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Kriminalität
12.05.2022

Durchsuchungen wegen des Verdachts des Steuerbetrugs

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" hängt an einem Polizeipräsidium.
Foto: Roland Weihrauch/dpa/Symbolbild

Wegen des Verdachts des Steuerbetruges in Millionenhöhe haben Fahnder in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 44 Unternehmen und Privatwohnungen durchsucht.

Gegen einen 50-Jährigen und eine 34 Jahre alte Frau seien bestehende Haftbefehle vollstreckt und Untersuchungshaft angeordnet worden, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Darmstadt am Donnerstag mit. Mehr als 300 Steuerfahnder und Polizisten seien an der Aktion am Dienstag beteiligt gewesen. Die Ermittlungen würden sich insgesamt gegen 24 Verdächtige richten.

Firmeninhabern und weiteren Verdächtigen werde vorgeworfen, über Jahre durch Rechnungen von Scheinfirmen Umsatzsteuer hinterzogen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Scheinfirmen sollen von dem 50-Jährigen aus dem Odenwald initiiert und gesteuert worden sein. Seit 2015 haben den Angaben zufolge von ihm eingesetzte Strohleute Unternehmen gegründet und Rechnungen für nie erbrachte Leistungen ausgestellt. Diese Firmen sollen, sobald Ermittlungen gegen sie erkennbar wurden, sofort liquidiert worden sein. Über die Jahre wurden Rechnungen im Wert von 20 Millionen Euro in Umlauf gebracht, wie es weiter hieß. Bei der Aktion am Dienstag wurden Vermögenswerte in Höhe von mehr als einer Million Euro sichergestellt.

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