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Augsburger Freilichtbühne

27.07.2015

37.000 Besucher bei "Blues Brothers" - aber nicht alle sind begeistert

Maximilian und Heinz Mayer kamen als Blues Brothers. Sie waren so stilecht gekleidet, dass sie nach einem kurzen Bühnenauftritt für die Darsteller gehalten wurden.en.
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Maximilian und Heinz Mayer kamen als Blues Brothers. Sie waren so stilecht gekleidet, dass sie nach einem kurzen Bühnenauftritt für die Darsteller gehalten wurden.en.
Bild: Annette Zoepf

Mehr als 37.000 Besucher haben bislang die Blues Brothers auf der Freilichtbühne gesehen. Viele kommen in den Klamotten der schrägen Brüder, aber nicht alle sind begeistert.

Nicht das kleine Schwarze, sondern schwarzer Anzug mit schwarzem Hut, weißes Hemd und Sonnenbrille: So ziehen sich derzeit viele Besucher an, die die Freilichtbühne am Roten Tor ansteuern. Denn dort stehen die „Blues Brothers“ auf dem Programm. Auch Heinz und Maximilian Mayer aus Königbrunn kommen perfekt gekleidet.

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Vater Heinz (62) und Sohn Maximilian (31) lieben den coolen Style der Blues Brothers, sie genießen den Abend am Roten Tor. Zumal sie vor der Vorstellung von zwei Darstellerinnen auf die Bühne geholt werden, um einen Tisch zu platzieren. Dafür gibt es schon mal Applaus der 2000 Besucher. Nach der Show werden sie von manchem Zuschauer für die Blues Brothers aus der Vorstellung gehalten und fotografiert. „Ein perfekter Abend“, so Vater und Sohn.

Auch Michael Lechner kommt in entsprechendem Outfit. Mindestens 20 Mal hat der 47-jährige Augsburger den Film „Blues Brothers“ gesehen, zuletzt beim Lechflimmern. Sein Freund wollte dort mit seinem Pontiac auf die Wiese rollen, durfte das aber nicht. „War nicht schlimm, der Abend war trotzdem ein großer Spaß.“ Über die Aufführung auf der Freilichtbühne hält sich seine Begeisterung in Grenzen. „Für einen eingefleischten Fan ist das eine Katastrophe.“ Die Handlung sei bunt zusammengewürfelt, die Musikauswahl nicht stimmig.

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Mit der Sonnenbrille ins Theater

Auch an den beiden Hauptdarstellern Andy Kuntz und Florian Innerebner lässt er kein gutes Haar. „Das wirkt wie eine Parodie auf diese so coolen Jungs aus dem Film.“ Zumal Songs zu hören seien, die mit dem Original nicht zu tun hätten und seiner Meinung nach nicht passen. Martha Jesse ist das nicht so wichtig. „Da muss man einfach mitmachen.“ Sie findet das Bühnenbild ganz toll, die Musik hinreißend und, und, und. Klaus-Peter Lukas will einfach einen schönen Abend in seiner Brother-Kluft erleben, hat sich noch schnell das passende T-Shirt gekauft. Zur Freude von Gisela Kerwien, die den Theatershop betreut. Hüte sind zu haben, Sonnenbrillen und schwarze Shirts. Letztere sind so gefragt, dass sie bald ausgehen dürften. Bei den Getränken ist es anders. Ulrike Loew und Karl-Heinz Schantroch vom Cirkularium haben sich längst darauf eingestellt, dass die Besucher weniger zum Prosecco, dafür zu Bier und Radler greifen.

Noch bis 1. August steht das Stück auf dem Spielplan. Es könnte, wenn das Wetter mitmacht, für einen neuen Rekord sorgen: Über 37000 Besucher waren schon da. Sollten alle weiteren Abende regenfrei über die Bühne gehen, könnten es am Schluss 45000 sein. Dies schaffte bisher nur Peter Baumgardt mit seiner „West Side Story“ im Jahr 1997, „Jesus Christ Superstar“ von Ulrich Peters kam 2006 auf 41700. Die am besten besuchte Inszenierung in der Ära Votteler war bislang „Hair“ mit 41806 Besuchern.

Karten gibt es unter Telefon 0821/3244900. Bei unsicherer Witterung gibt es ab 17.15 Uhr unter 0821/3242984 Auskunft.

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