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Kutzenhausen

29.01.2020

Ein neues Domizil für Kinder und Vereine in Kutzenhausen

Das ehemalige Gebäude der Raiffeisenbank in Kutzenhausen soll künftig zum neuen Domizil für Ortsvereine werden. Der rechte Teil des Hauses wurde im Rahmen der Feuerwehrhausplanung bereits abgerissen. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Die Gemeinde benötigt Räume für Kinderbetreuung und Vereine. Nun gibt es Planungen, mit denen Kutzenhausen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. 

Der Gemeinderat beabsichtigt, die Erweiterung des Kindergartens St. Nikolaus mit zwei Gruppen in die Räumlichkeiten der Mehrzweckhalle zu legen. Den bisher darin untergebrachten Vereinen sollen zunächst Interimslösungen angeboten werden.

Angedacht ist, sie künftig im ehemaligen Gebäude der Raiffeisenbank an der Bahnhofstraße anzusiedeln. Letzteres solle rasch durchgeführt werden, forderte nun Gemeinderat Bernhard Strehle bei der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Für die angestrebte Nutzung im früheren Raiffeisengebäude wurden mit den Vereinen bereits mehrere Besichtigungstermine unternommen. „Uns ist es wichtig, den Vereinen adäquate Räume für ihre Zwecke anbieten zu können“, machte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann in einem Schreiben aufmerksam. Adressaten waren unter anderem die örtliche Feuerwehr, der Veteranen- und Soldatenkameradschaftsverein, die Mutter-Kind-Gruppe, die Wasserwacht sowie der Heimatverein und die Oldtimerfreunde.

Ein neues Domizil für Kinder und Vereine in Kutzenhausen

Zu diesem Zweck führte Strehle mit den Vereinen bereits mehrere Vorgespräche. Darin wurde auch erörtert, wie die Räumlichkeiten im neuen Domizil dem Bedarf der Vereine entsprechend umgestaltet werden können.

Ein Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung entwickeln

Hintergrund dieser Neuorientierung ist die Raumnot im Kinderbetreuungsbereich. „In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns seit längerer Zeit mit der Schaffung und Bereitstellung von Räumlichkeiten“, teilt die Bürgermeisterin mit. Nachdem ein Neubau zur jetzigen Zeit nicht realisierbar ist, müsse eine Alternative gefunden werden. Dabei sei es der Gemeinde wichtig, ein Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung zu entwickeln, bei dem alle Aspekte berücksichtigt werden können, versicherte Kugelmann.

Zwischenzeitlich signalisierte das Landratsamt, dass die bisherigen Vereinsräume in der Gemeindehalle für die Nutzung zur Kinderbetreuung geeignet seien. „Die Gemeinde hätte so die Möglichkeit, dafür schnell und ausreichend Platz anzubieten, resümierte die Bürgermeisterin. Um die Anforderungen für die Kinderbetreuung zu erfüllen, müssen allerdings einige Umbauten vorgenommen werden. Klärende Gespräche dazu würden laufen, so die Rathauschefin.

Vereine können sich einen Umzug vorstellen

Bei diesen Planungen würde die Kommune zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Nachdem auf dem ehemaligen Raiffeisenareal das Feuerwehrgerätehaus und der Bauhof realisiert werden, sehen wir hier ein gutes Entwicklungspotenzial für die Bündelung von Vereins- und Gemeindeinteressen an einem Standort“, bilanzierte Kugelmann. Dabei sei es der Gemeinde wichtig, den Beginn der Arbeiten zu bündeln und die Einrichtungen gleichermaßen voranzutreiben. Wie Strehle in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, können sich die Vereine einen Umzug in das ehemalige Raiffeisengebäude vorstellen.

Er appellierte deshalb an seine Gemeinderatskollegen, diese Lösungen rasch umzusetzen. Sitzungsleiter Rupert Kugelbrey verwies dabei auf die bereits dahin abzielenden und bestehenden Gemeinderatsbeschlüsse. Aus dem Gremium kam jedoch der Hinweis, dass die Gemeinde dies erst auch alles stemmen müsse. Viele Gebäudedetails seien noch zu klären, unter anderem auch die Einrichtung eines neuen Heizsystems, hieß es.

Bis zur Nutzungsänderung des früheren Raiffeisengebäudes sollen den Vereinen übrigens Interimslösungen wie das Kulturcafé oder der Sitzungssaal der Gemeinde angeboten werden. Der Forstbetriebsgemeinschaft Augsburg-West, die im Erdgeschoss residiert, soll die Kündigung des Mietvertrags angekündigt werden.

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