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Hollenbach

14.07.2019

Hollenbacher Totenbretter gerettet

Der Heimatexperte Gerhard Grimm hat 2012 das Brauchtum der Totenbretter in Hollenbach wiederbelebt. Jetzt hat er die Totenbretter erneuert.
Bild: Walter Mika

Die Tradition lebt in Hollenbach wieder auf. Dafür sorgt Gerhard Grimm ein zweites Mal. Auch Johann Bammer engagiert sich

2012 ließ der Hollenbacher Heimatexperte Gerhard Grimm ein vergessenes Brauchtum aus dem 18. Jahrhundert wieder ein Stück weit aufleben. Er rekonstruierte drei arg in Mitleidenschaft gezogene Totenbretter und ließ sie restaurieren, um sie neben einer kleinen Marienkapelle hoch oben auf dem Hollenbacher „Kapellenfeld“ wieder aufzustellen.

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Die Tradition der Totenbretter wurde bis ins erste Drittel des 20. Jahrhunderts praktiziert.

Die drei Totenbretter wurden 2012 damals ebenso wie ein restauriertes und an seinen ursprünglichen Ort zurückgeführtes Feldkreuz in einer kleinen Feier durch Dekan Stefan Gast eingeweiht. Jetzt nach sieben Jahren war es an der Zeit, die aus Holz gefertigten Symbole zum Gedenken an Verstorbene erneut auf Vordermann zu bringen und Risse im Holz und witterungsbedingte Verschleißerscheinungen zu beseitigen.

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In liebevoller Handarbeit aufgefrischt

Gerhard Grimm nahm sich der Sache an, besserte und frischte die Totenbretter in liebevoller Hand- und Kleinarbeit auf, sodass sie sich jetzt wieder wie neu präsentieren. Für die Materialkosten kam die Gemeinde Hollenbach auf. Gedeckelt sind die Auslagen allerdings durch eine Spende der Raiffeisenbank Hollenbach in Höhe von 500 Euro.

Bürgermeister Xaver Ziegler nutzte die Gelegenheit bei der Scheckübergabe durch Raiba-Geschäftsstellenleiterin Martina Richter, um sich bei Gerhard Grimm und Johann Bammer mit einem kleinen Gutschein zu bedanken.

Bei Grimm für sein Engagement um die Totenbretter, bei Bammer für seine Verdienste um die langjährige Pflege der Kapelle an der Sedlmeir-Breiten. Bammer ist seit der Restaurierung der einstigen „Wirtskapelle“ vor etwa knapp 30 Jahren regelmäßig dort anzutreffen, um sie und das beachtliche Areal rundherum in Schuss zu halten.

Kleinod im Hollenbacher Süden

Wer etwas Stille sucht, Hektik und Stress hinter sich lassen möchte oder einfach nur die Natur genießen möchte, der ist an diesem Kleinod auf der Anhöhe im Hollenbacher Süden gut aufgehoben. Er kann in der jederzeit geöffneten Marienkapelle oder auf dem Ban-kerl davor Platz nehmen. Wenige Meter entfernt davon tut sich zudem ein herrlicher Blick über Hollenbach und das Krebsbachtal auf.

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