvögel. Enten, Gänse, Störche und Flamingos machen hier Rast.

2. Dezember

Vogelgrippe auf Entenfarm in Frankreich nachgewiesen

In Frankreich ist die Vogelgrippe in einem Entenzuchtbetrieb aufgetreten. Das hochansteckende Virus H5N8 sei auf einem Hof in Tarn im Südwesten des Landes nachgewiesen worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Paris am Freitag mit. 2000 der 5000 Tiere dort seien bereits verendet. Rund um den Betrieb seien im Umkreis mehrerer Kilometer eine Schutz- und eine Beobachtungszone eingerichtet worden. Das Auftreten der Vogelgrippe ist ein Rückschlag für die Stopfleber-Branche in Frankreich. Die französische Feinkost darf seit der Vogelgrippe im vergangenen Jahr nicht mehr in Länder außerhalb Europas exportieren. Am Samstag wäre diese Beschränkung aufgehoben worden, durch den nun aufgetretenen Fall im Südwesten wird daraus allerdings nichts.

2. Dezember

Naturschutzbund vermutet Vogelgrippe-Ursache in Geflügelwirtschaft

Der Naturschutzbund bezweifelt, dass allein Wildvögel das Vogelgrippe-Virus H5N8 verbreiten. Zahlreiche Indizien würden für eine Verbreitung des Virus durch die Geflügelwirtschaft sprechen. Die Organisation forderte das bundesweit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Mittwoch auf, solche Hinweise ernst zu nehmen und zu prüfen. Das FLI auf der Insel Riems bei Greifswald entgegnete, es prüfe konkrete Hinweise unter anderem im Rahmen der Risikobewertung. Es könne aber nicht jedweden vagen Vermutungen und Theorien nachgehen. Der Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann nimmt an, dass das aktuelle Virus sehr wahrscheinlich direkt aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa gelangt ist.

1. Dezember

Hagenbecks Tierpark in Hamburg hat wieder geöffnet

Vorläufige Entwarnung: Nach drei Tagen öffnet der wegen Vogelgrippe geschlossene Hamburger Tierpark Hagenbeck am Freitag wieder seine Tore. Es seien zunächst keine weiteren Vogelgrippe-Fälle festgestellt worden, teilte die Pressestelle am Donnerstagabend mit. Alle Verdachtsfälle seien vom Friedrich-Loeffler-Institut und der Amtstierärztin negativ auf das für Vögel hochansteckende H5N8-Virus getestet worden. Deshalb öffnet der seit Dienstag geschlossene Tierpark am Freitag wieder - unter eingeschränkten Bedingungen. 

Um das Risiko einer erneuten Einschleppung des Erregers zu minimieren, blieben einige besonders gefährdete Bereiche weiterhin geschlossen, schrieb die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in einer Mitteilung. Diese Regel gelte bis auf Weiteres, da auch in den kommenden Tagen weitere Proben genommen und ausgewertet würden.

30. November

Vogelgrippe jetzt auch in München

Auch in der Bayerischen Landeshauptstadt gibt es jetzt einen Fall von Vogelgrippe. Das berichten mehrere Münchner Zeitungen. Eine Graugans, die vor etwa einer Woche am Ufer des Hinterbrühler Sees gefunden wurde,  ist mit dem H5N8-Erreger infiziert.

29. November

Hagenbecks Tierpark schließt wegen Vogelgrippe

Der Hamburger Tierpark Hagenbeck bleibt nach ersten Vogelgrippe-Nachweisen bei Gänsen vorerst geschlossen. Wie lange dies erforderlich sei, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Drei Gänse des Parks waren demnach positiv auf die derzeit europaweit kursierende H5N8-Variante getestet worden. Die Tiere waren am Montag tot in ihren Stallungen gefunden worden. Mit Experten, Gesundheitsbehörde und Amtstierärzten sollen nun weitere Schritte abgestimmt werden, um die übrigen Tiere des Parks bestmöglich zu schützen, hieß es. Auch der Opel-Zoo im hessischen Kronberg wurde geschlossen, nachdem die H5N8-Variante bei einem toten Pelikan gefunden wurde. In den vergangenen Tagen hatten bereits zwei Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern - Ueckermünde und Sassnitz - nach Vogelgrippe-Nachweisen vorläufig die Tore geschlossen.

