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Holzen

21.06.2019

Ein neues Haus für den Holzener Bienenhonig

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2 Bilder
Regelmäßig werkeln die Schüler der Praxisklasse der Meitinger Mittelschule am neuen Bienenhaus.
Bild: Steffi Brand

Bei einem Gemeinschaftsprojekt des Imkereivereins Ehingens, des Dominikus-Ringeisen-Werks und der Praxisklassen der Meitinger Mittelschule wird das Bienenhaus bei Holzen auf Vordermann gebracht.

An der Klostermauer von Kloster Holzen wird gewerkelt. Der Plan: Das Bienenhaus, das sich eben dort befindet, wo einst bereits die Klosterschwestern Bienenvölker betreut und Honig geschleudert haben, soll wieder in Betrieb genommen werden – als Schaubienenhaus mit neun Bienenvölkern, einer Honigschleuder im Turm und reichlich Informationen rund um die Biene und das Imkern.

Der Plan stand unter einem ambitionierten Zeitplan, denn das neue Bienenhaus sollte bereits bis zum Johannimarkt „vorzeigbar“ und „bewohnt“ sein. Schüler der Praxisklasse der Meitinger Mittelschule werkelten daher bis zu den Pfingstferien jede Woche daran, um das Bienenhaus wieder herzurichten. Regelmäßig gab es Unterstützung von den Mitgliedern des Imkervereins und von den Menschen mit Behinderung, die im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) tätig sind. Das Dach wurde bereits erneuert. Eine Trennwand mit Glas wurde eingezogen, um das Bienenhaus in zwei Teile zu teilen.

Hinter der Glaswand sollen die Bienen leben und Honig produzieren. Vor der Glaswand sollen sich Interessierte mithilfe von Schautafeln über die Biene, ihre Arbeit und die Imkerei informieren können. Im angrenzenden Turm, in dem gerade neue Farbe an die Wände kommt, wird es eine Honigschleuder geben, mit der der Honig gewonnen wird, um anschließend in der DRW-Werkstatt abgefüllt zu werden.

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Initiiert wurde das Projekt vom Imkereiverein Ehingen, dessen Mitglieder auf der Suche nach einer Möglichkeit waren, das Imkern und den Verein selbst so zu positionieren, dass er Interessierten einen Mehrwert bieten kann. Im Gespräch mit dem DRW wurde schnell klar, dass das Schaubienenhaus eine gute Ergänzung für die Angebote ist, die ohnehin schon rund um Kloster Holzen verfügbar sind, wie etwa die Lauschtour, der Waldlehrpfad und der Kräutergarten. Da der Imker, dessen Völker bis dato im Bienenhaus schwirrten, außerdem nach einem anderen Standort Ausschau hielt, war die Sache schnell entschieden.

Neun bis zehn Bienenvölker sollten ins neue Bienenhaus einziehen, plant Sebastian Girstenbrei, der Vorstand des Ehinger Imkervereins. Würde jedes Volk zwischen 20 und 30 Kilogramm Honig im Jahr produzieren, könnte nicht nur der Bedarf im Hotel auf Kloster Holzen bedient werden. Zudem kann dann wieder Holzener Honig im Klosterladen angeboten werden.

Das Abfüllen des Honigs kann von den Mitarbeitern der DRW-Werkstatt übernommen werden, ggf. können sie auch in die Arbeit des Imkervereins miteinbezogen werden. Die Praxis-Klasse war (erneut) Teil eines Projekts, das viele Besucher erfreuen wird. „Es ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, freut sich Girstenbrei. Und auch Bernhard Christi, der für die DRW-Werkstatt und Förderstätte verantwortlich zeichnet, freut sich: „Wir können bald wieder unseren Honig verkaufen.“

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