Donnerstag, 18. Januar 2018

03. Januar 2018 18:40 Uhr

Augsburg

Sturmtief "Burglind" richtet Schäden in der Region an

Sturmtief "Burglind" beschäftigte am Mittwoch die Einsatzkräfte in der Region Augsburg. Meistens mussten sie herabgefallene Äste beseitigen. Eine Autofahrerin wurde verletzt. Von Vera Latotzki-Doll

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Wie hier in der Oblatterwallstraße in Augsburg stürzten zahlreiche Äste herab.
Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg

Mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde fegte das Sturmtief „Burglind“ am Mittwoch über Augsburg und das Umland hinweg. Zusätzlich brachte „Burglind“ viel Regen mit sich. Draußen suchte jeder ein windstilles Eck oder hielt sich den Arm vor das Gesicht. Wer einen Schirm nutzte, konnte schnell Pech haben – und musste ihn ein paar Minuten später kaputt in einen Mülleimer stecken.

Fahrradfahrer mussten ob des Gegenwinds absteigen, Straßen standen zeitweise unter Wasser und am Ulrichsplatz hatte der Sturm die Baustellenabsperrung umgeschmissen. Außerdem fielen Äste auf Leitungen und verursachten dadurch Stromausfälle in Adelsried, Emersacker und Horgau. Der Sturm hielt die Einsatzkräfte in Atem bis zum Nachmittag.

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Sturmtief "Burglind" deckte Dach in Augsburg-Lechhausen ab

Die Augsburger Berufsfeuerwehr verzeichnete zwischen 6 und 14 Uhr 116 Sturm-Einsätze im gesamten Leitstellengebiet Augsburg, das auch die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie Dillingen und Donau-Ries umfasst. Glücklicherweise gab es nur einen einzigen Fall, bei dem eine Frau verletzt wurde: Sie war am Vormittag auf der Ortsverbindungsstraße vom Friedberger Stadtteil Derching in Richtung Frechholzhausen unterwegs, als vor ihrem Auto ein Baum umstürzte. Der Baum traf die Motorhaube und das Dach des Autos. Die 57-jährige Autofahrerin wurde leicht am Arm verletzt, kam nach Auskunft des Polizeipräsidiums Schwaben Nord sonst aber mit dem Schrecken davon.

In Augsburg richtete das Sturmtief eine ganze Reihe von Sachschäden an. Gegen 10.30 Uhr wurde im Lechhauser Industriegebiet das „Blechdach“ einer Halle abgedeckt. Etwa 400 Quadratmeter klappten in der Aindlinger Straße auf das benachbarte Dach. Als Sofortmaßnahme beschwerte die Feuerwehr das Dach mit Sandsäcken. Bereits am frühen Morgen waern in der Frauentorstraße ein Sonnenschirm an die Oberleitung der Straßenbahn geflogen. Daraufhin wurde die Oberleitung geerdet. Die Feuerwehr entfernte den Schirm.

In der Oblatterwallstraße sah es für Passanten auf den ersten Blick so aus, als sei ein ganzer Baum auf zwei parkende Autos gefallen. Es war jedoch „nur“ ein großer Ast, der aus fünf bis sechs Metern Höhe von einem Baum abgebrochen war. Er schrammte an der Hausfassade entlang und zerstörte dabei mehrere Glasscheiben. Der Ast war innen morsch und hohl – und weckte so gleich wieder Erinnerungen an den umgestürzten Baum, der in der Altstadt auf eine Porsche gestürzt war.

In der Salzmannstraße knickte ein Kaminrohr durch den Sturm um. In Pfersee riss „Burglind“ am späten Vormittag den Christbaum vor der Herz-Jesu-Kirche um: Feuerwehrmänner zersägten und beseitigten den Baum. Insgesamt waren in der Großstadt etwa 80 Feuerwehrleute im Einsatz – neben den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr auch Männer der freiwilligen Feuerwehren aus Haunstetten, Göggingen, Oberhausen, Pfersee und Inningen. Um Schäden zu vermeiden, hatten der Augsburger Zoo und der Botanische Garten kurzfristig auf eine Öffnung verzichtet. Ebenso waren die städtischen Friedhöfe geschlossen, damit möglicherweise herabfallende Äste Besucher nicht gefährden könnten. Angesetzte Beisetzungen und Trauerfeiern wurden soweit möglich durchgeführt.

Nur kleinere Schäden durch den Sturm im Augsburger Umland

Im Augsburger Umland meldeten die Einsatzkräfte ebenso zum Glück nur kleinere Schadensfälle – meist durch herabfallende Äste ausgelöst. In Zusmarshausen kippte ein Altkleidercontainer auf ein parkendes Auto. Der Blechschaden betrug rund 1500 Euro. Im Wittelsbacher Land blieben aus Sicherheitsgründen die Wertstoffsammelstellen geschlossen.

Für eine Falschmeldung fuhr die Feuerwehr zur B 17 nach Königsbrunn: Es war gemeldet worden, dass ein umgestürzter Baum auf der Fahrbahn liege. Es lagen jedoch nur einige Äste auf der Fahrbahn.

Nur einer nahm das Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür schickt, gelassen: Ein Cocker Spaniel stand am Augsburger Ulrichsplatz unbeirrt von Regen und Sturm seelenruhig neben seinem Frauchen und schaute sich um – ohne ein einziges aufgestelltes Haar...

Hier können Sie unseren News-Ticker zum Sturm am Mittwoch noch einmal nachlesen.

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