Vogelgrippe: Verendeter Schwan war infiziert

Der Schwan, der letzte Woche tot am Mandichosee aufgefunden wurde, ist am Vogelgrippe-Virus H5N8 verendet. Das ergaben die Untersuchungen durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und das Friedrich-Löffler-Institut. Wie das Landratsamt mitteilt, werden drei weitere Wildvögel aus dem Landkreis Aichach-Friedberg derzeit noch untersucht. An den Regelungen für die Geflügelhalter im Landkreis in der aktuellen Allgemeinverfügung und an den Verhaltensempfehlungen im Umgang mit Geflügel insgesamt ändert sich dadurch nichts.

28. November

Vogelgrippe jetzt auch in Frankreich und Rumänien

In Frankreich und Rumänien sind erste Fälle der derzeit europaweit kursierenden Vogelgrippe nachgewiesen worden. Das Pariser Landwirtschaftsministerium meldete am Montag den Fund der hochansteckenden H5N8-Variante bei 20 Wildenten in der Nähe von Calais im Norden des Landes. Die Tiere wurden als Lockvögel für die Jagd genutzt. Die Behörden töteten die Enten des Bestands. In Rumänien gibt es einen ersten Fall bei einem toten Schwan in der ostrumänischen Schwarzmeer-Stadt Constanta. Zuletzt hatte es im Jahr 2005 in Rumänien eine Vogelgrippe-Epidemie gegeben. Damals kursierte ein H5N1-Virus.

Politiker diskutieren über Stallpflicht für Geflügel

Angesichts der sich ausbreitenden Vogelgrippe streiten Landwirtschaftsminister einiger Bundesländer über die Stallpflicht als Maßnahme zur Eindämmung der Krankheit. Der baden-württembergische Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung»: «Ein Tier, das einige Wochen Gefangenschaft erleben muss, ist besser dran, als eines, das tot ist. Und das Risiko ist real.» Der nordrhein-westfälische Minister Johannes Remmel (Grüne) sagte der Zeitung dagegen: «Eine generelle Aufstallung hat weitreichende Konsequenzen, auch aus tierschutzrechtlichen Aspekten. Für uns ist das die ultima ratio. Aber so weit ist es noch nicht.» 

26. November

Vogelgrippe-Verdacht in Bad Wörishofen

Wegen zwei Vogelgrippe-Verdachtsfällen rückte die Feuerwehr Bad Wörishofen zum Frankenbergerstausee aus. Sie bargen in Schutzanzügen einen toten Schwan und eine Ente aus dem Wasser. Die toten Tiere werden zur Untersuchung weitergeleitet.
  

25. November:

Tierpark nach Vogelgrippe-Fall geschlossen - Emu infiziert

Der Tierpark Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern ist am Freitag nach einem Vogelgrippefall bei einem großen Laufvogel geschlossen worden. «Bei einem toten Emu-Weibchen wurde der Erreger H5N8 festgestellt», sagte Tierparkleiterin Katrin Töpke in Ueckermünde. Bei dem Erreger handelt es sich um die hochpathogene Variante des Virus. Das zuständige Veterinäramt werde nun entscheiden, welche Maßnahmen weiter getroffen werden müssten. Im Tierpark Ueckermünde leben auch Nandus, Schwäne, Störche und mehrere Entenarten. Der Tierpark liegt unweit der polnischen Region Stettin, in der der Vogelgrippe-Erreger Anfang November bei mehreren toten Wildvögeln zuerst entdeckt worden war.

Vogelgrippe: Geflügelverband kritisiert NRW und Niedersachsen

Der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) kritisiert die Krisenpolitik der grünen Agrarminister von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angesichts der grassierenden Geflügelpest. ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke sagte der »Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag): »Es ist einfach unbegreiflich, dass gerade die Bundesländer mit der höchsten Geflügeldichte in Deutschland keine landesweite Stallpflicht erlassen. Das ist fachlich wie politisch nicht nachvollziehbar.»

Die Quarantänemaßnahme, bei der Geflügel im Stall bleiben muss, sei dringend erforderlich, um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland zu unterbinden, so Ripke. In Niedersachsen haben bislang Landkreise entschieden, ob sie eine Aufstallung von Geflügel anordnen. In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung eine Stallpflicht für sogenannte Risikogebiete erlassen, durch die Zugvögel ziehen.

