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Heuschnupfen

17.04.2015

Die Rückkehr der Triefnasen

Mit dem schönen Wetter beginnt auch wieder der Pollenflug, der Allergiker zum Niesen und Weinen bringt.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Und jährlich grüßt die Allergie. Die Schattenseite der schönen Tage bekommen viele zu spüren, denn die Pollen fliegen wieder

Die Sonne lacht zaghaft, Vögel zwitschern und – Hatschi. Pünktlich zum Frühlingsbeginn, mit den ersten blühenden Bäumen, ist sie eröffnet: die Heuschnupfen-Saison. Betroffene erkennt man an geröteten Augen, dem ständigen Griff zum rettenden Taschentuch und Juckreiz, vor allem in der Nase.

Heuschnupfen ist die häufigste allergische Erkrankung, laut Apothekenumschau leiden pro Jahr 20 Prozent der Erwachsenen daran. Ihr Körper reagiert überempfindlich auf Pollenkörner, die der Vermehrung von Pflanzen dienen. „Der Trend der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Menschen an Allergien und somit auch an Heuschnupfen erkranken“, sagt ein Gersthofer Apotheker.

Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes fliegen im Moment vor allem Baum-Pollen, wie Birke und Esche. „Die letzten Tage war es warm, dann ist es besonders schlimm. Betroffene kämpfen gerade am Morgen mit ihrem Schnupfen, da sich die Pollen über Nacht ansammeln“, erklärt der Gersthofer weiter.

Die erste Anlaufstation ist dann meist die Apotheke. Dort gibt es allerlei Nasensprays und Augentropfen zur lokalen Anwendung, die Linderung versprechen. Eine weitere Möglichkeit sind alternative Heilmethoden, wie pflanzliche und homöopathische Mittel. „Diese Ansätze können funktionieren, müssen aber zum Patienten passen“, so ist die Apothekermeinung. Eine weitere alternative Möglichkeit bietet Gudrun Wieloch in ihrer „Salzgrotte Gersthofen“. Die Pollen-Geplagten sind hier aber noch nicht wirklich angekommen: „Wir haben viele Kunden mit Allergien und Erkältungen – mit Heuschnupfen kommen die Leute aber eher nicht zu uns“, resümiert die Inhaberin. Die verlässlichste Methode bei Allergien ist und bleibt: Den betreffenden Störenfried meiden – soweit das möglich ist.

Doch wie kommt es überhaupt so weit? Bei der Pollenallergie versucht der Körper, die harmlosen Pflanzen-Partikel abzuwehren. Das läuft ähnlich wie bei einer bakteriellen oder viralen Erkältung. Deswegen fühlt sich der Heuschnupfen wie eine Erkältung an, die wir vor allem aus den kalten Wintermonaten kennen. „Eine Allergie kann schnell entstehen, irgendwann sagt das Immunsystem: Mir reicht’s“, erklärt der Apotheker. Beim Einzelnen dauert der „Pollen-Katarrh“ circa 4 Wochen.

Dieser Tage erleben wir den ersten Schub der Heuschnupfen-Welle. Den zweifelhaften Höhepunkt bilden die Gräserpollen, die Ende Mai bis Anfang Juni ihre Hochzeit erleben. Verlässliche Linderung verschafft das Wetter: „Wenn es kühler wird, entspannt sich die Lage für Allergiker“, beruhigt der erfahrene Apotheker. In diesem Sinne: Gesundheit. (ardt)

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