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Rehling-Au

18.07.2017

Seifenkistenrennen: Im rasenden Haifisch den Auer Berg hinunter

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6 Bilder
Vater und Sohn Reiß waren das einzige Duo im Wettbewerb. Der Junior saß am Lenkrad, der Papa am Bremshebel.
Bild: Josef Abt

Beim Seifenkistenrennen in Rehling-Au dominierte die Jugend. Schaulustige feuerten Teilnehmer lautstark an. Darunter war auch ein „rasender Haifisch“.

Kreative Gefährte waren am Samstag beim Seifenkistenrennen am Auer Berg in der Gemeinde Rehling zu bestaunen. In mühevoller Arbeit hatten die Teilnehmer ihre fahrbaren Untersätze daheim zusammengeschraubt – oft mit Hilfe von Papa oder Opa. So manches ausrangierte Teil wurde dafür wieder zum Leben erweckt, seien es alte Schubkarrenreifen, Sitze aus alten landwirtschaftlichen Maschinen oder Seilzüge und Spezialbremsen. Manches Gefährt bekam außerdem eine originelle Lackierung verpasst. So zum Beispiel ein roter Flitzer mit Haifisch-Maul. Die einzige Bedingung war, dass die Gefährte vier Räder und eine funktionierende Bremse haben mussten.

Etwa 200 Schaulustige verfolgten das Spektakel und feuerten die Fahrer lautstark an. Die Zuschauer hatten ebenso ihren Spaß wie die 16 Teilnehmer. Sie wetteiferten in zwei Durchgängen in zwei Altersklassen um die beste Zeit.

Titelverteidiger in Seniorenklasse fehlte

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In der Seniorenklasse traten drei Teilnehmer an, wobei der Titelverteidiger Michael Sturm fehlte. Dennoch ging der Sieg erneut an einen Einheimischen: Herbert Becker aus Au. Er nahm erstmals an dem Gaudirennen teil und fuhr prompt den Sieg ein. Damit machte sich die Bastelei an seinem Gefährt bezahlt, die fast ein halbes Jahr gedauert hatte. Becker nahm den Wanderpokal von Rennleiter David Baur und Carolin Sturm in Empfang. Robert Forster und Markus Meyr, beide ebenfalls aus Au, wurden zeitgleich Zweite (siehe Infokasten).

Den Titel der unter 18-Jährigen mit 13 Startern sicherte sich David Happacher aus Oberach. Er freute sich riesig über den Pokal. Sogleich versprach er, ihn im nächsten Jahr mit allen Mitteln zu verteidigen. Mit nur drei Sekunden Rückstand fuhr Yannik Stöckl aus Allmering über die Ziellinie. Er ging mit einem besonderen Gefährt, einer Stahlrohrkonstruktion, an den Start. Dritter wurde Benedikt Bachmeir aus Oberach, der Titelverteidiger des vergangenen Jahres.

Erstmals gab‘s einen Pokal für das kreativste Gefährt

Erstmals gab es einen Pokal für das kreativste Gefährt. Ihn sicherte sich mit Konstantin Berger einer der jüngsten Teilnehmer. Er hatte seinen Wagen mit seinem Opa konstruiert. Unter anderem wies das Gefährt Raffinessen wie Seilzüge oder ein selbst gebasteltes hölzernes Lenkrad auf.

Als einziges Duo sausten in einem Wagen Papa und Sohn den Berg hinunter. Auch ein alter, tiefer gelegter Go-Kart mit Scheibenbremsen war unter den Fahrzeugen. Ebenso ein roter Kinder-Go-Kart, der von zwei Fahrern benutzt wurde und bald an seine Belastungsgrenze kam.

Auf der Strecke bergab gab es für die Teilnehmer eine Zwischenstationen, an der sie ihr Gefährt verlassen und mit einem Spezialhammer einen Nagel in einen Holzpflock einschlagen mussten.

Die Katholische Landjugend Rehling sorgte mit vielen Freiwilligen für den reibungslosen Ablauf des Rennens und die Verköstigung der Zuschauer. Die Veranstalter freuten sich über die rege Teilnahme und darüber, dass alle Fahrer unfallfrei ins Ziel kamen. Dafür hatten sie die Leitplanken und Schilderpfosten entlang der Rennstrecke mit einem Aufprallschutz in Form von unzähligen Strohbüscheln abgesichert. Viele Besucher warteten nach dem Rennen bei der Feldscheune der Familie Jakob auf die Auswertung.

Die Platzierungen

Seniorenklasse: 1. Herbert Becker, Au, 1:45 Minuten 2. Robert Forster, Au, 1:53 Minuten, Markus Meyr, Au, 1:53 Minuten

Unter 18-Jährige: 1. David Happacher, Oberach, 1:32 2. Yannick Stöckl, Allmering, 1:35 3. Benedikt Bachmeir, Oberach, 1:42 4. Timo Stolz und Johannes Lindermeir, zeitgleich 1:44 6. Noah Jakob, 1:59 7. Noah Stieglmeier, 2:00 8. Musti und Adrian Reiß 9. Marc Hohenbichler 10. Christoph Jakob 11. Jan Heindl 12. Konstantin Berger zeitgleich mit Paul Meyr.

Kreativstes Gefährt: Konstantin Berger

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