Dass nun mit Cloppenburg in Niedersachsen ein Landkreis von der Geflügelpest betroffen sei, in dem zumindest auf Landkreisebene bereits Stallpflicht gegolten habe, sei kein Beleg für die Wirkungslosigkeit der Maßnahme, so Ripke. »Wer die Geflügelpest so punktuell betrachtet, der verkennt die Dimension, um die es hier geht.» Bei einem großflächigen Ausbruch der Vogelgrippe seien allein in Niedersachsen 100 Millionen Stück Geflügel und ein milliardenschwerer Wirtschaftszweig bedroht, sagte der Verbandspräsident.

24. November

Geflügelpest in westniedersächsischem Putenmastbetrieb

Der Geflügelpest-Verdacht in einem westniedersächsischen Putenmastbetrieb hat sich bestätigt. Der Bestand im Landkreis Cloppenburg mit rund 16.000 Tieren sei tatsächlich von der hochaggressiven Vogelgrippe-Variante H5N8 befallen, teilte das Agrarministerium in Hannover am Donnerstag nach weiteren Tests mit. Bereits am Mittwoch hatten die Behörden angeordnet, die Tiere zu töten. In der Region gibt es zahlreiche Geflügelbetriebe mit Millionen Tieren.

23. November

Vogelgrippe in Mastbetrieb: 16.000 Puten in Cloppenburg vorsorglich getötet

Die hochgefährliche Geflügelpest hat womöglich die wichtigen Agrargebiete im Westen Niedersachsens erreicht: In einem Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover vom Mittwoch Vogelgrippeviren des Typs H5 nachgewiesen worden. Ob es sich dabei um die hochaggressive Variante H5N8 handelt, sei noch unklar. Alle 16.000 Tiere würden vorsorglich getötet.

Weitere Nutzgeflügel-Bestände von Vogelgrippe betroffen

Die Vogelgrippe hat weitere Nutzgeflügel-Bestände in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Der hochpathogene Erreger H5N8 wurde nach Angaben des Agrarministeriums mittlerweile in sieben Geflügelhaltungen nachgewiesen. Die jüngsten Fälle betrafen zwei kleine Hühnerhaltungen in Neu Boltenhagen bei Greifswald. Die vergangenen Tage hätten gezeigt, dass man es mit einem wachsenden Seuchengeschehen zu tun habe, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums am Mittwoch.

Vogelgrippe zwingt Hunde und Katzen an Leine

Katzen und Hunde sind in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Geflügelpest derzeit in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. In den 19 Sperrbezirken des Landes dürfen sie nicht mehr unangeleint im Freien umherlaufen, teilte das Agrarministerium mit. Das regele die Geflügelpest-Verordnung des Bundes. Bei Verstößen drohten Bußgeldverfahren, hieß es bei den Landkreisen.

Zusätzlich gebe es Beobachtungsgebiete, in denen die örtlichen Veterinärbehörden entscheiden dürften, ob die Vierbeiner an die Leine müssen. Anders als manche Tierhalter befürchten, dürfen Katzen und Hunde die in Verbotszonen freilaufend gesehen werden, nicht einfach von Jägern erschossen werden. Das Verbot sei daher schwer durchzusetzen, hieß es aus dem Ministerium.

Das Verbot zielt laut Ministerium darauf ab, dass die Vierbeiner den Vogelgrippe-Erreger nicht verbreiten, etwa weil der Kot infizierter Tiere an den Pfoten oder im Fell haftet oder weil sie sich an toten Vögeln zu schaffen machten.

22. November

H5N8 in 14 Landkreisen und Städten in Bayern festgestellt

Die Vogelgrippe breitet sich auch in Bayern immer weiter aus. Inzwischen sei die hochansteckende Variante H5N8 in 14 Landkreisen und Städten festgestellt worden, teilte das Landesamt für Gesundheit am Dienstag in Erlangen mit. Dazu gehören inzwischen auch die Landkreise Weilheim-Schongau, Augsburg, Ostallgäu, Unterallgäu und Rottal-Inn. Zuvor war die Vogelgrippe bereits an Wildvögeln in den Landkreisen Lindau, Starnberg, Rosenheim, Traunstein, Miesbach, Freising und Landshut sowie in den Städten Nürnberg und Ingolstadt nachgewiesen worden. 

Verdachtsfälle bestehen in den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Straubing-Bogen. Ob es sich auch hier um die Variante H5N8 handelt, wird noch vom Nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Loeffler-Institut, untersucht. Wegen der Geflügelpest gilt seit Freitag in Bayern eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich.

