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Welterbe Bambergs

10.02.2015

Klosterkirche ist wegen Bausünden einsturzgefährdet

St. Michael, die Klosterkirche in Bamberg, ist vom Einsturz bedroht. Der Grund: Bausünden aus der Barockzeit.
Bild: David Ebener dpa

Das Welterbe Bambergs, die Klosterkirche St. Michael, muss zum 1.000-jährigen Jubiläum wegen Einsturzgefahr geschlossen bleiben. Nun soll St. Michael saniert werden.

St. Michael, die Klosterkirche in Bamberg, ist vom Einsturz bedroht. Der Grund: Bausünden aus der Barockzeit. Jetzt soll die Kirche saniert werden, aber wann es losgehen soll und wie viel es kosten wird, ist noch offen. Und nun steht auch noch ein Jubiläum an.

Seit 2012 ist das St. Michael wegen Einsturzgefahr gesperrt

1.000 Jahre zuvor gründeten Benediktiner in Bamberg das Kloster St. Michael. Doch im Jubiläumsjahr bleibt die Klosterkirche wegen Einsturzgefahr gesperrt. Schon seit drei Jahren darf niemand mehr den Kircheninnenraum betreten. Die Schäden hätten ihn in einen regelrechten "Schockzustand" versetzt, sagt der auf historische Gebäude spezialisierte Statiker Günter Döhring vor dem Bamberger Stadtrat. Von der Kommune werden nun 160.000 Euro für erste Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung gestellt, so eine Sprecherin.

Wie viel die gesamte Sanierung der Klosterkirche betragen wird, ist noch unklar. Man müsse wohl mit einem zweistelligen Millionenbetrag rechnen, sagt die Sprecherin. Wann die Sanierung beginnen soll, ist ebenfalls offen.

Klosterkirche ist wegen Bausünden einsturzgefährdet

Der Grund für die Einsturzgefahr sind Einbauten aus der Barockzeit

Touristen und anderen Interessierten wird noch einige Jahre der Zugang zur Kirche verwehrt bleiben, die für ihr Deckengemälde berühmt ist. Der sogenannte Himmelsgarten zeigt fast 600 verschiedene Pflanzenarten und wurde Anfang des 17. Jahrhunderts geschaffen. 

Nach Angaben des Statikers waren vor allem nachträgliche Einbauten aus der Barockzeit für den heutigen Zustand verantwortlich. "Der Himmelsgarten ist in mächtiger Bewegung, die Seitenwände sind 13 Zentimeter gen Süden gedriftet", sagt Döhring. Außerdem sorge die Fassade, die 1696 angebracht wurde, für Probleme: "Sie hängt wie ein Rucksack an dem Gebäude."

1803 wurde die Abtei St. Michael, die 1015 gegründet wurde, im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die frühere Klosteranlage gehört heute der Bürgerspitalstiftung, und daher indirekt der Stadt Bamberg. Gefeiert werden soll das Klosterjubiläum unter anderem mit einer Ausstellung im Diözesanmuseum sowie mit Lesungen, Konzerten und anderen Kunstaktionen. AZ/dpa/lby

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