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Schule
25.06.2014

Kommentar: Wie viele Lehrer braucht Bayern?

Das Bayerische Kultusministerium verfolgt, was Schulen angeht, große Ziele. Jedoch mit fragwürdigen Mitteln.
Foto: Daniel Bockwoldt (dpa)

Schule soll ganztags stattfinden, die Inklusion von behinderten Kindern gefördert und Ganztagsschulen ausgebaut werden. Bayern will kürzen, obwohl es vorangehen soll.

Wie passt das zusammen? Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) macht die Rechnung auf: Mindestens 1153, wenn nicht sogar 22800 zusätzliche Lehrerstellen würden in Zukunft gebraucht, wollte man die Ganztagsschulen ausbauen, Inklusion von behinderten Kindern an Regelschulen weiter vorantreiben und die individuelle Förderung an allen Schularten vertiefen. Das Kultusministerium antwortet mit Zahlen aus der Vergangenheit. Das ist nicht originell.

Schulstunden müssen ausfallen, weil es nicht genug Lehrer gibt, die ihre kranken Kollegen vertreten können. Referendare werden voll in den Dienstplan einer Schule einbezogen, weil ohne sie der Unterricht nicht gewährleistet wäre. Gleichzeitig werden hunderte von jungen Lehrern nach dem Referendariat auf die Straße geschickt, weil für sie keine Stellen vorgesehen sind. Und jetzt will Bayern als Konsequenz daraus auch noch Referendariatsstellen streichen. Das mag logisch sein, geht aber absolut am Bedarf der Schulen vorbei.

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