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A cappella

12.11.2014

Jack Sparrow trifft Metallica

Vier sensible Musiker und ihr Idol: VoiceNet überzeugte im Stadtberger Bürgersaal. Dort steht in diesem Herbst die A-cappella-Musik im Mittelpunkt.
Bild: Thomas Hack

VoiceNet erobert nicht nur die Herzen der Stadtberger Fans

Mit der ergreifenden Filmhymne von 20th Century Fox und einem motivierten „One, two, three, four!“ wurde zum Auftakt der großen A-cappella-Reihe im Stadtberger Bürgersaal geblasen. Und mit den swingenden Akkorden von „Soul Man“ läutete die Formation „VoiceNet“ den ersten Abend einer kleinen Reihe ein, der seinen Charme aus einer gelungenen Mischung von populären Welthits, fröhlichen Gassenhauern und originellen Eigenkompositionen schöpfte. Ganz in Schwarz gekleidet verschrieben sich die vier Herren alleine ihren Stimmen, mit denen sie durch sämtliche Genres der Musikgeschichte streiften.

Das Lebensgefühl aus der Zeit der Petticoats und Pomadenfrisuren wurde ebenso glaubhaft ins Publikum transportiert wie der kühle Charmeder 80er- und 90er-Jahre,so etwa bei den rockigen Klängen von Aerosmith, der Musik von Tears for Fears oder der monumentalen Orchesterversion von „Phoenix from the Flames“ von Robbie Williams. Sogar vor den Hardrock-Hymnen der Heavy-Metal-Band Metallica schreckte die Combo nicht zurück.

Einer der Höhepunkte war schließlich die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, die stilecht mit eleganten Dreispitzen und schwarzer Piratenflagge präsentiert wurde. Die Choreografie der vier Herren stimmte an jeder Stelle und trotz des harmonischen Zusammenspiels der Stimmenkünstler hatte jeder Interpret ausgiebig sein persönliches Können unter Beweis gestellt.

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Und nicht nur die rebellische Jugend war von dem Ensemble angetan: Besucher Detlef Jehle aus dem Seniorenwohnheim der Dr.-Frank-Stiftung kommentierte begeistert: „Wer von diesen vier Leuten nun der Beste ist, kann man ja wirklich nicht sagen. Die sind alle super!“ Zwischendurch gaben die flotten Jungs immer wieder kleine Pikanterien aus ihrem Leben zum Besten und stellten so schon fast ein eigenständiges Kabarett auf die Beine. Herrliche Country-Persiflagen, eine hanebüchene Einbindung des Publikums und eine äußerst (un-)männliche Modenschau rundeten das Showprogramm ab.

Aber auch an gesundem Selbstbewusstsein fehlte es den vier smarten Men in Black an keiner Stelle: „Manche von uns sind sensibel, manche sind Musiker.“ VoiceNet offenbarte sich als unglaublich sympathische Truppe, die konsequent durch ihre originellen Ideen hervorstach. Und wer schon längst einmal wissen wollte, wie die Technik der Zukunft aussehen wird, konnte von der A-cappella-Band ebenfalls noch allerhand nützliche Antworten und Weisheiten erfahren: „Ich glaube nicht, dass sich dieses Internet durchsetzen wird …“ VoiceNet jedenfalls hatte sich an diesem Abend durchaus mit Bravour durchsetzen können. (hath)

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