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Versorgung

15.07.2020

Trinkwasser: Das passiert in Deubach

In Deubach wird die Wasseraufbereitungsanlage auf Vordermann gebracht, damit die Bürger immer bestes Trinkwasser haben.

Die neue Aufbereitung soll 2022 fertig sein. Auch der Brunnen wird ertüchtigt

Die Planungen für die neue Wasseraufbereitungsanlage in Deubach liegen im Zeitplan: Im November soll das Projekt ausgeschrieben werden, der Baubeginn ist für März/April kommenden Jahres angedacht.

Der Zeitrahmen des Neubaus ist auf ungefähr ein Jahr abgesteckt, sodass die Wasseraufbereitungsanlage im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein sollte. Der verantwortliche Diplom-Ingenieur Tobias Kostenzer unterrichtete den Gessertshauser Gemeinderat jetzt über das weitere Vorgehen bei der zukünftigen Trinkwasserversorgung.

Mehrere Gründe sprächen für den angedachten Standort, so Kostenzer. Zum einen befinde man sich dort nicht mehr in der Trinkwasserschutzzone, sodass es keine rechtlichen Bedenken gäbe. Des Weiteren sei die Zuwegung bereits vorhanden beziehungsweise ausbaufähig, damit seien weitere bauliche Veränderungen möglich. Und durch die Situierung sei man nahe an den Versorgungsstellen, erklärte Kostenzer den Gemeinderäten.

Neben dem Neubau der Wasseraufbereitungsanlage steht die Ertüchtigung der Brunnenanlage Deubach an. Dadurch soll unter anderem die Wasserförderung von bisher 45 Kubikmetern in der Stunde auf künftig 54 Kubikmeter erhöht werden. Außerdem sind auf dem Gelände ein Rohrleitungsbau angedacht und die Ausführung einer Photovoltaikanlage an der Wasseraufbereitungsanlage (wir berichteten).

Theodor Saßen (Die Grünen) erkundigte sich nach dem Sicherheitskonzept für das „sehr sensible Werk“. Es gehe schließlich um die Wasseraufbereitung für 4000 Menschen, deshalb müsse es seiner Ansicht nach Absicherungen gegen Einbrecher geben.

Tobias Kostenzer verwies auf den sehr guten Objektschutz. Es gebe ein umfassendes Sicherheitskonzept mit Zaun und keiner Öffnung außer den beiden alarmgesicherten Eingangstüren. Sollte ein Einbrecher in die Wasseraufbereitungsanlage gelangen wollen, gäbe es sofort ein Alarmsignal, welches an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden würde. Auch beim Brunnen gebe es eine Stahltür, dort bestünde ebenfalls noch die Möglichkeit, eine Alarmanlage einzubauen, so der Ingenieur.

Bei der Kostenschätzung gebe es seit der letzten Vorstellung des Planungsverfahrens im Gemeinderat Ende April keine Veränderungen. Nach wie vor beliefen sich die vorläufigen Netto-Projektgesamtkosten auf ungefähr 1,7 Millionen Euro, die Bruttokosten lägen bei knapp unter zwei Millionen Euro, beziffert Kostenzer. Die Gemeinderatsmitglieder beschlossen einstimmig, den Bauantrag beim Landratsamt einzubringen.

Die Diskussion ist geschlossen.

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