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Frühling

27.04.2018

Batzenhofen hat wieder ein Storchenpaar

Erstmals brütet ein Storchenpaar auf dem Horst auf dem Silo der alten Batzenhofer Mühle.
Bild: Franz Xaver Köhler

Die Vögel brüten offenbar auf dem Horst bei der alten Mühle. Ein Gebäude mit langer Geschichte

Batzenhofen ist wieder ein Storchendorf: Auf dem vor sechs Jahren errichteten Storchenhorst haben sich nun zwei dieser Zugvögel niedergelassen. Die Mühle ist neben der Kirche eines der ältesten Gebäude im Gersthofer Stadtteil Batzenhofen und dürfte mit ihren über 700 Jahren wohl der älteste ununterbrochen existierende Gewerbebetrieb Batzenhofens sein.

Schon seit mehreren Generationen im Besitz der Familie Schaflitzel, hat die Mühle noch heute eine Sägemühle, die Lohnschnittarbeiten durchführt, aber auch Holzhandel mit Brettern, Balken und Latten betreibt. Der Mahlbetrieb wurde 1970 eingestellt, doch das 1948 erbaute Getreidesilo für 250 Tonnen mit dem überlebensgroßen Bild des heiligen Christophorus an der Nordseite ist noch immer in Betrieb.

Gut sechs Jahre ist es mittlerweile her, dass Dorfschmied Robert Sailer beauftragt wurde, auf dem Dach dieses Silos den Unterbau für ein Storchennest zu errichten, erinnert sich Franz Xaver Köhler. Um die verzinkte Stahlkonstruktion an Ort und Stelle zu hieven, war schweres Gerät erforderlich.

Zunächst wurde das Nest von den durchziehenden Störchen weitgehend ignoriert, obwohl die Umgebung der direkt an der Schmutter gelegenen Mühle feuchte, wasserreiche Wiesengründe mit genügend Insekten, Fröschen und Mäusen bieten würde.

Im Jahr 2017 ließen sich Köhler zufolge bereits einige Tage lang Störche auf dem Nest nieder, doch die Freude darüber war zu früh: Es kam nicht zur Brut, das Nest blieb leer, die Enttäuschung war groß. Und als sich dann in den letzten Tagen der ersten Aprilwoche 2018 erneut die weißen Gesellen im Nest zeigten, und bald darauf erste Fotos gelangen, bat der Mühlenbesitzer verständlicherweise, nicht über ungelegte Eier zu berichten, was man in diesem Fall ruhig wörtlich nehmen kann.

Das Nest wurde also weiter beobachtet. Da beim Weißstorch beide Eltern brüten, das Nest aber auch in der zweiten Aprilwoche immer einmal wieder verlassen war, musste weiterhin davon ausgegangen werden, dass noch keine Eier im Gelege waren. Am Ende der dritten Aprilwoche schien es dann, als hätte das Brutgeschäft begonnen. Doch da das Nest wegen seiner hohen Lage nicht eingesehen werden konnte, war noch immer keine wirklich sichere Aussage möglich. Anfang der vierten Aprilwoche gestattete Pater Siegfried Hutt auf Anfrage sofort, den in Mühlennähe gelegenen, 35 Meter hohen Turm der Kirche St. Martin als Beobachtungsposten zu beziehen.

Doch selbst der einstündige Aufenthalt im Bereich der zugigen Turmkuppel brachte kein eindeutiges Ergebnis: Als sich der offensichtlich brütende Storch kurz erhob und eine Aufnahme durch das Teleobjektiv gelang, ist auf dem Foto zwar etwas zu erkennen, bei dem es sich um Storcheneier handeln könnte, da durch ein Gitter fotografiert werden musste aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit. Das Nest wurde allerdings während der ganzen Beobachtungszeit nie verlassen und von der kurzen Fotogelegenheit abgesehen hat sich der Storch kein zweites Mal erhoben. „Das sollte als Indiz für die Brut ausreichend sein“, so Köhler weiter.

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