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08.12.2018

Wieder eine Ziege in Bergnot?

Im Steinbruch steht eine Ziegen-Attrappe.
Foto: Zang, Landratsamt Miltenberg, dpa

Was hinter der kuriosen Geschichte steckt

Im Frühjahr musste in einem unterfränkischen Steinbruch eine weiße Hausziege aus Bergnot befreit werden – nun steht erneut eine helle Geiß auf dem Felsvorsprung. „Ja, sie steht da. Aber ich weiß nicht, wer sie hingestellt hat“, sagte der Erste Bürgermeister von Collenberg im Landkreis Miltenberg, Karl Josef Ullrich. Ein Einsatz der Bergwacht wird dieses Mal allerdings nicht nötig sein, denn das Tier ist eine Attrappe.

Ullrich findet die Idee eines Unbekannten lustig. Die originale weiße Geiß hatte der Gemeinde im Frühjahr viel Aufmerksamkeit beschert und ist quasi zum Maskottchen des Orts geworden. Das Tier war tagelang auf einem Felsvorsprung in 40 Meter Höhe gefangen. Es konnte weder vor noch zurück und drohte zu verdursten. Am Ende wurde die Ziege, die später von Kindergartenkindern den Namen „Flöckchen“ bekam, von der Bergwacht gerettet und abgeseilt. Sie lebt nun auf einem Gnadenhof.

Der Einsatz der Bergwacht im April hatte die Gemeinde gut 500 Euro gekostet. Zudem spendete sie weitere 300 Euro an die Bergwacht Miltenberg. „Das Flöckchen ist uns recht und teuer“, sagte Ullrich. Die Ziege lebte zuvor etwa zwei Jahre lang in dem Steinbruch, nachdem sie beim Ausladen an einem Schlachtbetrieb geflüchtet war. Wenn es nach Ullrich geht, darf Flöckchens Doppelgängerin auf dem Felsvorsprung stehenbleiben. „Die gefährdet ja niemandem – und verdursten tut sie uns auch nicht.“ (dpa)

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