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Diako

04.06.2013

Moderne Klinik mit besonderem Geist

Direkt an das Mutterhaus schließt sich der Neubau des Westflügels an. Er soll im Juli in Betrieb gehen. Hier befinden sich zwei Stationen, vier Operationssäle, Untersuchungs- und Behandlungseinheiten sowie eine Art Intensivstation.
Bild: Silvio Wyszengrad

Für 19 Millionen Euro wurde ein neuer Bettentrakt gebaut

Der Wettbewerb im Gesundheitswesen ist hart, der technologische Fortschritt rasant. Ein modernes Krankenhaus muss sich dem stellen, will es mit der Konkurrenz Schritt halten. Die evangelische Diakonissenanstalt hat es getan. Seit 2009 wird ihre Stadtklinik nahe des Bahnhofs um- und angebaut, saniert und rundumerneuert. Gestern wurde der zweite Bauabschnitt offiziell eingeweiht.

Der 19 Millionen Euro teure Bettentrakt-West soll im Juli in Betrieb gehen. Hier befinden sich zwei Stationen mit 64 Betten, eine Intermediate-Care-Station – das ist eine Art Intensivstation light –, vier Operationssäle sowie Untersuchungs- und Behandlungseinheiten für Urologie und Endoskopie. Nach dem OP-Trakt, der 2010 fertiggestellt wurde, ist dieser Neubau die zweite wichtige Etappe der rund 60 Millionen Euro teuren Generalsanierung. In deren Zuge wird aus dem einst reinen Belegkrankenhaus in einigen Fachbereichen eine Anstaltsklinik. Zwei vollwertige Hauptabteilungen – Anästhesie und Geriatrie – sind im Aufbau.

„Ein Zentrum für Menschlichkeit“

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Die medizinische Kompetenz und die bauliche Infrastruktur sind im Diako aber nur die eine Seite der Medaille. Der Geist der Diakonissinnen sei noch heute spürbar, sagte Rektor Heinrich Götz bei der Einweihung. Die Stadtklinik sei ein „Zentrum für Menschlichkeit und Spiritualität“. Das Diako sei eng mit der Kirche verbunden, betonte Regionalbischof Michael Grabow. „Es wirkt tief hinein in die Stadtgesellschaft.“ Das war schon Mitte des 19. Jahrhunderts der Fall. Diakonissinnen kümmerten sich um Kranke und Hilfsbedürftige in der Stadt. Der Grundstein für die Diakonissenanstalt wurde in einer Mietwohnung in der Jakobervorstadt gelegt. 1893 wurde das Krankenhaus an der Frölichstraße eröffnet. Immer wieder hat man den Backsteinbau, der heute unter Denkmalschutz steht, erweitert, im Zweiten Weltkrieg wurde er dann aber schwer zerstört. Mit Teilsanierungen und Anbauten versuchte man viele Jahre die Schäden in den Griff zu bekommen – bis es irgendwann nicht mehr ging. Jetzt schafft die Generalsanierung die Grundlage für eine moderne medizinische Versorgung.

Bei all dem Fortschritt sei man sich aber immer seiner Tradition bewusst, lobte die Staatssekretärin im bayerischen Gesundheitsministerium, Melanie Huml. Man bekenne sich klar zu seinen Wurzeln. Das christliche Leben werde im Diako spür- und erlebbar, betonte auch Bürgermeister Hermann Weber.

Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts sind die Arbeiten an der Klinik aber noch nicht zu Ende. Im Herbst soll mit dem Bettentrakt-Ost begonnen werden. Dann wird auch der Zentraleingang neu gestaltet. Vorerst gelangen die Patienten über eine provisorische Aufnahme ins neue Bettenhaus.

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