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Oktoberfest-Attentat

04.01.2015

Generalbundesanwalt fordert Herausgabe von Geheimdienst-Akten

Am Tatort: Ermittler suchen am späten Abend des 26. September 1980 nach Spuren.
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Am Tatort: Ermittler suchen am späten Abend des 26. September 1980 nach Spuren.
Bild: Istvan Bajzat/Archiv (dpa)

Das Oktoberfest-Attentat von 1980 beschäftigt wegen einer bisher unbekannten Zeugin wieder die Staatsanwaltschaft. Der Generalbundesanwalt fordert nun die Herausgabe aller Akten.

Generalbundesanwalt Harald Range verlangt von den deutschen Geheimdiensten die Herausgabe aller Akten, die Informationen über das Oktoberfest-Attentat von 1980 enthalten. Ein Sprecher Ranges bestätigte dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dass man "alle infrage kommenden Behörden ersuchen" werde, "gegebenenfalls vorhandene Akten und Unterlagen zu dem Attentat zu übermitteln".

Oktoberfest-Attentat: Generalbundesanwalt fordert Akten von Geheimdiensten

Dem Bericht zufolge sollen vor allem Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesamts für Verfassungsschutz überprüft werden, die bei den bisherigen Ermittlungen noch nicht oder nur unzureichend kriminalistisch ausgewertet wurden.

Bei dem Anschlag waren in München 13 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Unter den Toten war auch der Attentäter, der 21-jährige Student Gundolf Köhler, Anhänger der rechtsextremen "Wehrsportgruppe Hoffmann". Er wurde als Einzeltäter angesehen. An dieser Theorie gab es aber immer Zweifel. Wegen einer neuen, bisher unbekannten Zeugin nahm die Bundesanwaltschaft im Dezember die Ermittlungen wieder auf. dpa

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