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Gemeinderat

26.05.2015

Im Westen was Neues

Im Brunnwiesfeld in Altenmünster können Wohnhäuser gebaut werden. Bedenken der Naturschützer

Am Ortsrand von Altenmünster in Richtung Baiershofen können voraussichtlich bald rund zwei Dutzend Häuser neu entstehen. Der Gemeinderat hat den Entwurf für den Bebauungsplan Brunnwiesfeld IV des Augsburger Büros Opla gebilligt und die Verwaltung beauftragt, den Planentwurf öffentlich auszulegen. Die Auslegungstermine werden demnächst im Amtsblatt, dem Gemeinde-Echo, bekannt gegeben.

In der Sitzung diskutierten die Gemeinderäte mit den Planern Werner Dehm und Patricia Goj vom Büro Opla und Hans-Christian Gansloser vom Ingenieurbüro Gansloser über den Entwurf und die Stellungnahmen einiger Träger öffentlicher Belange.

Wichtigste Änderung gegenüber dem ersten Planentwurf von Ende Januar ist der Verzicht auf ein Regenrückhaltebecken im Südosten des neuen Baugebiets. Stattdessen soll eine Wiese im Südwesten mit einem Wall versehen und als Rückhaltefläche für Wassermassen genutzt werden.

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Dadurch entsteht an der Südostecke des 1,6 Hektar großen Gebiets ein weiterer Bauplatz. Der Bund Naturschutz (BUND) hatte kritisiert, dass bei einer Grundflächenzahl von 0,4 für freistehende Häuser gemäß Planentwurf zu viel Fläche versiegelt werden dürfe: Dieser Wert würde bedeuten, dass 40 Prozent der Fläche überbaut werden können, zumal für Zufahrten und Stellflächen ein 50-prozentiger Zuschlag möglich wäre. Der Gemeinderat folgte der Anregung des BUND und setzte die Grundflächenzahl für die betreffenden Grundstücke auf 0,3 fest.

Die grundsätzlichen Bedenken des BUND gegen ein weiteres Baugebiet teilte der Gemeinderat nicht: Um eine funktionierende Infrastruktur zu erhalten, sei es notwendig, Wohnraum speziell für junge Familien anzubieten, erläuterte Bürgermeister Bernhard Walter. Er habe erst kürzlich alle Eigentümer freier Grundstücke in den Ortsteilen angeschrieben und den Verkauf vorgeschlagen, aber keine nennenswerte Resonanz erhalten. Deshalb müsse die Gemeinde selbst aktiv werden. Probleme für zwei landwirtschaftliche Betriebe im Süden der Kreisstraße zwischen Altenmünster und Baiershofen sah der Gemeinderat nicht.

Ein Bauernhof mit Milchvieh im Abstand von rund 250 Metern zum künftigen Wohngebiet, der derzeit gut 70 Kühe hält, könne seinen Viehbestand nahezu verdreifachen, ohne die geltenden Vorschriften in Bezug auf Lärm und Geruch zu verletzen, argumentierte Patricia Goj. Ein Nebenerwerbslandwirt, der in derselben Sitzung einen Bauantrag für einen Pferdestall und Nebengebäude vorlegte, muss so bauen, dass keine Konflikte mit dem Wohngebiet entstehen, das bereits vor dem Antrag in Planung war.

Beherbergungsbetriebe sind im Brunnwiesfeld IV nicht erlaubt. Strittig ist, ob Unterkünfte für Asylbewerber unter diesen Passus fallen. Der Gemeinderat entschied sich jedoch dagegen, ein Verbot von Flüchtlingsunterkünften in den Bebauungsplan aufzunehmen. In Doppelhäusern sind nun vier Wohneinheiten erlaubt, also zwei Wohnungen je Doppelhaushälfte. Der erste Planentwurf hatte nur eine Wohnung je Hälfte vorgesehen.

Eine Lösung für 90000 Euro

Diplom-Ingenieur Hans-Christian Gansloser schlug vor, den neuen Ortseingang durch ein „Baumtor“ und eine Verschwenkung der Straße mit Verkehrsinsel zu betonen und einfahrende Autos auf diese Weise herunterzubremsen. Für rund 90000 Euro wäre es seiner groben Schätzung nach möglich, diese Lösung zu schaffen und das Niveau des bestehenden Radwegs so anzugleichen, dass er bequem vom Wohngebiet auf der anderen Straßenseite aus erreichbar ist.

Die fünfte Änderung des Bebauungsplans Brunnwies(en)feld für das erste der vier Baugebiete in diesem Bereich passierte den Gemeinderat ohne lange Diskussionen. Wegen einer Voranfrage für zwei Mehrfamilienhäuser auf insgesamt vier zusammenhängenden Bauplätzen wollte das Gremium den Bebauungsplan nicht ändern. Die aktuelle Fassung des Plans wird ausgelegt.

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