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15.05.2015

Alte Lehmgrube darf verfüllt werden

Der Biberbacher Rat stellt dennoch strenge Bedingungen

Dem Bauantrag zur Verfüllung einer ehemaligen Lehmgrube zwischen Markt und Langenreichen mit insgesamt 80000 Kubikmeter Aushubmaterial gab der Gemeinderat mit einer Gegenstimme grünes Licht.

Das Areal wäre nach dem Ende des Lehmabbaus für die landwirtschaftliche Nutzung erst wieder geeignet, wenn ausreichend Erdreich eingebracht werde, so die Begründung des Landwirts. Die Anfahrt von rund 55000 Kubikmetern Füllmaterial über Markt hatte bei den Anwohnern zu großer Verärgerung geführt. Die schweren Lastkraftwagen hätten neben der Lärmbelästigung auch zu Straßenschäden und sogar zu Rissen in Häusern geführt.

Bürger dürften nicht unter den Transportfahrten leiden

Weder die Bürger in Markt noch in Langenreichen dürften unter weiteren Transportfahrten leiden, und der Nachbar müsse vor einer Vernässung seiner Felder geschützt werden, forderte der Gemeinderat.

Diese Bedingungen seien erfüllt, und somit könne man zustimmen, sagte Alois Pfaffenzeller (FW). Der Markt Meitingen und die Firma Creaton habe der Nutzung von Feldwegen zugestimmt, die eine Anlieferung ohne Ortsdurchfahrten erlaubt. Entsprechende Verträge lägen vor. Der Fuhrunternehmer habe sich verpflichtet, nur diese Wege zu befahren, und durch die Anlage einer Drainage würde der Nachbar geschützt und sei nun ebenfalls einverstanden.

Ursprüngliche Genehmigung zur Verfüllung weit überschritten

Zweifel an der Zuverlässigkeit der Zusagen des Landwirts würden bleiben, so Thomas Fischer (FW). Die ursprüngliche Genehmigung zur Verfüllung mit bis zu 33000 Kubikmetern Aushub habe der Landwirt weit überschritten, und nun werde eine nachträgliche Genehmigung mit noch höherem Kontingent erteilt. Schwere Bedenken meldete Martin Wörle (BTL) an und verweigerte seine Zustimmung.

Eine Ablehnung seitens der Gemeinde würde die Zustimmung des Landratsamtes zum Vorhaben nicht aufhalten, relativierte Bürgermeister Wolfgang Jarasch die Einwände. Es handle sich um ein landwirtschaftlich privilegiertes Vorhaben im Außenbereich. (sdk)

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