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Buchloe
21.04.2019

Verdacht ausgeräumt: Buchloer Stadtpfarrer zurück in seiner Gemeinde

Der Buchloer Stadtpfarrer ist nach der Einstellung der Ermittlungen zurück in seiner Gemeinde - wo er mit einem Plakat empfangen wurde. Das Bild zeigt die Buchloer Kirche.
Foto: privat

Der Buchloer Stadtpfarrer ist nach der Einstellung der Ermittlungen gegen ihn zurück in seiner Gemeinde - und dort am Ostersonntag herzlich empfangen worden.

Ermittlungen eingestellt, Vorwürfe ausgeräumt: Der Buchloer Stadtpfarrer ist gut fünf Monate nach seiner Suspendierung zurück in seiner Gemeinde - und dort herzlich empfangen worden.

Erste Amtshandlung des Geistlichen war in der Osternacht die Auferstehungsfeier. Vor und mit hunderten Gläubigen feierte der Pfarrer dann am Sonntagmorgen in der vollen Buchloer Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt den Ostergottesdienst. Ein großes Transparent mit den Worten "Herzlich willkommen zurück", unterschrieben von etlichen Menschen, begrüßte ihn an "seiner" Kirche.

Im Gottesdienst wandte sich der Stadtpfarrer kurz in eigener Sache an seine Gemeinde. Eine schwere Zeit liege hinter ihm, sagte der Geistliche. Geholfen hätten ihm dabei aber die vielen Briefe und der große Zuspruch der Menschen, die stets an seine Unschuld glaubten. Dafür sei er allen sehr dankbar.

Der Buchloer Stadtpfarrer war im Sommer durch den Hinweis einer Mutter ins Visier der Ermittler geraten. Sie hatte den Verdacht, dass der Geistliche sexuell motivierte Kontakte zu Kindern und Jugendlichen gesucht habe. Daraufhin stellten Ermittler den Computer des Pfarrers sicher und prüften auch die Whatsapp-Kontakte des Seelsorgers.

Ergebnis: Fehlanzeige. Zwar hatte der Seelsorger, der sich auch um die Ministranten in Buchloe kümmert, Kontakt zu diesen gehabt, und auch Jugendlichen Gespräche angeboten. Ein begründeter Verdacht auf eine Straftat habe sich dabei aber nicht ergeben, teilte eine Sprecherin der Anklagebehörde vor einigen Tagen mit. Gleiches galt für die Behauptung, der Pfarrer habe illegale Pornografie auf seinem Computer gehabt. Auch dies stimmte den Ermittlungen zufolge nicht.

Ein großes Transparent mit den Worten "Herzlich willkommen zurück", unterschrieben von etlichen Menschen, begrüßte den Buchloer Stadtpfarrer an "seiner" Kirche.

Beide Verfahren gegen Buchloer Stadtpfarrer eingestellt

Daraufhin wurden beide Verfahren eingestellt.

Das Bistum hatte den Pfarrer nach Beginn der Ermittlungen im November von seinem Dienst entbunden und vorläufig in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach untergebracht. Nach der Einstellung der Ermittlungen durfte der Buchloer Stadtpfarrer nun aber wieder in seine Gemeinde zurückkehren. Am Karfreitag kam er in sein Pfarrhaus zurück, am Ostersonntag hielt er wieder seinen ersten Gottesdienst.

Der Buchloer Stadtpfarrer ist seit mehr als 35 Jahren als Seelsorger tätig, davon 20 Jahre in Buchloe im Ostallgäu. Er gilt als kritischer und bisweilen unbequemer Geist mit einer klaren Haltung, was ihm in seiner Gemeinde große Anerkennung und Respekt einbrachte.

Korrekturhinweis: Die Mutter hatte sich nach eigenen Angaben bereits im Sommer an die Kripo gewandt, nicht erst im Herbst, wie wir zunächst berichteten. (bo)

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