Ein toter Schwan ist der erste Infektionsfall im Kreis Augsburg

Bei einem toten Schwan, der am Lechufer zwischen Ellgau und Thierhaupten entdeckt wurde, ist die Vogelgrippe festgestellt worden. Die gab das Veterinäramt am Landratsamt Augsburg bekannt. Ob es weitere Infektionsfälle im Landkreis gibt, ist derzeit noch offen. Dass der an dem Virus verendete Schwan andere Tiere angesteckt haben könnte, gilt laut Auskunft des Landratsamtes als durchaus möglich.

Was zu tun ist, wenn man in der Natur einen toten Vogel entdeckt, lesen Sie hier.

Vogelgrippe trifft deutschen Geflügelexport

Die Ausbreitung der Vogelgrippe trifft den deutschen Export von Geflügel und Geflügelprodukten. Israel, Japan, Südafrika und Südkorea haben inzwischen Einfuhren aus Deutschland verboten, wie es am Montag aus dem Bundesagrarministerium hieß. Faktisch sind Exporte in zwölf weitere Länder außerhalb der EU vorerst nicht möglich, da in den nötigen Dokumenten die Freiheit Deutschlands von der Vogelgrippe nicht bescheinigt werden kann. Das Ministerium bemüht sich darum, mit Zielländern für Exporte über sogenannte Regionalisierungen zu verhandeln. Demnach könnte in diese Länder weiter exportiert werden - mit Ausnahme von Geflügel aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist der Erreger auch bei Nutzgeflügel und nicht nur bei Wildvögeln gefunden worden.

Erster Fall von schwerer Vogelgrippe bei dänischen Zuchtenten 

In Dänemark wurde das Vogelgrippe-Virus H5N8 zum ersten Mal bei Zuchtenten festgestellt. Die Tiere gehören einem Hobbyzüchter in Ålsgårde in Nordseeland, teilten die dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörden am Montag mit. Ein Drittel der 30 Enten sei am Wochenende gestorben.

H5N8 in elf Bundesländern nachgewiesen

Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus. Der Erreger H5N8 ist nach Angaben des bundeseigenen Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems inzwischen bei Wildvögeln in elf Bundesländern nachgewiesen worden. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind auch Nutzgeflügelbestände betroffen. Damit erfolge die Ausbreitung des Erregers derzeit mit großer Dynamik, urteilte das Institut. Heute tritt eine Eilverordnung in Kraft. Sie verpflichtet auch kleinere Betriebe zu Schutzvorkehrungen.

20. November

Vogelgrippe in Augsburg nachgewiesen

Die Vogelgrippe-Fälle in Bayern häufen sich. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag mitteilte, ist der H5-Virus nun auch bei Wildvögeln in Nürnberg, Ingolstadt und den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Landshut, Weilheim, Augsburg, Ostallgäu sowie Rottal-Inn nachgewiesen worden. Die Proben sind zur Bestätigung und zur weiteren Bestimmung des Typs an das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, weitergeleitet worden.

Zuvor waren Fälle der hochansteckenden Variante H5N8 in den sechs bayerischen Landkreisen Lindau, Starnberg, Rosenheim, Traunstein, Miesbach und Freising bekannt geworden. Wegen der Vogelgrippe gilt seit Freitag in Bayern zunächst für unbestimmte Zeit eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Bundesweit gelten von Montag an strengere Schutzvorkehrungen. Für den Menschen ist das Vogelgrippe-Virus H5N8 ungefährlich.

18. November

Allgemeine Stallpflicht für Geflügel in Bayern

Wegen der Vogelgrippe gilt in Bayern ab sofort eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. «Im Sinne der Tiergesundheit und der Seuchenbekämpfung ist es jetzt besonders wichtig, eine Ausweitung der Vogelgrippe auf das Hausgeflügel zu verhindern», erläuterte Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Freitag in München.

Erster Fall von Vogelgrippe nun auch in NRW

Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus: Auch in Nordrhein-Westfalen meldeten die Behörden am Freitag einen ersten Fall von Wildvogelpest. Bei einem toten Bussard im Kreis Wesel bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut den Verdacht auf eine Infektion mit dem hochansteckenden Erreger H5N8, wie das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf mitteilte. Um den Fundort des Vogels richteten die Behörden einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet ein.

