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Konzert

27.05.2015

Klaviervirtuosität

Kammermusik für die Steinmeyer-Orgel

Ein Poeten-Treffen war es, das gehaltvolle Kammermusikkonzert im Rokokosaal. „Cello & Klavier“ hieß das 18. Benefiz zugunsten der Steinmeyer-Orgel in der Kongresshalle, das die Philharmonische Gesellschaft veranstaltete. Der ehrenamtliche Einsatz ist bewundernswert, ebenso war es das Spiel der beiden Interpreten Jakob Janeschitz-Kriegl und Michael Wagner.

Auf dem Programm standen drei Duo-Sonaten für Cello und Klavier, die zunehmend pianistischer wurden – schließlich waren die Komponisten selbst auch Klaviervirtuosen gewesen. Archaisch klang der Beginn der Duo-Sonate von Claude Debussy, auch das Pizzicato-Haschmich im Finale, wären da nicht die charakteristischen Rückungen und die Klangschichtungen aufgetaucht.

Michael Wagner hatte den Löwenanteil zu bewältigen in den insgesamt 75 pausenlosen Konzertminuten und er beeindruckte mit meisterlicher Virtuosität. Auch Cellist Jakob Janeschitz-Kriegl zeigte enormes Können. Beide Künstler fusionierten zu präzisem, kraftvollem, teils zu kräftigem Zusammenspiel.

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Auch für das Cello gab es exponierte Passagen

Chopins mehr als halbstündiger Vierteiler op. 65 war der pianistische Höhepunkt, vor allem die Ecksätze wurden beinahe erdrückend bravourös gespielt, trotzdem kam auch das Streichinstrument zu exponierten Passagen. Im Largo endlich gab es die lyrische Wiegenlied-Wonnigkeit, die mit Chopin verbunden wird, gegen die das gedehnte, rhapsodische Allegro schon wieder untypisch wirkte. Ein Tongewölk entlud sich zuletzt, ein summarisches Aufbrausen, das verdient in den Beifallssturm mündete.

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