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Annahof

24.03.2011

Besondere Kinder ins Bild gerückt

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2 Bilder
Florian (elf Jahre) ist eines der Kinder mit Down-Syndrom, die Martin Beck für eine Ausstellung im Augustanahaus (Annahof) porträtiert hat.
Bild: Foto: Angelika Lonnemann

Fotoausstellung der Down-Syndrom-Initiative „Eins mehr“

Das Augustanahaus ist bis Ende April zur Galerie geworden. 21 große Bilder von Kindern und Jugendlichen, die neugierig, fröhlich, ernst oder albern in die Kamera schauen, hängen im Treppenhaus und im Café „Annapunkt“. Alle Kinder sind – so das Motto der Ausstellung – „mehr oder weniger normal besonders“. Es sind Kinder mit Down-Syndrom, die Martin Beck fotografiert hat.

Das Down-Syndrom – auch Trisomie 21 genannt – ist eine genetische Besonderheit, bei der das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist. In Anlehnung daran wurde der 21.3. das Datum des Welt-Down-Syndrom-Tages.

Auch der Vereinsname der Augsburger Down-Syndrom-Initiative „Einsmehr“ bezieht sich auf dieses zusätzliche Chromosom, das Folgen für die Entwicklung des betroffenen Menschen hat.

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Die Veranstalter waren überwältigt vom großen Andrang, der bei der Ausstellungseröffnung im Augustanahaus herrschte. Die Schirmherrin und Landtagsabgeordnete Brigitte Meyer sagte: „Jeder Mensch ist einzigartig, jeder Mensch hat das Anrecht, in dieser Einzigartigkeit geliebt und geachtet zu werden.“

Pfarrer Nikolaus Hueck vom Augustanaforum sagte, er freue sich sehr, dass die Fotos in seinem Haus hängen. Die Bilder drückten etwas ganz Spezielles aus, gleichzeitiges In-Sich-Ruhen und intensives Leben für den Augenblick. „So stelle ich mir manchmal Gott vor.“

Martin Beck, der die Kinder beim Sport, bei Festen, beim Schwimmen oder in der Familie fotografiert hat, ist selbst Vater eines Kindes mit Down-Syndrom. „Mir hat das Fotografieren viel Spaß gemacht“, erzählte Beck. „Ich empfinde es als Herausforderung, mit diesen besonderen Kindern zu arbeiten. Die Mimik ändert sich zum Teil innerhalb einer Sekunde mehrere Male, es dauert länger, bis man die Aufmerksamkeit des Kindes einfangen kann.“

Ein Gebot der Chancengleichheit

Nach einem musikalischen Beitrag der „Klabeeki-Kinder“, die zum Teil auch Fotomodelle für Beck waren, lud der Verein noch zum Vortrag mit dem emeritierten Hamburger Professor Hans Wocken über die gesellschaftliche Aufgabe der Inklusion von Menschen mit Behinderung. „Integration ist ein Gebot der Chancengerechtigkeit und eine völkerrechtliche Verpflichtung, sie ist die Aufgabe aller Erziehung“, sagte Wocken unter anderem.

Dauer Die Ausstellung läuft bis 26. April. Mehr über die Elterninitiative unter www.einsmehr.de

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