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Wohnen
23.09.2022

Länderminister: Bund soll Kosten für Wohngeldreform tragen

Die Sonne scheint zwischen zwei Häusern auf Fenster von Wohnungen.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa (Archivbild)

Bei der Finanzierung der Wohngeldreform im Zuge des dritten Entlastungspakets sehen die Länder den Bund in der Verantwortung.

Die geplanten Erhöhungen beim Wohngeld und die Ausweitung des Empfängerkreises führten zu Mehrkosten von vier Milliarden Euro, machten die Bauminister der Länder am Freitag bei einer Konferenz in Stuttgart klar. Derzeit teilten sich Bund und Länder die Kosten für das Wohngeld. Künftig sei aber anzustreben, dass der Bund die kompletten Kosten übernehme, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Ressortchefs.

Auf die Wohngeldreform hatte sich die Ampelkoalition Anfang September mit dem geplanten dritten Entlastungspaket geeinigt. Vorgesehen ist laut einem Entwurf aus dem Haus von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) eine Wohngelderhöhung von durchschnittlich 190 Euro ab Januar. Außerdem soll der Kreis der Berechtigten deutlich ausgeweitet werden. Zu den bisher 600 000 Haushalten kommen bis zu 1,4 Millionen weitere Haushalte dazu, deren Einkommen jetzt unter die neue Wohngeld-Schwelle fällt. So sollen künftig auch Menschen Wohngeld bekommen, die Mindestlohn verdienen oder eine Rente in vergleichbarer Höhe haben.

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