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Kutzenhausen

17.01.2019

Kutzenhausen erweitert die Kinderbetreuung

Um den wachsenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde Kutzenhausen abzudecken, plant die Gemeinde den bisherigen Kindergarten St. Nikolaus mit einem Neubau zu erweitern. 
Bild: Von Siegfried P. Rupprecht

Die Kommune reagiert auf steigende Geburtenzahlen. In Sachen Neubau des Freibads gibt es dagegen Ernüchterung.

Gleich mit mehreren Herausforderungen sah sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung konfrontiert. Themen dazu waren die Machbarkeitsstudie für ein Fernwärmenetz, das Neubauvorhaben des Freibads und die Bedarfsfeststellung zur Kinderbetreuung.

Als vielschichtig erwies sich dabei der Bereich Wärme. Einmal steht die Erneuerung der Heizungszentrale in der Mehrzweckhalle mit Schule an, zum anderen ist auch die Anlage im Rathaus in die Jahre gekommen. Zudem muss der geplante Erweiterungsbau der Kinderbetreuungsstätte beheizt werden. Nachdem diese gemeindlichen Gebäude in einem räumlichen Zusammenhang stehen, will die Kommune nun prüfen lassen, ob eine gemeinsame Heizzentrale für die Gebäude wirtschaftlicher als mehrere dezentrale Anlagen sei.

Nahwärmeversorgung mit regenerativen Energien

In diesem Zusammenhang bot die Firma GP Joule aus Buttenwiesen eine Voruntersuchung zur Machbarkeit eines Fernwärmenetzes an. Dominik Pfeifer erläuterte dem Gemeinderat das Angebot. Angestrebt werden gemeinsame Konzepte mit Kommunen zur Nahwärmeversorgung mit regenerativen Energien. Dabei sollte die Gemeinde 55 und GP Joule 45 Prozent der Anteile übernehmen. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Ort seien die Potenziale für eine Nahwärmeversorgung vermutlich vorhanden, lautete das Fazit.

Wichtige Informationen erhielt die Gemeinde auch über die Baugrunduntersuchung zum Neubau des Freibads. Darin riet das Institut Crystal Geotechnik dringend eine Entkoppelung des neuen Beckens vom alten, da das bestehende nicht auftriebssicher gebaut wurde. Unter der Bodenplatte befinde sich lediglich eine zehn bis 30 Zentimeter starke, schlecht verdichtete Kiesschicht, hieß es. Das Becken liege im wassersensiblen Sektor. Das heißt: Der Grundwasserstand sei stark schwankend.

Die Untersuchung sprach sich so gegen den Einbau des neuen Schwimmbeckens in das alte ohne Lastabtragung aus. Das Fachinstitut empfahl vielmehr eine Tiefgründung mit sogenannten „verpressten Mikropfählen“. Weiter regt es an, auch das neue Becken über die Wintermonate zu entleeren. Es sei davon auszugehen, dass das alte Becken nicht frostsicher ist.

Die Betreuungsplätze reichen nicht aus

Getroffen wurde eine Entscheidung bei der Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung. Sie war notwendig, um die Förderkriterien für einen Erweiterungsbau des bestehenden Kindergartengebäudes zu erfüllen. Hintergrund ist: Die Betreuungsplätze reichen in der Kindertagesstätte St. Nikolaus derzeit und auch künftig nicht mehr aus. Benötigt werden unter anderem ein Speisesaal sowie weitere Personal-, Ruhe- und Funktionsräume. Um das Problem zu lösen, votierte der Gemeinderat einstimmig für die Erweiterung der Krippe von 15 auf 45 Plätze sowie des Kindergartens von 75 auf 100 Plätze.

In trockenen Tüchern ist zudem die Aufstellung des Bebauungsplanes Hinter dem Bachgäßle. Auch darauf verständigte sich das Gremium einstimmig. Damit wird innerhalb des innerörtlichen, bislang unbeplanten Bereichs Baurecht für eine Fläche von rund 955 Quadratmetern geschaffen.

Beteiligen wird sich die Gemeinde am Bieterverfahren für ein neues Mehrzweckfahrzeugs der Feuerwehr Gessertshausen für die Rommelsrieder Floriansjünger. Positiv beschieden wurde darüber hinaus ein Zuschussantrag des Schützenvereins Edelweiß Agawang, der elektronische Schießständen kaufen und den Schallschutz und die Beleuchtung optimieren möchte. Genehmigt wurde ein Zuschuss in Höhe von 15 Prozent auf die Kosten des Schießstandes und von 75 Prozent auf die Materialkosten. Zudem bekommt ein zehnjähriges Nutzungsrecht für die Schießstätte.

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