17. November: Vogelgrippe: Bundesweite Stallpflicht wegen Geflügelpest?

Das Bundesagrarministerium nimmt zur Eindämmung der Vogelgrippe eine bundesweite Stallpflicht für Geflügelbetriebe in den Blick. Ressortchef Christian Schmidt (CSU) habe entschieden, alle notwendigen Maßnahmen dafür vorzubereiten, sagte ein Sprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur nach einer Sitzung des zentralen Krisenstabs. «Wir sind in Sorge, was die aktuelle Ausbreitung der Vogelgrippe angeht.» Das Friedrich-Loeffler-Institut mit seinem nationalen Referenzlabor werde in den nächsten Tagen eine neue Risikobewertung vorlegen. Dann soll der Krisenstab erneut tagen.

Zweiter Vogelgrippe-Fall auf Hof in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt

In Mecklenburg-Vorpommern sind nun zwei Geflügelbestände von der Vogelgrippe betroffen. Bei einem privaten Nutztierhalter in Barth (Kreis Vorpommern-Rügen) seien neben Hühnern auch erstmals Tauben von dem Virus H5N8 befallen, teilte das Schweriner Umweltministerium am Donnerstag mit. Vor wenigen Tagen war auf einem Geflügelhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald die Vogelgrippe bestätigt worden. Dort waren 31 Tiere tot gefunden worden, 26 weitere wurden vorsorglich getötet. Zudem wurden bislang noch in Schleswig-Holstein H5N8-Viren bei Hausgeflügel nachgewiesen und in mehreren Bundesländern bei Wildvögeln.

Jetzt auch am Chiemsee zehn Vogelgrippe-Fälle

Die Vogelgrippe in Bayern weitet sich aus. Verdachtsfälle gibt es nun auch rund um den Chiemsee. Betroffen sind die Landkreise Traunstein und Rosenheim, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitteilte. Am Chiemsee seien zehn tote Wasservögel gefunden worden, sagte Roman Schneider vom Landratsamt in Traunstein am Dienstag. Ein Schnelltest auf H5N8 sei positiv gewesen.

15. November: Vogelgrippe am Ammersee bestätigt

Die Vogelgrippe ist jetzt auch vor den Toren des Landkreises Landsberg angekommen. Ein am Wochenende gemeldeter Verdachtsfall bei einer toten Seeschwalbe, die am Ammersee-Ostufer bei Breitbrunn (Kreis Starnberg) gefunden wurde, hat sich als H5N8-Infektion bestätigt, teilte am Montag das Landratsamt in Starnberg mit. Die Kreisbehörde richtete eine Beobachtungszone in einem Drei-Kilometer-Radius um den Fundort ein.

Der Fall wird auch für Geflügelhalter im Landkreis Folgen haben. Geflügelhalter in bis zu drei Kilometern Entfernung vom Ammerseeufer sollten jetzt ihre Tiere im Stall lassen. Das gelte für Dießen, Eching, Greifenberg, Hechenwang, Schondorf und Utting. Hier sind nach Angaben des Veterinäramts 54 kleinere Geflügelbestände vorhanden.

14. November

Wegen Geflügelpest: Stallpflicht jetzt auch in Sachsen

In Schleswig-Holstein hat das zuständige Ministerium verschärfte »Biosicherheitsmaßnahmen» für alle Geflügelbetriebe angeordnet. Beschäftigte dürfen Ställe demnach nun nur noch mit Schutzkleidung betreten, Schuhe müssen an den Ein- und Ausgängen mit Desinfektionswannen oder -matten gereinigt werden. Auch die Hände müssen vor dem Betreten desinfiziert werden. Hunde und Katzen sollen von den Ställen ferngehalten werden.

Nachdem der Vogelgrippe-Erreger auch bei einem toten Wildvogel in Sachsen nachgewiesen wurde, gilt dort seit Montag ebenfalls Stallpflicht für alle Geflügelbestände. Grund dafür sei der Nachweis von H5N8 bei einer toten Reiherente, die am Cospudener See bei Leipzig gefunden worden war.

Die für Geflügel tödlichen H5N8-Vogelgrippeviren breiten sich derzeit vor allem unter wilden Wasservögeln in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern aus. Es solle überall dort die Stallpflicht für Geflügel angeordnet werden, wo die Wahrscheinlichkeit eines Eintrages der hochansteckenden H5N8-Variante hoch ist, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Vogelgrippe: Sind Geflügelfleisch und Eier sicher?

