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Christkönig

10.01.2020

Die Kirche ist vom Gerüst befreit

Nach Abbau des Innengerüstes genießen die Gläubigen von Christkönig wieder einen unverstellten Blick auf den Altarraum. Es freuen sich Reinhard , Pfarrer und Stefan Winter (von links) über den Sanierungsfortschritt.

Mehr als vier Jahre konnte die Gemeinde den freien Blick auf die Altarinsel nicht mehr genießen. Für die neue Situation gab es vonseiten der erleichterten Gläubigen Applaus

Großes Aufatmen, große Freude in der katholischen Gemeinde Christkönig in der Hammerschmiede: Endlich, nach über vier Jahren, konnten die Gläubigen wieder in ihrer Kirche ohne Gerüst Gottesdienst feiern. Das Gerüst im großen Kirchenschiff, das man für die Dachsanierung gebraucht hatte, ist in den Dezemberwochen abgebaut worden. „Emotional bedeutet das für unsere Gemeinde sehr viel“, sagt Michael Kratschmer, seit September letzten Jahres Pfarrer der neu errichteten Pfarreiengemeinschaft Christkönig und St. Franziskus. Als das Gerüst weg gewesen sei und man nun wieder freie Sicht auf die Altarinsel und die Christbäume gehabt habe, sei das einfach „gigantisch“ gewesen. Pfarrer Kratschmer: „Es gab Applaus.“

Diese Freude ist verständlich. Über vier Jahre konnte die Gemeinde Christkönig ihren Kirchenraum nicht mehr in seiner Schönheit genießen. Angefangen hatte alles damit, dass man im Herbst 2014, als man die aus Glasbausteinen bestehende Rückwand in der Kirche erneuern wollte, bei statischen Untersuchungen merkte, dass die Standsicherheit der Kirche generell gefährdet war. Die Leimbinder am Dach – das Tragwerk aus Holz – waren nicht mehr tragfähig. Man wusste aus der Erfahrung der Eishalle von Reichenhall, deren Dach im Jahr 2006 durch Risse in den Leimbindern eingestürzt war, um die Gefährdung – vor allem dann, wenn das Dach eine Schneelast tragen musste. Ende Dezember 2014, als es geschneit hatte, wurde die Kirche Christkönig aus Sicherheitsgründen geschlossen, man wich für die Gottesdienste bis Pfingsten 2015 ins benachbarte Edith-Stein-Haus aus. Ins Innere der Kirche wurde ein dreireihiges Gerüst gebaut, das die Kirche während der Sanierung stützen sollte. Begonnen werden konnte mit der Sanierung erst im Herbst 2018.

Auch wenn das Gerüst im Inneren der Kirche nun abgebaut ist, ist die Sanierung noch nicht ganz vollendet. „Aber sie ist weit fortgeschritten“, so Pfarrer Kratschmer, „die größeren Leimbinder sind mittlerweile eingebaut.“ Kleinere, etwa an der Südseite der Kirche, seien noch zu machen. Auch gebe es noch einige Provisorien, etwa bei der Beleuchtung. „Jetzt kann man wieder richtig Gottesdienst feiern“, freut sich Pfarrer Kratschmer.

Auch wenn das vorher mit Einschränkungen möglich gewesen sei, sei es doch etwas anderes, wenn die Gottesdienstbesucher und auch der Pfarrer in diesem kirchlichen Raum mit seiner besonderen Atmosphäre einander nicht nur durch Gerüststangen hindurch sehen. „Da fühlt man sich viel freier, vor allem beim Predigen. Der Kontakt zu den Leuten ist ganz anders.“ Dies fügt sich auch in das Programm des neuen Pfarrers, das er mit seinen beiden Gemeinden auf den Weg bringen möchte. Ein „Herzenswunsch“ für ihn ist es, dass sich die Menschen in der Gemeinde willkommen und angenommen fühlen. Ein erster Schritt sind engagierte Gemeindemitglieder, die die Gottesdienstbesucher willkommen heißen.

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