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Konzert

05.04.2017

Auf Leid und Tod folgt die Auferstehung

Heftigen Applaus erntete der Chor der Singrunde Todtenweis unter Leitung von Ursula Haggenmüller für ihr Passionssingen in der Pfarrkirche.
Bild: Sofia Brandmayr

Chor der Singrunde Todtenweis bereitet mit seinem Passionssingen in der Pfarrkirche den zahlreichen Besuchern eine besinnliche, nachdenkliche Stunde. Die Sängerinnen binden das Publikum mit ein

Es war eine besinnliche, nachdenkliche Stunde, die das ökumenische Passionssingen am Sonntag in der Pfarrkirche St. Ulrich und Afra bot. Der Chor der Singrunde unter der Leitung von Ursula Haggenmüller gestaltete wieder ein Programm, das zu einem beeindruckenden Hörgenuss wurde.

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„Oculi nostri“ („Unsere Augen richten wir auf unseren Herrn“) verlieh dem Eröffnungssatz gleich einen tiefen Ausdruck, harmonisch begleitet am Keyboard von Anni Neukäufer, die weitere Chorsätze einfühlsam begleitete. Die Passion beginnt am Gründonnerstag, so Ursula Haggenmüller, die Jünger bereiteten das Abendmahl vor und sie erhielten nach Johannes 15,1 ein neues Gebot – „Dass ihr einander liebt, auch jene, die von Not gequält“ – eindringlich interpretiert vom Chor. Behutsam und fließend weich folgte der Frauenchor mit dem Satz „Oh, Herr, hab’ Erbarmen mit uns!“

An Tod und Verderben, an das unendliche Leid in Kolumbien gedachte Ursula Haggenmüller. Auch Jesus im Garten Getsemani, ein banges Klagen ertönt bei stiller Nacht – mit transparentem, warmem Klang und mit dem Gefühl der Verzweiflung fügten sich die Sänger ein. Ebenso mit einem „Kyrie“ aus Taizé. Eine Melodie aus Südafrika „Gott, gib uns Stärke, Hoffnung, Frieden“ wurde mit bewegender Ausdruckskraft umgesetzt.

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Erstmals durften die Besucher mit einstimmen bei dem Satz „Befiehl du deine Wege“ aus dem Gotteslob von Paul Gerhardt. Schmerz, Hoffnung und Glaube wurden hier musikalisch umgesetzt. Wiederum aus Taizé das „Miserere mei“, ein ruhiges Klangbild des Chores, in das sich der Solist Andy Förg nahtlos einfügen konnte. Bei Markus steht „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“, bei Lukas „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“, so Sprecherin Haggenmüller. Behutsam und überzeugend antworteten die Sänger „Ach Jesus, lass dein Leiden“, ein geistliches Volkslied aus Kärnten. Mit dem Kanon „So sehr hat Gott die Welt geliebt“ verschmolz der Chor kraftvoll mit den Besuchern.

Im Mottolied der Diözese Regensburg „Wer glaubt, ist nie allein“ zum Besuch von Papst Benedikt XVI. im September 2006 ist das Thema Trost in seinem Text stets präsent, lebendig mit Dynamik musikalisch hörbar gemacht. In den Sprechgesang des Glaubensbekenntnisses, von den Frauen fließend vorgetragen, konnte das „Credo“ wiederum von den Zuhörern bereichert werden.

Das Leiden und Sterben steht im Vordergrund der Passion, aber das Kreuz bedeutet nicht nur Tod, sondern auch Auferstehung. Die Besucher wurden nochmals freudig mit eingebunden beim Refrain, „Gottes Liebe ist wie die Sonne“ und beim Schlusslied „Vertraut den neuen Wegen“ aus dem Gotteslob. Für die Stunde, das Geschehen der Passion neu lebendig werden zu lassen, bedankten sich die Zuhörer mit heftigem Applaus. (hg)

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