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Gemeinderat Altenmünster

14.02.2015

Das ist gewünscht: Klein, aber fein

In Eppishofen entstehen 17 Bauplätze. Der Graben am Münsterbach wird renaturiert

Die Gemeinde schafft neue Bauplätze: Insgesamt 17 sollen „Am Stuhlenberg II“ im Ortsteil Eppishofen entstehen. Bürgermeister Bernhard Walter sprach sich für kleinere Grundstücke aus. Nach diesen bestehe heute mehr Nachfrage. Dies komme den Wünschen und den finanziellen Möglichkeiten von Bauinteressenten entgegen. „Es gibt immer mehr Leute, die sagen, ich baue nicht fürs Rasenmähen“, beschrieb Walter seine Erfahrung.

Planer Georg Hienle vom beauftragten Architekturbüro Weldishofer & Hienle aus Welden stellte den Gemeinderäten zwei Varianten einer möglichen Bebauung des Areals vor. Die erste beinhaltete in einem Gebiet von 1,7 Hektar Grundstücke mit einer Größe zwischen 600 und 1100 Quadratmetern. Variante zwei fußte in einem Geltungsbereich von 1,55 Hektar auf kleineren Grundstücken mit einer Größe von 500 bis 650 Quadratmetern. Ausführlich diskutierte der Rat sowohl die Grundstücksgröße als auch Einzelheiten der Satzung.

Der Meinung von Bürgermeister Walter schloss sich der Rat schließlich mehrheitlich an, änderte jedoch Variante zwei noch einmal ab. Ein Grundstück auf der Westseite wurde herausgenommen, um die Baugrundstücke geringfügig zu vergrößern – jetzt stehen insgesamt 17 Bauplätze zur Verfügung. Diese sind im Wesentlichen zwischen 500 bis zu 700 Quadratmeter groß, im Norden des künftigen Baugebiets bis zu 1000 Quadratmeter. Je nach Lage des Grundstücks ist eine Bebauung mit Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern vorgesehen. Auf den großen Grundstücken im Norden dürfen pro Haus bis zu vier Wohnungen entstehen. Die Erschließung von Stuhlenberg II erfolgt im Anschluss an Stuhlenberg I. Jetzt wird die öffentliche Auslegung vorbereitet, so Kämmerer Heinz Weindl auf Rückfrage.

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Ein kleiner Graben entlang des Münsterbachs östlich von Baiershofen, der in Besitz der Gemeinde Altenmünster ist, soll renaturiert werden. Der Graben ist eigentlich nur ein kleines Rinnsal, beschrieb die mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitektin Barbara Mayr vom Büro Mayr & Robbe aus Gablingen. Er entspringt am Ortsrand von Baiershofen, ist in den ersten hundert Metern verrohrt und verläuft dann parallel zur Staatsstraße, um im Münsterbach zu münden. Ein Großteil der Strecke soll renaturiert werden, was dem Altenmünsterer Ökokonto zugutekommt. Die Renaturierung gilt als Ausgleichsfläche für das Baugebiet Brunnwiesfeld III, erklärte Barbara Mayr auf Rückfrage. Danach blieben immer noch 4900 Quadratmeter fürs gemeindliche Ökokonto übrig.

Das Gewässer soll eine geschlängelte Linienführung und unterschiedliche Querschnitte erhalten, damit es wieder eine Eigendynamik entwickeln kann. Durch leichte Überhöhungen quer zur Fließrichtung soll ein gedrosselter Abfluss des Regenwassers erreicht werden. „Wir versuchen schon lange, den Weg der Rückhaltung in der Fläche zu gehen“, beschrieb Bürgermeister Bernhard Walter das Vorgehen der Gemeinde. Sie schaffe keine Dammbauwerke, sondern Bereiche, in denen die Natur das Vorrecht habe. Das Projekt geht jetzt ans Landratsamt zur Genehmigung.

Ob das bestehende Nahwärmenetz in Altenmünster in Richtung Süden zum Ortsrand hin erweitert werden kann, steht noch nicht fest. Nach einer Informationsveranstaltung für die Bürger werden diese jetzt angeschrieben, um zu eruieren, ob dann, nachdem die voraussichtlichen Investitionen feststehen, noch Interesse besteht. Derzeit sind 35 Anschlüsse an die Nahwärmeversorgung vorhanden, es gibt weitere 21 Interessenten. Die Erweiterung sei wirtschaftlich nur tragbar, wenn sich alle Interessenten darauf einließen, betonte Bürgermeister Walter. Mit diesen müsste dann ein Vorvertrag abgeschlossen werden. (pks)

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