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Sielenbach

01.06.2018

Bauer aus Raderstetten sucht die Frau fürs Leben im TV

Stolz zeigt Stephan Finkenzeller seinen neuen Traktor, der erst seit kurzem auf dem Hof ist.
Bild: Alice Lauria

Stephan Finkenzeller lebt im Sielenbacher Ortsteil Raderstetten auf einem Hof mit seinen Eltern. Am 10. Juni lernen die TV-Zuschauer den 40-Jährigen kennen. 

Stephan Finkenzeller aus dem Sielenbacher Ortsteil Raderstetten liebt sein Leben und seinen Beruf. Er ist mit Leib und Seele Bauer und bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Eltern einen 95 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb. Der 40-Jährige hat 150 Mastbullen, 20 Mutterkühe mitsamt ihren Kälbern, Schafe, Hasen, Hühner, Enten, Gänse, Tauben, Meerschweinchen, Katzen und zwei Hunde. Das einzige, das Stephan Finkenzeller zu seinem Glück noch fehlt, ist die passende Frau an seiner Seite. Die sucht er jetzt in der RTL-Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“.

Im Gespräch mit seinen Freunden, welche angedeutet hatten, ihm eine Frau suchen zu wollen, rutschte dem geselligen Landwirt der Satz raus: „Nein danke, nicht nötig, ich bewerbe mich bei „Bauer sucht Frau“. Gesagt, getan! Er wurde sofort zur Teilnahme an der aktuellen Staffel ausgewählt. Seit April weiß Stephan Finkenzeller nun, dass er bald viel im Fernsehen zu sehen sein wird, und hoffentlich eine Chance bekommt, seine Traumfrau kennenzulernen. Aktuell können sich interessierte Frauen um Landwirt Stephan bewerben. Ein Video, in dem er sich und seinen Hof kurz vorstellt, ist schon im Internet zu sehen. Im Fernsehen läuft die Vorstellungssendung mit ihm am Sonntag, 10. Juni, ab 16.40 Uhr.

Stephan ist ein echter Familienmensch. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als mit der richtigen Frau eine eigene Familie zu gründen. Die zukünftige Frau an seiner Seite sollte „einfach zu mir passen“, sagt Finkenzeller, „und freundlich und hilfsbereit sein“. Offen, nicht zu schüchtern, aufgeweckt, so wünscht er sich seine Frau, und sie sollte wissen, was sie will. Natürlich sollte sie familienfreundlich sein und Kinder wollen. Eine gewisse Freude an der Arbeit mit Tieren wäre sicherlich auch vorteilhaft. Am besten scheut sie sich auch nicht anzupacken, da auf einem Hof dieser Größe nie die Arbeit ausgeht. Stephan sucht also die Frau fürs gemeinsame Leben und Bewirtschaften seines Hofes. Die Arbeit in einem landwirtschaftlichen Betrieb mag zwar viel sein, lässt sich aber dennoch flexibel gestalten. Selbst Urlaub ist durchaus möglich dank der Unterstützung der Familie. Da die Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, würde sich der Bauer auch über eine Frau mit Spaß am Kochen freuen – nicht etwa, weil er selber das nicht könnte, sondern um sich auch mal gegenseitig bekochen zu können. Denn kochen kann Stephan schon seit seinem Hauswirtschaftsunterricht in der Schule. Bevor feststand, dass er den elterlichen Hof übernehmen würde, hat Stephan eine Lehre zum Metzger absolviert, um danach auch Landwirt zu lernen. Zusätzlich zu seinem Leben und Arbeiten auf dem Bullenmastbetrieb ist er leidenschaftlicher Jäger mit eigener Jagd, stets begleitet von seiner treuen Jagdhündin.

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Weitere Hobbys sind Stockschießen und das Rallyefahren bei der alljährlichen Sielenbacher Autocross-Rallye, die auf seinem Acker stattfindet und ein Publikumsmagnet für die ganze Region ist. Jedes Jahr nimmt er in verschiedenen PS-Klassen an dem Rennen teil. Je nach Lust und Verfügbarkeit richtet er sich während eines Jahres ein bis drei Schrott-Fahrzeuge zu echten Rennwagen her.

Das gemeinsame Leben auf dem großen Hof mit seinen Eltern funktioniert für alle Beteiligten gut, erzählt er. Man hilft sich gegenseitig und lässt sich dennoch seinen Freiraum. Für seine potenzielle Traumfrau sollte es daher auch kein Problem beim Zusammenleben mit den Schwiegereltern geben. „Es gibt genügend Platz für alle auf dem Hof, und die Wohnbereiche bei uns sind ganz klar getrennt“, so Bauer Stephan. Dennoch würde es ihn natürlich freuen, wenn sich seine zukünftige Braut auch gut mit seinen Eltern verstehen würde.

Wie es nun mit den Dreharbeiten weitergeht, weiß Stephan noch gar nicht so genau. Nur, dass er irgendwann Briefe von den interessierten Damen bekommen wird, und er dann seine Favoritinnen im Herbst beim Scheunenfest kennenlernen darf. Auf Moderatorin Inka Bause freut er sich auch schon sehr, man trifft ja schließlich nicht jeden Tag eine Prominente. Neugierig ist er auch darauf, was die Hofwoche, die auf das Scheunenfest folgt, so bringen wird. Denn Stephan wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich die Frau fürs Leben zu finden.

Für seine Zukünftige hat er noch ein ganz besonderes Schmankerl anzubieten: Eine eigene kleine Hofkapelle steht neben seinem Wohnhaus. Der Hof ist seit 1685 in Familienbesitz, und mindestens ebenso lange gibt es bereits das kleine Gotteshaus. Dieses ist geweiht und wird zweimal im Jahr für eine Messe genutzt. Vor allem aber wäre hier auch eine Trauung jederzeit möglich. Eine wirklich romantische Vorstellung.

Stephan Finkenzeller ist nicht der Erste aus dem Wittelsbacher Land, der die Liebe bei „Bauer sucht Frau“ sucht: 2017 nahm Christa aus dem nördlichen Landkreis teil. Milchbauer Klaus Jürgen vom Bodensee und sie wurden ein Paar. Nach Silvester war die Beziehung allerdings vorbei. In diesem Jahr nehmen auch aus dem Landkreis Augsburg zwei Landwirte teil (wir berichteten): Bernhard Kratzer aus Kühlental und sein Neffe Matthias Sturm aus Thierhaupten.

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