Dienstag, 21. November 2017

ERC Ingolstadt

06. September 2017 22:00 Uhr

ERC Ingolstadt

Panther-Nachwuchs trifft seine Idole

David Grednikov und Justin Bachmann vom Schüler-Bundesliga-Team des ERCI haben sich in ihrer Mannschaftskabine mit den beiden Profis David Elsner und Christoph Kiefersauer unterhalten. Heraus kam ein interessantes und kurzweiliges Gespräch

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Während die Profis des ERC Ingolstadt am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Straubing Tigers in die DEL-Saison 2017/2018 starten, hat für den Panther-Nachwuchs die Jagd nach Toren und Punkten bereits begonnen.

So auch für David Grednikov und Justin Bachmann. Die beiden 14-jährigen Verteidiger spielen für die Schüler-Mannschaft des ERC Ingolstadt in der Bundesliga unter Headcoach Eduard Uvira. Während David bereits im Alter von fünf Jahren seine ersten Eishockey-Gehversuche bei den Schanzern unternahm und in der vergangenen Spielzeit noch das Trikot des Knaben-Teams trug, zählt sein Mannschaftskollege Justin quasi zu den „Spätstartern“. Erst vor rund vier Jahren entdeckte der Realschüler seine Liebe zum Eishockey-Sport.

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Unmittelbar vor dem DEL-Auftakt brachte die Neuburger Rundschau die beiden Nachwuchs-Talente mit zwei Akteuren des Profi-Kaders zu einem gemeinsamen Interview zusammen, wobei sich die beiden Jung-Panther ihre Gesprächspartner selbst aussuchen durften. Während sich David sofort für Christoph Kiefersauer entschied („Er ist groß, kann schießen, spielt mit Kopf und ist ein zurückhaltender Typ. Das imponiert mir einfach.“), fiel Justins Wahl auf David Elsner. „In meinen Augen ist Elsner einfach ein perfekter Spieler, der ebenfalls mit Kopf und tolle Pässe spielt, einen knallharten Schuss hat und Tore erzielen kann. Er ist einfach perfekt für das Team“, begründet Justin seine Entscheidung.

Kürzlich nun trafen sich die beiden Schüler in ihrer Mannschaftskabine mit ihren ebenfalls noch jungen Idolen (Kiefersauer ist 19 Jahre, Elsner 25 Jahre). Heraus kam dabei ein interessantes, lustiges und kurzweiliges Gespräch, das die Neuburger Rundschau aufgezeichnet hat.

Christoph, wie lange spielst Du eigentlich schon Eishockey (David)?

Kiefersauer: Seit meinem vierten Lebensjahr.

Hat Deine Rückennummer 21 eine besondere Bedeutung (David)?

Kiefersauer: Nein, eigentlich nicht. Es war letztlich eine ganz freie Entscheidung ohne einen speziellen Hintergedanken.

David, wie bist Du zum Eishockey gekommen (Justin)?

Elsner: Ich habe einen älteren Bruder, der mittlerweile 30 Jahre alt ist. Der hat früher Eishockey gespielt. Und nachdem mich meine Eltern damals mal kleinen Jungen nicht alleine daheim lassen konnten, haben sie mich einfach mitgenommen, mich in eine Eishockey-Ausrüstung gesteckt und auf’s Eis gestellt (lacht). Damit hat alles begonnen.

War es von Beginn an Dein Ziel, Eishockey-Profi zu werden? (Justin)?

Elsner: Ja klar. Ich denke, dass es auch euer Ziel ist, Profi zu werden. Wenn man als junger Spieler Spaß hat, Eishockey zu spielen, dann versucht man auch, damit sein Geld zu verdienen. Ob es dann tatsächlich klappt, ist immer eine andere Frage.

Christoph, wie gefällt es Dir bislang beim ERC Ingolstadt (David)?

Kiefersauer: Wirklich sehr gut. Bereits als ich im vergangenen Jahr nach Ingolstadt gekommen bin, wurde ich von den Jungs super aufgenommen. Auch die Kooperation mit Kaufbeuren hat hervorragend geklappt. Als junger Spieler konnte ich dort in der DEL2 viel spielen und Erfahrungen sammeln. Davon werde ich mit Sicherheit auch in dieser Saison wieder profitieren.

David, in welchen Bereichen möchtest Du Dich noch verbessern (Justin)?

Elsner: Ich denke, dass es immer Möglichkeiten gibt, sich in allen Bereichen weiter zu verbessern. Gerade wenn Du Profi werden willst oder schon bist, darfst du nie aufhören, dich weiter verbessern zu wollen. Wenn man sich jetzt schon mit dem, was man kann, zufrieden gibt, würde man den komplett falschen Weg einschlagen.

Christoph, wie konntest Du Schule und Eishockey miteinander verbinden (David)?

