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15.07.2010

"Ein Abbild europäischer Wirklichkeit"

Voll war der Europaplatz beim Fußball-Spiel um Platz 3. Menschen verschiedenster Nationen genossen das Miteinander, die warmen Temperaturen und das Sommerfest der Arge Univiertel. Foto: Kaya
Bild: Kaya

Univiertel Der Europaplatz machte am vergangenen Samstag seinem Namen alle Ehre: Beim Stadtteilfest im Herzen des Univiertels trafen sich Jung und Alt sämtlicher Nationen, um gemeinsam zu feiern. Als "kleines Abbild der europäischen Wirklichkeit" bezeichnete der Pfarrer der Baptistengemeinde, Thorsten Schacht, diesen multikulturellen Stadtteil.

Veranstalter des Sommerfestes war in diesem Jahr erstmals die Arbeitsgemeinschaft Univiertel, die unter dem Vorsitz von Schacht ein buntes Programm auf die Beine stellte.

Während sich die Erwachsenen an den zahlreichen Biertischen bayerische Bratwürste, Kuchen oder türkische Spezialitäten schmecken ließen, konnten sich die Kin-der auf der Hüpfburg, beim Kin-derschminken oder bei einer der vielen weiteren Aktionen amüsieren. Die sechsjährige Madita Rein-ke übte sich als Montagsmaler auf der Bühne, während ihre Mama beim Kuchenverkauf der Kita Ulrich-Schiegg-Straße mithalf. Sichtlichen Spaß am dem fröhlichen Fest hatte auch Christine Olejnika (7), die sich von Tanja Lechner vom Hort in der Hermann-Köhl-Straße schminken ließ, während ihre Eltern in Ruhe ratschen konnten.

Bürgerbefragung zum Zentrum

"Ein Abbild europäischer Wirklichkeit"

Bürger aus über 30 Nationen leben im Univiertel. Ein wichtiges Anliegen der Arbeitsgemeinschaft Univiertel (Arge) ist es, diese Menschen zusammenzubringen und das bürgerschaftliche Engagement für den eigenen Stadtteil zu stärken.

Aus diesem Grund hat die Arge in Zusammenarbeit mit der Förderagentur eine Bürgerbefragung durchgeführt, die sich mit der Umgestaltung der Spielplätze und des Europaplatzes auseinandersetzt.

Konkret geht es dabei vor allem um die Spielplätze an der Ulrich-Schiegg-Straße und an der Rumplerstraße. Zur Veranschaulichung waren Luftaufnahmen der drei Standorte aufgehängt worden, neben denen auf großen Pinnwänden reichlich Platz für die Vorschläge der Bürger war.

"Die Aktion stieß auf große Resonanz und bald war eine ganze Liste an Verbesserungsvorschlägen zusammengestellt" erklärte Nicole Vokrouhlik von der Förderagentur. Eine Kletterburg, Schaukeln, Rutschen oder größere Tore nannten etwa die Kinder als Wünsche, die Erwachsenen könnten sich mehr Sitzgelegenheiten oder eine bunte Bepflanzung mit schönen Blumen auf dem Europaplatz vorstellen. Thorsten Schacht beklagte das Verhalten mancher Jugendlicher auf dem Europaplatz und wünschte sich, den "destruktiven Charme", den dieser Ort zur Zeit habe, in einen "konstruktiven" umwandeln zu können.

Sehr zufrieden zeigte er sich beim Fest über den Besucheransturm trotz der beinahe tropischen Hitze. Enttäuscht war er lediglich vom fehlenden Rückenwind seitens der Stadt, von der er sich etwas mehr finanzielle Unterstützung erhofft hätte.

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