Acht Fälle der hochansteckenden Vogelgrippe-Variante in Bayern bestätigt

Bei allen acht Vogelgrippe-Fällen in Bayern ist inzwischen die hochansteckende Variante vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Das sagte am Montag ein Sprecher des Landesamtes für Gesundheit in Erlangen. Ob am Wochenende weitere tote Vögel gefunden worden seien, konnte er zunächst nicht sagen. Die Landratsämter in Lindau und Starnberg baten nach dem Auftreten der Geflügelpest in ihren Landkreisen die Bürger, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden und diese nicht zu berühren - auch nicht mit dem Schuh. Zudem sollten Hunde und Katzen in Ufernähe von Bodensee und Ammersee möglichst nicht frei laufen gelassen werden.

Vogelgrippe: 30.000 Hühner bei Schleswig gekeult

Alle 30.000 Hühner einer von der Vogelgrippe betroffenen Massentierhaltung bei Schleswig sind bis zum Montagmorgen getötet worden. Das teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Kiel mit. In dem Bestand war die aggressive H5N8-Variante nachgewiesen worden, die seit einiger Zeit unter Wildvögeln kursiert.

Der Sender NDR 1 Welle Nord berichtete, die Hühner seien per Stromschlag in einem Wasserbecken getötet worden. Unklar ist noch, wie das Virus in die Ställe des Betriebes in Grumby gelangen konnte. Experten des Greifswalder Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) sollen dies klären.

13. November

30.000 Hühner wegen Vogelgrippe getötet

Nach dem Nachweis der Geflügelpest in einer Massentierhaltung in Schleswig-Holstein hat am Sonntag die Keulung aller 30.000 Hühner begonnen. Die Tötung durch ein unter Strom gesetztes Wasserbad dauerten bis in die frühen Morgenstunden des Montags. Nun suchen Experten nach der Ursache für den Ausbruch der Vogelgrippe. Dazu werde ein Team vom Friedrich-Loeffler-Institut auf dem Hof für Bruteier in Grumby erwartet, teilte das Landwirtschaftsministerium in Kiel mit. Der Zuchtbetrieb für Bruteier ist bundesweit die erste Massentierhaltung, die von der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie betroffen ist. Dort hatte das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor die hochansteckende H5N8-Variante nachgewiesen. Der Erreger gilt als ungefährlich für Menschen.

«Dass der gesamte Bestand getötet werden muss, ist hart, aber notwendig, um die Ausbreitung der Geflügelpest nach Möglichkeit einzudämmen», erklärte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).

Erster Vogelgrippe-Fall in Sachsen

In Sachsen gibt es einen ersten Vogelgrippe-Fall. Eine am Freitag am Cospudener See bei Leipzig gefundene Wildente habe den H5-Virus, sagte der Sprecher der Stadt, Matthias Hasberg, am Sonntag. Das hätten erste Untersuchungen ergeben. Ob es sich dabei jedoch um den aggressiven Typ H5N8 handle, sei noch unklar. Auf alle Fälle sei die Krankheit hochansteckend. Der Fundort befinde sich auf der Stadtgrenze, gehöre aber schon zum angrenzenden Landkreis Leipzig. Zuerst hatte das Online-Portal «Mopo 24» berichtet.

Laut Hasberg wurde ein Sperrkreis von drei Kilometern um den Fundort gezogen. Dort bestehe Stallpflicht. Alle aufgefundenen toten Vögel müssten gemeldet werden. In einem zweiten Beobachtungskreis von zehn Kilometern bestehe ebenfalls Stallpflicht.

Welche Konsequenzen die Vogelgrippe für Verbraucher hat, Vogelgrippe: Sind Geflügelfleisch und Eier sicher?.

Experten bereiten Tötung von 30.000 Hühnern vor

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Geflügelbetrieb in Schleswig-Holstein haben Experten mit der Vorbereitung für die Tötung von 30 000 Hühnern begonnen. Mit mehreren Einsatzfahrzeugen war die Feuerwehr am Sonntagvormittag auf dem Gelände des betroffenen Betriebs in Grumby (Kreis Schleswig-Flensburg). Der komplette Bestand des Zuchtbetriebs sollte im Laufe des Tages gekeult werden. Noch ist unklar, wie der Erreger in die geschlossene Hühnerhaltungs-Anlage kam. Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einer neuen Stufe der Geflügelpest.

