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Kinderbetreuung

19.04.2018

Die Bonstetter Kita soll größer werden

Der Gemeinderat spricht sich für eine großzügige Erweiterung aus

Wenn es um die Interessen der kleinen Mitbürger geht, scheint den Bonstetter Gemeinderäten das Größte und Beste gerade gut genug zu sein. Einstimmig brachte das Gremium der Bürgervertretung bei seiner jüngsten Sitzung das Projekt einer Kindergarten-Erweiterung mächtig in Fahrt.

Die Sitzung beschäftigte sich hauptsächlich mit den Anliegen des Nachwuchses. „Das Thema verfolgt uns ja schon seit Jahresbeginn“, gab Bürgermeister Anton Gleich zu verstehen und wies auf die bisherigen Beratungen des Themas hin. Während beim vergangenen Mal die Ausbaumöglichkeiten im vorderen Bereich des bestehenden Hauses erörtert wurden, war nun die Westseite der Anlage an der Reihe. Das dortige 3600 Quadratmeter große Gelände neben dem Gebäude könnte von der Gemeinde übernommen und für eine ausgedehnte Betreuungs- und Spielsektion des vergrößerten Kindergartens genutzt werden.

Die vom Architekten Alfred Poppe vorgestellte „große West-Lösung“ stieß neben dem Bürgermeister auch bei vielen Räten auf Sympathien. Gleich: „So etwas würde zu uns passen.“ Diese Ausbauvariante umfasst eine Bruttogeschossfläche von 250 Quadratmetern, bei der die Wandstärken enthalten sind. Kostenpunkt: etwa 700000 Euro, wobei zuschussfähig nur der Hauptnutzungsraum ausfällt und nicht etwa Gangbereiche. Dabei könnten nicht nur Gruppenräume für Kleinstkinder, sondern auch Aufenthaltsbereiche für altersgemischte Gruppen entstehen.

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Mehrere Redebeiträge machten deutlich, wie sehr ihnen die gute Unterbringung und Aufmerksamkeit der Betreuer am Herzen liegt. So brachte Hermann Wengenmair die Tatsache in die Diskussion ein, dass in den Kindergärten heute auch verstärkt die Mahlzeiten eingenommen würden. Petra Zinnert-Fassl regte an, „auch eine künftige Mitnutzung für Schulkinder als Hort im Hinterkopf zu behalten“.

Mit dem Planer war man sich einig, dass mit dem Projekt eine „größtmögliche Variabilität“ (Poppe) gegeben sei und auf neue Herausforderungen ausgerichtet sei: „Sie haben da viele Auswahlmöglichkeiten.“ Gesichert ist schon heute, dass „die Kita voll ist“, wie der Bürgermeister anfangs festgestellt hatte. Mehrere Redner äußerten, dass – wenn die Kinderlein künftig doch nicht so reichlich kommen werden – sich die anwesenden Kleinen über mehr Platz freuen dürften. Gleich: „Wir wollen gar nicht jeden Raum so richtig voll haben.“ Die „großzügigere Ausführung“, wofür bei einer vorangegangen Sitzung ein Experte vom Landratsamt geraten hatte, war auch im Sinne von Ursula Puschak.

Weniger erbaulich empfanden die Ratsmitglieder bei der anschließenden Beschäftigung mit dem Kindergartenhaushalt 2018 die stolze Summe von rund 40000 Euro. Sie kommt auf die Kommune wegen der notwendigen Defizit-Tilgung der kirchlich getragenen Einrichtung zu. Tiefes Durchatmen auch, als der Sitzungsleiter das bunte Bild einer Sitzbank präsentierte, die im Rahmen des staatlich geförderten Gemeindeentwicklungskonzepts ILE die Außendarstellung des Holzwinkels fördern soll.

Der Preis für die Einzelanfertigung der preisgekrönten Sitzgelegenheit aus Lärchenholz: 900 Euro. Der Bürgermeister hatte alle Mühe, die Frotzeleien im Saal angesichts der optischen Ausgestaltung im Zaum zu halten.

Ein abruptes Ende fand dann auch die von Leo Kränzle angestoßene Debatte um den Ausbau der Peterhofstraße zwischen Heretsried und Holzhausen. Wie berichtet, hatten sich nach Petitionen der Gegner mehrere Holzwinkelgemeinden zu einem befürwortenden Vorstoß entschlossen, darunter neben Heretsried, Welden und Emersacker auch Bonstetten. „Ich habe mich dazu als Privatmann und nicht als Bürgermeister geäußert“, betonte Gleich.

Man müsse sich entscheiden, auszubauen wie vom Staat gefordert und vor allem gefördert oder die Sache dann auf eigene Kosten durchzuziehen. „Aber das Thema gehört nicht hierher.“

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