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Gersthofen-Rettenbergen

28.02.2019

Mit der ganzen Familie gemütlich durch den  Fasching

Sandra Hötzendorfer organisiert den Faschingsumzug mit dem Rettenberger Faschingshaufa (von links) Markus Schmid, Valentin, Claudia, Pia, Claudia Schmid, Sandra Hötzendorfer sowie sitzend Linda schneider und Martina Braun. 

Sandra Hötzendorfer organisiert zum dritten Mal einen Gaudiwurm in Rettenbergen. Das Konzept spricht vor allem Familien mit Kindern an.

Einen gemütlichen Gaudiumzug so wie früher wollte Sandra Hötzendorfer aus Rettenbergen im Fasching auf die Beine stellen. Was ganz Entspanntes vor allem für die Familien, bei dem man die Kinder ohne Angst vor riesigen Traktorenrädern herumtoben und Spaß haben lassen kann. Mit handgemachter Musik ohne Tinnitus-Gefahr und Bollerwagen als Umzugsfahrzeugen.

So wie damals, als die Kinder noch als Mäschkerle durchs Dorf gezogen sind, kleine Gedichte aufgesagt und sich im Anschluss über frische Kiachle oder Krapfen gefreut haben. „Das ist unser Brauch, nicht „Süßes oder Saures“ an Halloween“, mag es die 43-jährige Mama einer siebenjährigen Tochter bodenständig.

100 Krapfen besorgt und abgewartet

Mit nur einer Woche Vorlauf beschloss sie 2017 kurzerhand gemeinsam mit Schwester Martina und Mutter Thekla Braun: Das wird jetzt gemacht. Schnell waren Unterstützer gefunden, mit Flugblättern wurde eingeladen, 100 Krapfen für die Stärkung nach dem Umzug besorgt und dann hieß es abwarten.

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Von Anfang an mit im Boot waren Linda Schneider, die bei der Programmgestaltung Hand anlegt und das „Versorgungskomittee“ bestehend aus Claudia Schmid und Markus Schmid. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, waren die Initiatoren mutig. „Im Notfall hätten wir eben Krapfen bis Weihnachten gegessen.“ Doch das war gar nicht nötig. Schon im ersten Jahr warteten über sechzig verkleidete Faschingswütige auf den Start um 14 Uhr 14 an der Busschleife. Ein Jahr später waren es schon deutlich mehr und für heuer tippt Sandra Hötzendorfer auf um die 110 Teilnehmer, die bei der Tour durch Rettenbergen dabei sein wollen.

Knusprige Würstchen „to go“

An Kreativität fehlt es auf jeden Fall nicht. Schon traditionell marschieren die beiden Geißen der Familie Dantele voran. Ebenso viel tierischen Spaß hat Hötzendorfers Dackeldame Flocke, die mit einer schönen Schleife aufgehübscht dabei ist. Auf den Bollerwagen saß schon Elsa in ihrem Schloss, flankiert von Eisbär, Biene und Superman. Der Wilde Westen ließ grüßen und auch einen Seitenhieb auf das Gersthofer Loch verkniffen sich die Schöpfer der fahrenden Kunstwerke nicht. Den Vogel schoss letztes Jahr der fahrende Grill ab, der die hungrigen Feiernden mit knusprigen Würstchen „to go“ versorgte.

Die Lust am Fasching ohne knatternde Pferdestärken und immer noch größeren Musikboxen ist heuer im dritten Jahr ungebrochen, freut sich Sandra Hötzendorfer über Anrufe von Interessierten, die mitmachen möchten. „Dabei sein kann jeder, Anmeldungen sind nicht nötig“, sagt sie dann und ist gespannt auf tolle Kostüme und Ideen für die Ausstattung von Handwagen, die mitbringen kann wer mag, aber natürlich nicht muss.

Süßigkeiten werden auf die Zuschauer regnen

Es kostet nichts, dabei zu sein und der Gewinn aus den günstig verkauften Krapfen, Würstel und Getränken beim Kinderprogramm nach dem Umzug fließt in den Druck der Flugblätter und in die kleine Brotzeit für die Musikanten, die sich spontan zusammengefunden haben, um die Stimmung kräftig zu unterstützen. „Unser Faschingshaufa ist kein Verein“, betont Frontfrau Sandra Hötzendorfer. „Wir sind Privatleute, die einfach ein Angebot für einen vergnügten Nachmittag machen wollen.“ Mit Spenden von Einzelhändlern und einer kleinen Finanzspritze von der Stadt Gersthofen werden die Süßigkeiten finanziert, die ganz im Stil der großen Umzüge auf erwartungsvolle Zuschauer regnen werden. Es lohnt sich also, mal im kleinen Gersthofer Ortsteil Rettenbergen vorbeizuschauen, wenn sich der Fasching allmählich in die letzte Kurve vor Aschermittwoch legt. Zum dritten Mal zieht heuer der so ziemlich einzigartige Rettenberger Fasnachts-Haufa am Faschingssonntag durchs Dorf.

Los geht es dann um 14.14 Uhr an der Busschleife in Rettenbergen. Alle gut gelaunten Mäschkerle sind willkommen. Nach dem Umzug gibt es Stärkungen und Spiele für die ganze Familie.

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