12. November

Geflügelpest in Betrieb mit 30.000 Tieren

In einem Hühnerbetrieb mit geschlossener Tierhaltung mit rund 30 000 Tieren im Kreis Schleswig-Flensburg ist die Geflügelpest ausgebrochen. Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), habe am Samstag den hochpathogenen Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen, teilte das Agrarministerium mit. Alle Tiere müssten nun getötet werden. 

Behörden-Appell wegen Vogelgrippe: Tote Tiere melden - nicht berühren

Nach mehreren Vogelgrippefällen im Landkreis Lindau bittet das Landratsamt die Bürger, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden. Wie eine Behördensprecherin am Samstag mitteilte, ist die Hotline auch am Wochenende zu erreichen. Wer tote Vögel findet, solle diese zudem nicht berühren - «auch nicht mit dem Schuh».

Am Freitagabend meldete das Gesundheits-Landesamt in Erlangen einen weiteren Verdachtsfall in Bayern: Im Landkreis Starnberg sei die Krankheit bei einer Seeschwalbe nachgewiesen worden.

Landwirtschaftsminister beruft Krisenstab ein

Angesichts der Ausbreitung der Geflügelpest hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Samstagmorgen einen Krisenstab einberufen. Es bedürfe »schneller, effizienter Koordination und Entscheidungen», erklärte der Minister.

Im Zentralen Krisenstab Tierseuchen sind Experten von Bund und Ländern sowie Staatssekretäre versammelt. Sie sollen Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Vogelgrippe bündeln und alles tun, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wie Minister Schmidt mitteilte. Die Leitung des Krisenstabs hat sein Staatssekretär Hermann Onko Aeikens.

Vogelgrippe-Erreger H5N8 auf Nutztierhof in Vorpommern bestätigt

Der Verdacht auf das hochansteckende H5N8-Virus auf einem Nutztierhof im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat sich bestätigt. Das teilte das Agrarministerium in Schwerin am Samstag mit.

Am Freitag waren auf dem privaten Hühnerhof in Mesekenhagen 31 Tiere tot aufgefunden worden, 26 weitere wurden wegen des Verdachts auf Vogelgrippe vorsorglich getötet. «Damit haben wir den ersten amtlich bestätigen Fall in einem Nutztierbestand», sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Angesichts der Ausbreitung der Epidemie habe das Bundlandeswirtschaftsministerium für Samstagnachmittag den Zentralen Krisenstab einberufen.

Zentralverband der Geflügelwirtschaft will bundesweite Stallpflicht

Dem Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) wäre eine bundesweite Stallpflicht für Geflügel am liebsten. «Wir müssen schneller sein als sich das Virus ausbreitet», sagte ZDG-Vizepräsident Friedrich Otto Ripke. Ungünstig wäre dies allerdings für die heimische Produktion von Weihnachtsgänsen: Eingepfercht in einen Stall werden diese oft aggressiv und verletzen einander. Dann könne man die Tiere nicht mehr verkaufen, erklärte Ripke. Für Gänse solle daher im Einzelfall geprüft werden, ob eine Stallpflicht nötig ist.

Auch bisher nicht betroffene Bundesländer wie Sachsen und Brandenburg entschieden, dass in bestimmten Gebieten vor allem in der Nähe von Flüssen und Seen Geflügel im Stall oder in anderen abgedeckten Gehegen bleiben muss. «Die eingehenden Meldungen bestätigen die Sorge, die wir seit Beginn der Woche haben: Das Virus breitet sich aus», sagte Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck. Die Stallpflicht sei eine «absolut notwendige Vorsichtsmaßnahme». 

11. November

Landratsamt Lindau ordnet Stallpflicht wegen Vogelgrippe an

Zum Schutz vor der Vogelgrippe gilt in Teilen des Kreises Lindau ab sofort Stallpflicht für Geflügel. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich über einen Streifen von etwa 2,5 Kilometern vom bayerischen Bodenseeufer aus. «Bis auf weiteres dürfen die Tiere nicht ins Freie, damit ein Kontakt mit Wildvögeln unterbunden wird», sagte Landrat Elmar Stegmann (CSU). Betroffen von der Stallpflicht sind 64 Betriebe in Lindau und den umliegenden Gemeinden. Darüber hinaus empfiehlt das Landratsamt eine Stallhaltung des Geflügels für den gesamten Landkreis.

Im Landkreis sind bislang bei vier Reiherenten, zwei Möwen und einem Schwan die Vogelgrippe festgestellt worden. Ob es sich um die gefährliche Variante des Virus vom Typ H5N8 handelt, ist noch unklar.

