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Idee
22.04.2015

Warum die CSM ein 365-Euro-Ticket haben will

Die Fraktion fordert testweise ein neues Nahverkehrsangebot für alle

Das Sozialticket kommt. Doch die Rathausfraktion der CSM erneuert unabhängig davon ihre Forderung, ein 365-Euro-Jahresticket (ein Euro pro Tag) für den Nahverkehr einzuführen. Es soll von allen gekauft werden können, Fraktionschefin Claudia Eberle betont aber den Nutzen für eine Personengruppe: „Es ist auch ein Angebot für Personen mit einem geringen Einkommen.“ Genannt werden als Beispiele Reinigungskräfte, Kellner, Köche und Personen in niedrigen Gehaltsstufen. Denn dieser Personenkreis habe vom Sozialticket nichts, habe aber auch Probleme, sich das Ticket zum Normalpreis zu leisten. Die CSM würde eine Probephase für das 365-Euro-Jahresticket einführen. Die Erwartung ist, dass der vergleichsweise günstige Preis zu einer starken Erhöhung der Fahrgäste führt. Vorteil gegenüber dem Sozialticket sei, dass es keines bürokratischen Aufwands bedürfe. Die Stadtwerke lehnen aus ökonomischen Gründen das 365-Euro-Ticket ab. Sie rechnen mit einem zunächst verminderten Ertrag in Millionenhöhe, wenn bisherige Abonnenten auf das günstigere Ticket umsteigen. Um Mindereinnahmen auszugleichen, müssten zu den vorhandenen 25000 Abonnenten 13000 neue hinzukommen. Die CSM verweist auf positive Erfahrungen in anderen Städten, genannt wird das Wiener Modell. Gegebenenfalls müsse die Stadt einen Zuschuss beisteuern, heißt es. (möh)

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