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Ölfleck-Anschlag im Landkreis Dillingen: ADAC-Experte: "Motorradfahrer sind chancenlos"

Ölfleck-Anschlag im Landkreis Dillingen

ADAC-Experte: "Motorradfahrer sind chancenlos"

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    Das Dillinger Straßenbauamt hat Warnschilder aufgestellt, welche auf den Ölfleck aufmerksam machen.
    Das Dillinger Straßenbauamt hat Warnschilder aufgestellt, welche auf den Ölfleck aufmerksam machen. Foto: Archiv

    Nach dem Ölfleck-Anschlag im Landkreis Dillingen sucht die Kriminalpolizei weiter nach dem Täter. Noch ist völlig unklar, wer den rund acht Quadratmeter großen Ölfleck auf der Straße zwischen Osterbuch und Affaltern (Gemeinde Biberbach) hinterlassen hat. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus. Einen Zusammenhang mit dem so genannten Ölfleck-Mord im Allgäu schließen die Beamten inzwischen jedoch aus.

    Im April hatte sich ein Unbekannter ganz gezielt eine typische Motorradstrecke ausgesucht und dort mehrere mit Öl gefüllte Glasflaschen zerbrochen. In der Folge war ein 37 Jahre alter Motorradfahrer tödlich verunglückt, als er auf dem Ölfleck ausrutschte und gegen ein entgegenkommendes Auto prallte.

    Keine typische Zweiradstrecke

    Trotz der Parallelen der beiden Ölfleck-Anschläge ist die Polizei sicher, dass es sich im Fall Dillingen nicht um den selben Täter handelt. Dafür seien die Vorgehensweisen zu unterschiedlich, sagte Hieronymus Schneider, ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, heute gegenüber AZ-Online. So sei die Strecke im Landkreis Dillingen anders als die im Allgäu keine typische Zweiradstrecke gewesen. Auch habe der Täter keine Glasflaschen zerbrochen, sondern einen mit Öl befüllten Farbeimer auf die Straße gekippt.

    Den Eimer der Marke „Brillux Malerweiß LF 956“ hatte die Polizei 15 Meter vom Straßenrand entfernt in einem Feld gefunden. Derzeit ist er der einzige Hinweis auf den Täter. Die Polizei geht davon aus, dass in ihm das Öl transportiert wurde. Inzwischen untersuchen Kriminaltechniker den Farbeimer. Sie hoffen, dass der Täter darauf Spuren hinterlasen hat. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer (09071) 560 entgegen.

    Ölfleck auf der Straße kaum zu erkennen

    Unter Motorradfahrern wächst derweil die Sorge, dass der Täter erneut zuschlagen könnte. Wie gefährlich für Biker ein Ölfleck auf der Straße werden kann, bestätigt Ruprecht Müller, Motorradexperte beim ADAC-Technikzentrum in Landsberg. "In einem solchen Fall ist mal als Motorradfahrer chancenlos." Nur in den wenigsten Fällen lasse sich ein Ölfleck auf der Straße von Weitem erkennen, sagt Müller, der selbst gerne mit dem Motorrad fährt. Und komme man erst einmal ins Rutschen, dann sei man der Situation komplett ausgeliefert, so der ADAC-Experte. "Das kann leider jedem Motorradfahrer passieren."

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