Sonntag, 17. Dezember 2017

27. Januar 2014 00:34 Uhr

Kommunalwahl

Bichler will mehr gestalten statt nur verwalten

Unabhängiger erklärt zum Wahlkampf-Auftakt in Osterzhausen, warum er sich um das Amt des Landrats bewirbt Von Johann Eibl

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Aichach-Friedberg/Pöttmes Die erste offizielle Wahlveranstaltung der Unabhängigen im Landkreis fand nicht in Friedberg oder Aichach statt. In Osterzhausen, einem kleinen Ortsteil in der Marktgemeinde Pöttmes, stieg die Premiere. Eva Ziegler, im benachbarten Ebenried zu Hause, betonte im Pfarrhof: „Osterzhausen ist unverzichtbar.“ Gleich zu Beginn versicherte Sepp Bichler, gerade Eva Ziegler habe eine wichtige Rolle gespielt, als es darum ging, dass er nochmals nach 1996 und 2002 für das Amt des Landrats kandidieren würde. Er habe das Thema nicht nur mit der Familie sehr intensiv besprochen, sondern auch mit seinem Unternehmen: „Meine zwei Buben leiten den Betrieb, ich bin entbehrlich.“

Knapp eine halbe Stunde lang erläuterte der 63-jährige Sielenbacher seine Vorstellungen. Mit 21 zog er in den Gemeinderat ein: „Wir hatten viele Diskussionen.“ Die hätten Sielenbach sichtlich gutgetan. 36 Jahre lang arbeitete Bichler im Gemeinderat, zum Teil als Zweiter Bürgermeister, und 24 Jahre im Kreistag. Dann sprach er Kritikpunkte an: „Wir trauen jungen Leuten oft viel zu wenig zu. Politik wird zu viel verwaltet und nicht gestaltet.“ Bichler blickte auf seinen Werdegang zurück: „Ich habe in den 70er- Jahren mit Biolandwirtschaft angefangen, ich habe sehr früh mit regionaler Vermarktung begonnen in Sialabo.“ Als er dann die erste Photovoltaikanlage baute, hätte man ihm erklärt: Jetzt spinnt er ganz.

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Nun strebt der Unternehmer das höchste Amt im Landkreis an: „Es wäre spannend, wenn der Chef des Amts nicht aus dem Beamtenapparat kommt, sondern von außen.“ Bichler versicherte, er habe keine Angst davor und er wisse auch, dass viele im Landratsamt davor keine Angst hätten: „Ich bin schon einer, der viel fordert.“ Was Sepp Bichler derzeit an der Arbeit im Kreistag am meisten stört: „Die CSU hockt am Montag beieinander.“ Dabei würden deren Mandatsträger eingeschworen und Abstimmungen vorweggenommen. Das hätte zur Folge, dass gute Ideen von anderer Seite runtergebügelt würden.

Ohne Zwang seien die AVV-Linien europaweit ausgeschrieben worden, sodass heimische Busunternehmen kaputtgehen würden, empörte sich Bichler. Ein schneller Zugang zum Internet sei sehr wichtig, sonst würden Arbeitsplätze verloren gehen. Die Energieerzeugung sollte dezentral erfolgen. Am Ende sagte Bichler: „Wir drängen uns nicht auf, aber wir bieten uns an.“ Franz Schindele, Bürgermeister von Pöttmes, schimpfte über den Fraktionszwang im Kreistag: „Da ist schon im Vorfeld ausgekartelt worden. Wir brauchen eine neue Politikkultur.“ Geärgert hat er sich über mangelnde Unterstützung beim Internetanschluss: „Vom Landkreis erwarte ich mir nichts.“

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