Nach dem Auftreten der Vogelgrippe am bayerischen Teil des Bodensees wird am Landratsamt in Lindau über die Anordnung einer Stallpflicht beraten. Wie eine Sprecherin der Behörde am Freitag sagte, soll im Laufe des Tages über das weitere Vorgehen zum Schutz vor der Krankheit entschieden werden.

Vogelgrippe schon in sechs europäischen Ländern nachgewiesen

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland und anderen Ländern weiter aus. Das hochansteckende Virus wurde erstmals in Mecklenburg-Vorpommern und auf der bayerischen Seite des Bodensees nachgewiesen. Zuvor waren bereits in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg Vögel entdeckt worden, die an einer aggressiven Variante des Subtyps H5N8 verendet waren. In Teilen Deutschlands gilt nun eine Stallpflicht für Geflügel, damit sich die Tiere nicht über Wildvögel infizieren. Der wirtschaftliche Schaden bei einem Befall wäre enorm. Es gab bereits einen Verdacht auf Vogelgrippe bei Puten in einem Betrieb in Schleswig-Holstein.

Vogelgrippe auch in Bayern

10. November

Vogelgrippe erreicht Bayern - tote Tiere am Bodensee

Die Vogelgrippe hat nun auch Bayern erreicht. Nach dem Nachweis der Vogelgrippe in anderen Teilen Deutschlands seien am Donnerstag bei zwei toten Reiherenten im Landkreis Lindau der Virus vom Subtyp H5 festgestellt worden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Gesundheit in Erlangen der Deutschen Presse-Agentur. Die Proben seien an das Friedrich-Loeffler-Institut weitergeleitet worden, um den Fund zu bestätigen. 

Die Bodensee-Anrainer Österreich, Schweiz, Baden-Württemberg und Bayern hätten die Lage besprochen und ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, sagte der Sprecher. Nach dem Kenntnisstand des Landesgesundheitsamtes beabsichtigt das Landratsamt Lindau eine Stallpflicht in einem Radius von einem Kilometer um das Ufer des Bodensees. Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, habe Bayern die Beobachtung von Hausgeflügel und Wildvögel verstärkt.

Weiterer Vogelgrippe-Ausbruch in Ungarn

Die Vogelgrippe in Ungarn breitet sich aus. In einer Geflügelfarm im südungarischen Ort Kiskunmajsa erkrankte eine nicht näher genannte Zahl von Enten an dem Erreger des Subtyps H5N8, berichtete das Agrar-Portal agroinform.com am Donnerstag unter Berufung auf das ungarische Amt für Lebensmittelsicherheit (Nebih). Die Behörde habe die Tötung der infizierten Tiere angeordnet. 

Bereits in der Vorwoche war die Vogelgrippe in einer Truthahn-Farm im südostungarischen Totkomlos ausgebrochen. Damals waren auf Anordnung der Behörden 9000 Tiere getötet worden. Auch die Truthähne waren an  H5N8 erkrankt. Einige Länder, darunter Kanada, Israel und Serbien, haben Einfuhrbeschränkungen für Geflügel aus Ungarn erlassen. 

9. November

Aggressiver Geflügelpesterreger H5N8 breitet sich in Deutschland weiter aus

Nach dem Fund hochpathogener Vogelgrippeviren des Typs H5N8 in Wasservögeln in Schleswig-Holstein bestätigten Laboruntersuchungen diese am Mittwoch nun auch in 37 verendeten Enten vom Bodensee. Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium in Stuttgart ordnete umgehend Schutzmaßnahmen wie eine Stallpflicht für Geflügel im unmittelbaren Umfeld an.

8. November

Vogelgrippe in Schleswig-Holstein - Geflügel muss im Stall bleiben

Erstmals in Schleswig-Holstein ist an toten Wildvögeln an mehreren Plöner Seen der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. «Das akute Krankheitsgeschehen bei den Wildvögeln ist in dieser massiven Ausprägung besorgniserregend», sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstag. Es handelt sich um eine Geflügel stark krankmachende Variante, die deswegen auch Geflügelpest genannt wird. Als Vorsichtsmaßnahme ordnete Habeck eine Stallpflicht für Geflügel wie Hühner, Puten oder Gänse im gesamten Land sowie Sperr- und Beobachtungsgebiete an.

(AZ, dpa, epd)

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