1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Bläserklang zum Ende des alten Jahres

Konzert

02.01.2016

Bläserklang zum Ende des alten Jahres

In allen Spielarten zu Hause

Bläserquintett Brass à noble spielt in der Aichacher Stadtpfarrkirche

Wuchtig hallte die Orgel in das Kirchenschiff der Aichacher Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach stimmte Alois Kammerl am Donnerstag das zahlreiche Publikum auf den Silvesterabend ein. In klassischer Bläserformation mit zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba wusste anschließend Brass à noble zu begeistern. Posaunist Michael Stocker hatte eine Sonate in B-Dur von Henry Purcell für Bläserquintett bearbeitet. Die meisten Zuhörer werden die Sonate so noch nicht gehört haben.

Johann Joseph Fux gehört weithin zu den Unbekannten. Man weiß wenig über den österreichischen Komponisten. Von ihm war die Suite in F-Dur zu hören, die von Marsch über Tanz bis hin zu Ruhe alles zu bieten hatte. Vielleicht konnte so das vielfach vergessene kompositorische Schaffen wieder in Erinnerung gerufen werden.

Der Organist und die Blechbläser konnten es sich leisten, Bach und Ralph Vaughn Williams nebeneinander zu stellen, daneben Volksweisen in neuem Gewand zu spielen. Geradezu zärtlich begann die Orgel Greensleeves zu intonieren, nachdem die Tuba (Christian Braun) und Posaunist Michael Stocker Maria in den Dornwald geschickt und das Horn (Andreas Binder) und die beiden Trompeten (Christian Dascher und Andreas Gudera) Maria in lichtem Jubel empfangen hatten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die fünf von Brass à noble fühlen sich eben in allen Spielarten zu Hause, wenn der strahlende Ton der beiden Trompeten abgelöst wird vom dunklen und warmen Klang von Horn und Posaune und die stets rhythmisch präsente Tuba sich gleichwertig ins harmonische Konzept einfügt. Zwischen den einzelnen Musikbeiträgen wusste Martin Ott einiges über die Zeit der Komponisten und die Geschichte zu erzählen.

Von dem in der Romantik berühmten Organisten Felix Alexandre Guilmant war vom Bläserquintett die Paraphrase über „Tochter Zion“ zu hören – gefolgt vom Orgelspiel mit dem „Carillon de Westminster“, von Louis Vierne nach dem Geläut von Big Ben komponiert. In der abgewandelten Form, gemahnte das Stück an den Stundenschlag einer Pendeluhr im bürgerlichen Wohnzimmer. Es steigerte sich von einem ruhigen, verschwommenen Beginn zu triumphaler Fülle. Bevor alle nach Hause strömten, wurde Beethovens „Ode an die Freude“ intoniert.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
VG%20Dasing%201.JPG
Jubiläum

Verwaltungsgemeinschaft Dasing wird 40

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen