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09.11.2019

Alle Kapellen im Landkreis auf einen Blick

Eine der in dem neuen Buch beschriebenen Kapellen ist diese Marienkapelle bei Hollenbach. Gabriele (Mitte) und Hubert Raab (Zweiter von rechts) präsentierten ihr Buch „Kapellen im Wittelsbacher Land“ im Landratsamt. Mit auf dem Bild: (von links) Andrea Bayer-Zapf, die für das Layout verantwortlich war, Landrat Klaus Metzger sowie Michael Moratti vom Wißner-Verlag.
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Eine der in dem neuen Buch beschriebenen Kapellen ist diese Marienkapelle bei Hollenbach. Gabriele (Mitte) und Hubert Raab (Zweiter von rechts) präsentierten ihr Buch „Kapellen im Wittelsbacher Land“ im Landratsamt. Mit auf dem Bild: (von links) Andrea Bayer-Zapf, die für das Layout verantwortlich war, Landrat Klaus Metzger sowie Michael Moratti vom Wißner-Verlag.

Kreisheimatpfleger Hubert Raab und seine Frau Gabriele stellen ihr neues Werk samt Wanderführer vor

Gabriele und Hubert Raab haben bereits Bücher über „Pilgerwege im Wittelsbacher Land“ und „Spurensuche im Wittelsbacher Land“ mit zwei Bänden publiziert. Nun gibt es ein weiteres Werk, mit dem sie die Kulturlandschaft des Wittelsbacher Landes in ein besonderes Licht rücken.

Am Donnerstag präsentierten sie im Landratsamt ein Werk über Kapellen, Marterl und Feldkreuze. Viele der 212 Objekte sind Zeugnisse aus der Vergangenheit, einige verweisen auch auf die Sorgen der Gegenwart. Das Buch war mit einem enormen Arbeitsaufwand für Gabriele und Hubert Raab verbunden. Über 15 Jahre fotografierten sie, lasen alte Urkunden und informierten sich vor Ort.

Landrat Klaus Metzger zufolge unterstützte der Landkreis das Projekt. Er bezeichnete das Werk als gute Ergänzung zum Band „Pilgerwege im Wittelsbacher Land“.

Michael Moratti vom Wißner-Verlag sagte: Da das Buch über die Pilgerwege vergriffen sei, sei der Band „Kapellen im Wittelsbacher Land“ ein „würdiger Ersatz“. Das Buch zeige viele kleine Schätze. Besonders ging er auf die intensive Arbeit des Ehepaars Raab ein. Hubert Raab erzählte: „Der Gedanke, ein Buch über Kapellen im Landkreis ins Auge zu fassen, ist von meiner Frau gekommen.“ Der Kreisheimatpfleger gewährte bei der Vorstellung des Buches Einblick in seine Arbeit und die seiner Frau und nannte Kriterien dafür, was eine Kirche und was eine Kapelle sei. Einige Gotteshäuser liegen Raab zufolge in einer Grauzone und können nicht genau zugeordnet werden.

Als Beispiel nannte er die Kapelle St. Peter und Paul im Aichacher Stadtteil Algertshausen. Hier sei die Bezeichnung ungenau. Mal werde sie als Kirche, mal als Filialkirche von Aichach und mal als Kapelle der Pfarrei bezeichnet. Das Gotteshaus im Aindlinger Ortsteil Weichenberg werde in der Bevölkerung als Kapelle gesehen, sei aber eine Filialkirche, so Raab. In Kissing werde die Peters-Kapelle von der Bevölkerung als Kirche betrachtet, führte Hubert Raab aus. Das Buch enthält auch die kapellenartigen Bildstöcke, ebenso einen Wanderführer mit Wegstrecken zu den Kapellen.

Bei seiner Kapellentour wurde Hubert Raab unter anderem mit der Frage konfrontiert, wie man eine Kapelle baut. Im Aichacher Stadtteil Walchshofen habe ein Bauer, der einen Kapellenbau ins Auge gefasst habe, von verschiedenen Stellen Entwürfe erhalten. Diese ließen in ihm aber den Gedanken reifen, selbst einen Entwurf zu kreieren.

In die Texte und Beschreibungen der Objekte sowie in die Fotografien haben Gabriele und Hubert Raab viel Herzblut fließen lassen.

Aber nicht nur im Inhalt des Buches, das in einer Auflage von 1000 Stück erschienen ist, steckt viel Energie. Gabriele und Hubert Raab haben das Buch auch mit eigenem Geld unterstützt, um die Kosten niedrig zu halten. Zudem haben sie den Landeskundepreis des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege in Höhe von 3000 Euro in das Projekt investiert. „Das Buch soll unter die Leute kommen – wir haben einen Landkreis mit Kulturlandschaften, Kultur, Kunst und viel Geologie“, schwärmte Hubert Raab. Für das Layout zeichnete Andrea Bayer-Zapf verantwortlich.

für 19,80 Euro im Landratsamt und im Buchhandel erhältlich.

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