Kiefersauer: Das ging zunächst eigentlich ganz gut. Ich habe zuerst die Realschule gemacht und bin dann auf die Fachoberschule – wobei es dann dort nicht ganz einfach war, da ich doch mehr auf Eishockey gesetzt habe. Dementsprechend war ich auch nicht unbedingt der beste Schüler (lacht). Es ist zwar schwer, aber durchaus machbar.

Du hast ja kürzlich im Testspiel mit dem ESV Kaufbeuren gegen den ERC Ingolstadt einen Treffer erzielt. Wie hast Du Dich dabei gefühlt (David)?

Kiefersauer: Das war natürlich schon ein super Gefühl. Auch als die Ingolstädter Fans danach gejubelt und mich dafür beispielsweise nicht ausgepfiffen haben, hat mich schon sehr gefreut. Insgesamt gesehen war das ein richtig tolles Spiel für mich.

David, ist die NHL nach wie vor ein Ziel von Dir? Und falls ja, für welches Team würdest Du gerne spielen (Justin)?

Elsner: Ich glaube, den Sprung in die NHL zu schaffen, ist nahezu von jedem Eishockey-Spieler das ganz große Ziel. Und welche Mannschaft? Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein Fan der Dallas Stars bin.

Warum ausgerechnet Dallas (Justin)?

Elsner: Als ich noch ganz, ganz klein war, habe ich auf dem Computer immer NHL gespielt. Da ich damals noch keine Ahnung vom Eishockey hatte, habe ich mir immer das Team mit dem schönsten Logo ausgesucht – und das waren die Dallas Stars (lacht). Seitdem bin ich deren Fan. Auch heute stehen dort mit Jamie Benn oder Tyler Seguin richtig gute Spieler im Kader. Aber klar, wenn du grundsätzlich die Möglichkeit hättest, in der NHL zu spielen, dann wäre das Team absolut zweitrangig.

Christoph, was war Deine bislang erfolgreichste Saison als Eishockey-Spieler (David)?

Kiefersauer: (überlegt) Puh, das ist eine gute Frage. Mit den Schülern des EC Bad Tölz bin ich zweimal Meister geworden. Aber auch meine erste DNL-Saison war richtig klasse. Es hat einfach immer Spaß gemacht, mit den Jungs in meiner Mannschaft zusammenzuspielen. Einige davon wie Maximilian Kastner (Düsseldorf), Christoph Körner (Bremerhaven) oder Andreas Eder (München) haben es auch in die DEL geschafft.

Wie groß ist die Umstellung von der DNL zur DEL (David)?

Kiefersauer: Riesengroß! Nach meinem ersten Jahr in der DNL bin ich damals ins Tölzer Oberliga-Team gewechselt und danach wieder zurück in die DNL. Anschließend bin ich ja dann nach Ingolstadt gekommen beziehungsweise habe in der zweiten Liga für Kaufbeuren gespielt. Selbst dieser Sprung von der DNL zur DEL2 war immens. Letztlich muss man Schritt für Schritt machen, um sich irgendwann dem hohen Niveau anzupassen.

David, mit welchem Mitspieler verstehst Du Dich am besten (Justin)?

Elsner: Nun, gerade was unsere deutschen Jungs betrifft, verstehe ich mich mit allen richtig gut. Wir unternehmen auch viel zusammen. Bei allem darf man aber auch nicht vergessen, dass Eishockey ein Mannschaftssport ist und du mit jedem auskommen musst. Klar gibt’s mal, wenn man zum Beispiel auswärts unterwegs ist, mal Situationen, in denen die deutschen Spieler zusammen zum Essen gehen. Aber ich denke, das ist in jedem Team so – bei euch sicherlich auch, dass man mit dem einen oder anderen Teamkollegen etwas mehr Kontakt wie mit einem anderen hat.

Welche Ziele hast Du für die anstehende DEL-Saison (Justin)?

Elsner: Individuell betrachtet, würde ich gerne noch einmal eine Saison wie die vergangene absolvieren – und vielleicht noch ein, zwei oder drei Tore mehr schießen. Was die Mannschaft betrifft, wollen wir für die Stadt Ingolstadt mal wieder die Playoffs erreichen und dort möglichst weit kommen. Nachdem wir jetzt eine richtig gute Truppe haben, besteht die Chance dazu definitiv.

Was sind die Vorteile beziehungsweise ist das Schöne, wenn man Eishockey-Profi ist (Justin)?

Elsner: Man hat sicherlich viel Freizeit. Wenn wir mit dem Training fertig sind, können wir in der Regel mittags nach Hause gehen, während andere Leute noch in der Arbeit sind. Hinzu kommt natürlich auch, dass dich viele Leute kennen und beispielsweise ein Autogramm wollen. Das ist schon auch ganz schön und gibt einem ein gutes Gefühl. Gleichzeitig darf man aber auch nicht überheblich und abgehoben sein. Das wäre der größte Fehler.

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