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Fischach

30.10.2019

Aretsried will so schön werden wie Reitenbuch

Die Dorferneuerung im Fischacher Ortsteil Reitenbuch kann sich sehen lassen. Ähnliches schwebt Bürgermeister Peter Ziegelmeier auch für Aretsried vor. Nun sucht er das Gespräch mit dem zuständigen Amt für Ländliche Entwicklung.
Bild: Rupprecht

Die Einwohner reagieren auf Bürgermeister Peter Ziegelmeiers Pläne noch verhalten. Stattdessen werden eine Tempo-30-Zone und ein Kindergartenbus gefordert.

Die Dorferneuerung in Reitenbuch darf als Erfolg gewertet werden. Daran erinnerte Bürgermeister Peter Ziegelmeier bei der Bürgerversammlung für den Fischacher Ortsteil Aretsried im voll besetzten Gasthof Birling. Gleichzeitig fragte er die Besucher, ob das auch etwas für ihr Dorf wäre. Prinzipiell ja, lautete die Antwort. Doch große spontane Zustimmung oder Begeisterung löste die Frage nicht aus.

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Die Hauptziele der Dorferneuerung in Reitenbuch waren unter anderem die Schaffung eines Gemeinschaftshauses, die Gestaltung des Dorfplatzes sowie der Neuausbau von Straßen samt Versorgungsleitungen. Ähnliches könne er sich auch für Aretsried vorstellen, bekräftigte der Fischacher Rathauschef. Er schickte aber auch voraus, dass dafür aktuell keine Fördermittel fließen würden. Bis die Dorferneuerung allerdings ins Laufen komme, seien Zuschüsse wieder denkbar.

Die Bereitschaft der Bürger muss vorhanden sein

Ziegelmeier machte aufmerksam, dass eine Dorferneuerung nicht der Bürgermeister oder der Marktgemeinderat initiiere: „Es muss dafür die Bereitschaft der Bürger vorhanden sein.“ Zudem müsse aus der Bürgerschaft eine sogenannte Teilnehmergesellschaft gegründet werden. „Das heißt: Ihr müsst selbst etwas tun und beisteuern“, sagte er.

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Die Folge: Vereinzelte Zustimmungen aus der Versammlung. Eine Dorferneuerung wäre nicht schlecht, meinte ein Zuhörer. Ein anderer: „Schön ist Aretsried ja gerade nicht.“ Ein Dritter verwies vor Ort auf die schlechten Straßenverhältnisse. Nach Euphorie oder Tatendrang hörte sich das jedoch nicht an. Der Bürgermeister versprach schließlich, über das Thema mit Bernhard Atzkern vom zuständigen Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Krumbach ein Gespräch zu führen und das Ergebnis den Bürgern mitzuteilen.

Ein neues Fahrzeug für die Aretsrieder Feuerwehr

In seinem Jahresbericht ging Ziegelmeier vor allem auf den Haushalt der Marktgemeinde ein, auf die erheblich niedrigere Steuerkraft und die geringeren Gewerbesteuereinnahmen. Themen waren auch die notwendige Schaffung von Wohnraum und der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Auf Aretsried bezogen nannte er im Zusammenhang mit der Errichtung des Hochregallagers der Molkerei Müller den Bau eines leistungsfähigen Entwässerungskanals. Um weiterhin die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, werde für die Aretsrieder Feuerwehr ein neues Fahrzeug beschafft.

Neues hatte Ziegelmeier auch in Bezug des Hauptorts Fischach zu berichten. Wenn alles nach Plan laufe, beginnt der Baubeginn für die neue Ortsmitte im September 2020, informierte er. Erklärtes Ziel sei auch, ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) einzurichten. Um dies zu verwirklichen verhandele er derzeit mit sieben Ärzten, äußerte Ziegelmeier.

Alle Anträge werden dem Gemeinderat vorgelegt

Sehr rege verlief die anschließende Diskussionsrunde, nicht zuletzt wegen des geplanten Entwässerungskanals. Zudem wies der Ziegelmeier auf vier Anträge einer Bürgerin hin. Sie wünschte sich, die Schaukeln auf den Spielplätzen auch im Winter hängen zu lassen. Hier gibt es jedoch haftungsrechtliche Probleme. Weiter wurde unter anderem auf der Pankratiusstraße eine Tempo-30-Zone gefordert oder alternativ die Aufstellung von „Vorsicht-Kinder“-Schildern. Ziegelmeier favorisierte die Schilder, die Marktgemeinde über die Aufstellung alleine entscheiden könne. Eine breite Debatte entflammte über den Antrag zur Einrichtung eines speziellen Kindergartenbusses, der den Transport von Kindern zu den Betreuungseinrichtungen ermöglichen soll. Ziegelmeier sicherte zu, alle Anträge zur Entscheidung dem Gemeinderat vorzulegen.

Aus der Versammlung kam abschließend noch der Wunsch zur Einführung einer Notfalldose. Der Plastikbehälter soll für Ersthelfer und Rettungsdienst Informationen des Besitzers enthalten.

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31.10.2019

Ich könnte mir auch eine Dorferneurung in Aretsried vorstellen. schon im intresse der Bürger und der Firma Müller. Was mir besonders gut gefählt in Artsried das sie noch eine Dorfwirtschaft haben wo jeden Donnerstag und Sonntag die Wirtin Gertrud Birling sich Zeit nimt für ihre Gaste. Ich meine Reitenbuch ist einer der schönsten Dörfer in der Gemeinde Fischach und das ist auch ein Verdienst des Bürgermeisters Peter Ziegelmeier so wie seinem Gemeinderat,aber auch der Reitenbucher- Bürger die sich auch finanziell einbringen mussten. Ein großer Verdienst gebürt auch dem Amt für Ländliche -Entwicklung in Krumbach so wie Herrn Bernhard Atzkern.. Das wir in Reitebuch jetzt auch noch eine restaurierte Kirche bekommenhaben verdanken wir auch dem Amt für Ländliche- Entwicklung. Das Ortsbild von Artesried hat sich wessentlich verändert durch die Firma Müller, Früher war die Kirche von Artsried das Wahrzeihen des Dorfes,heute ist es das Hochregal der Firma Müller. Ich meine man kann auch eine große Firma in eine Dorferneurung mit einschließen,.und da sollte sich die Firma Müller überlegen wie sie sich einbringen könnte. Das Dorf Aretsried ist auch ein Aushängeschild der Firma Müller ,wo auch im Friedhof die Gründer der Firma begraben sind . Das Wahrzeichen von Reitenbuch ist nicht unsere Kirche sondern das Josefsheim ,das sich bei der Dorferneuerung auch finanziell sich einbrachte. Eine Dorferneuerung in Aretsried bringt auch für die Bürger einige Vorteile,wie zum Beispiel einen Zuschuss wenn sie Ihre Häuser und Gärten im Sinne der Ländlichen Entwicklung neu gestallten möchten. Eine Dorferneuerung ist ein Gewinn für das Dorf und die Aretsrieder -Bürger wären gut beraten den Vorschlag vom Bürgermeister Peter Ziegelmeier an zunehmen

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