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Geld

26.07.2016

Sparern drohen Strafzinsen

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank lässt die Gewinne schrumpfen. Jetzt drohen Sparern Strafzinsen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon warnt vor den Folgen der EZB-Geldpolitik. Auch Online-Banking macht der Bank zu schaffen.

Der deutsche Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon warnt, dass die Folgen der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Bürger künftig noch stärker belasten werden. „Der Tag wird kommen, an dem der erste Strafzins für Sparer berechnet wird“, sagte er bei einer Veranstaltung des Presseclub Augsburg.

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Fahrenschon: Politik der EZB zwinge Sparkasse, fehlende Erträge zu kompensieren

Die fehlenden Erträge von Zinsen und Zinseszinsen bereiteten nach Darstellung von Fahrenschon nicht nur Bausparkassen, Rentenversicherungen, Regierungen oder Stiftungen Probleme. Auch die Sparkassen müssten die fehlenden Erträge an anderer Stelle kompensieren, sagte der Verbandspräsident. Dafür seien Entscheidungen zu treffen. Das könnte zu Umstrukturierungen führen.

Schon 2015 wurden bundesweit 6427 Stellen nicht neu besetzt. Bei der Bilanzpressekonferenz im März prognostizierte Fahrenschon bereits: „Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.“ Dazu trage ebenfalls der Service im Internet bei.

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"Willkommen auf dem Planeten Nullzins"

Auch bei den privaten Sparern fehle nach der Einschätzung von Fahrenschon immer mehr Geld: 60 Prozent der Sparkassenkunden hätten am Ende des Monats nichts mehr übrig. Nur 14 Prozent könnten 100 Euro zur Seite legen.

Trotz Krise sieht Fahrenschon die Sparkassen in Deutschland jedoch in einer starken Position. Sie seien nicht blind in diese Zeit gegangen, sagte er. Auch wenn Filialen schließen, stehe der Kunde weiterhin im Mittelpunkt.

Fahrenschon fordert von der EZB steigende Zinsen und ein „vorsichtiges Manövrieren aus der Sackgasse“. Gleichzeitig glaubt er, dass diese beständige Niedrigzinsphase so schnell nicht verschwinden werde. In Augsburg sagte der Sparkassen-Präsident: „Willkommen auf dem Planet Nullzins.“ "Wirtschaft

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.07.2016

Ausgerechnet die Bank, die auch noch hohe Kontoführungsgebühren verlangt!

Ja es wird halt eng - viele komfortable Büros, viele Chefleins, weniger alte Leute schlecht beraten und schlechte Fonds und Lebensversicherungen verkaufen zu können - ehrlicher sein - ehrliche Beratungsprotokolle setzen sich durch - das riecht nach Arbeit und Schweiß - das will der Kravatten-Banker nicht so gerne .... Die produzierende Wirtschaft - also da wo Werte wirklich geschaffen werden - da kennt man das, was Arbeit heißt seit Jahrhunderten. :-)

Ja, ja, da sollten jetzt doch viele Kunden mal scharf nachdenken und die Karavanne weiterziehen lassen ...

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26.07.2016

Einerseits wirft die EZB Mrd. monatlich auf den Markt, die keiner braucht, deshalb auch haben die Ital. Banken Mrd. faule Kredite, aber nach der neuen Baselverordnung bekommen die deutschen Hausbauer fast kein Geld für ihre Bauvorhaben. Wer Jung ist und Kinder hat, hat keine Aussicht mehr auf Baukredit. Aber in dubiose Objekte und Firmen schmeißt man sinnlos Geld und die Steuerzahler müßen wieder haften. Seit der Italiener das sagen hat, ist die Geldpolitik nur noch Sch....ße. Es ist abzusehen, wann die ganze Schoße platzt.

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26.07.2016

Tja, dann werde ich mein Konto dort halt auflösen müssen und das Geld zu einer anderen Bank transferieren, die wenigstens einen Null- oder schwach positiven Zins hat.

Ist zwar "nur" eine höhere fünfstellige Summe, aber wenn das alle machen, dann gute Nacht, Sparkassen.

Man könnte übrigens auch auf den Gedanken kommen, dass Sparkassen in den letzten 10 bis 15 Jahren noch gut verdient haben. Wenn man mal nicht aufpasste und das Konto überzogen war, Überziehungszinssätze von 15 bis

18 % (und knapp darüber), die gerade noch nicht den Tatbestand des Wuchers erfüllen.

Als Kreditanstalt des öffentlichen Rechts hätte man Rücklagen bilden sollen, um solche Dinge wie die Null-/Negativzinspolitik, die auch die EZB nicht unbegrenzt betreiben kann, irgendwann demnächst läuft sich das tot, aufzufangen.

Und man sollte sich als KdöR sich natürlich überhaupt sozialer aufführen und den Leuten nicht noch das Geld vom Konto klauen.

Aber: Nichts dergleichen. Sie geraten jetzt schon ins Trudeln. Das ist schon ziemlich armselig.

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26.07.2016

Glaubst du echt, dass das Auflösen deines Kontos eine Lösung ist? Und zu welcher Bank gehst du? Zu einer, die auch in deiner Nähe Filialen hat? Die Raiffeisenbanken und Sparkassen werden momentan derart bekämpft, dass sie das System nicht mehr aufrecht erhalten können. Da werden Banken und deren Kunden mittlerweile verarscht. Schade, dass du das nicht verstehen willst. Diese beiden Bankengruppen sind die einzigen, die den Kunden ernst nehmen, Wenn wir in 3, 4 oder 5 Jahren sprechen, wirst du mir recht geben...garantiert.

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27.07.2016

Hallo Herr Merk, vielleicht nehmen Sie die Kunden ernst (die öffnunzeiten belegen eigentlich das gegenteil, die wollen nicht beraten meine Meinung nach). VB und SPK netz haben viel zu höhe kosten (haben Zentrafunktionnen die duplizieren sich und kosten geld, das Automat netzt würde auch nicht genug ausgebaut (in A zumindest) , etc ....). Das model hat (gut) gelebt.

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27.07.2016

(Beitrag vorläufig gelöscht/Bitte geben Sie noch einen Vornamen an!/Bei weiteren Fragen bitte Mail an moderator@augsburger-allgemeine.de)

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