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Gundelfingen/Aislingen

26.06.2017

Blühende Aussichten

Im Rahmen der Aktion „Offene Gartentür“ öffneten sich gestern im Landkreis zwei Türen in grüne Paradiese. So auch bei Roswitha und Lorenz Stöpfl in Gundelfingen. Mittelpunkt ihres Gartens ist die große Trauerbirke.
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Im Rahmen der Aktion „Offene Gartentür“ öffneten sich gestern im Landkreis zwei Türen in grüne Paradiese. So auch bei Roswitha und Lorenz Stöpfl in Gundelfingen. Mittelpunkt ihres Gartens ist die große Trauerbirke.

Besucher holen sich beim Tag der offenen Gartentür Anregungen.

Die Hortensien blühen bereits strahlend weiß. Dahinter erstreckt sich eine Grünfläche mit Liegen und Sitzgelegenheiten. Ein kleiner Brunnen plätschert im Hintergrund. In diesem grünen Paradies lebt Anja Wengenmayer. Die 34-jährige Aislingerin öffnet für einen Tag ihre Gartentür und ermöglicht den Besuchern aus dem Landkreis einen Blick in ihren neu umgebauten Garten. Nur ein paar Gebäude erinnern noch daran, dass der Garten früher einmal ein Bauernhof gewesen ist. Der alte Stadel und auch der Hühnerstall sind noch Überbleibsel aus früheren Zeiten, die Wengenmayer gerne übernommen und modernisiert hat. In der ehemaligen Güllegrube wird jetzt das Regenwasser gesammelt. Bei starker Hitze kann sie somit jeden Tag den Rasen bewässern, damit er nicht austrocknet.

Innerhalb von drei Jahren hat Wengenmayer den alten Bauernhof umgestaltet und das Ergebnis kommt bei den Besuchern gut an: „Was sie daraus gemacht hat, toll. Es sieht so perfekt und harmonisch aus“, schwärmt Ulrike Neidlinger aus Rieder, die selbst die Entwicklung des Gartens miterlebt hat.

Unter dem großen Walnussbaum hat die 34-Jährige im Schatten ihren Lieblingsplatz. „Da liege ich gerne und genieße das Plätschern vom Brunnen“, erzählt sie.

Die Arbeit im Garten ist für sie ein guter Ausgleich zu ihrem Vollzeit-Job. „Mir ist daher ein pflegeleichter Garten sehr wichtig, der aber trotzdem etwas Besonderes und kein 08/15-Garten ist.“ Ihr selbstangelegter Naschgarten ist so etwas Besonderes. Neben zahlreichen Kräutern wachsen hier auch Johannisbeeren, Rhabarber und Weintrauben für den Eigenbedarf der Familie. Das Hochbeet mit Steinwänden bietet dabei vielen Besuchern Anregungen für den eigenen Garten. „Wir überlegen selbst, unser Beet etwas umzubauen. So wie es hier ist, könnten wir es uns sehr gut vorstellen“, erklären Senta und Dieter Decker aus Niederstotzingen. Sie sind mit dem Fahrrad nach Aislingen gekommen und werden nach Gundelfingen weiterradeln, um auch einen Blick in den Garten von Roswitha und Lorenz Stöpfl zu werfen.

Dort werden die Besucher von einer riesigen Trauerbirke empfangen. Sie ist das Herzstück des Gartens. Um sie herum hat das Ehepaar Stöpfl einen Teich mit einer Holzterrasse angelegt. „Hier sitzen und essen wir gerne“, erzählt Roswitha Stöpfl. Vor allem in den vergangenen zehn Jahren hat sich der Garten von Ehepaar Stöpfl stets verändert. „Da ist immer einiges neues hinzugekommen“, berichtet Roswitha Stöpfl. „Unser neuestes Projekt, die Sauna, ist auch erst vor einem Jahr fertig geworden.“ So gibt es in dem Garten viele kleine Ecken, die man erkunden kann. Neben einem Grillplatz bieten die Besitzer einer Ferienwohnung ihren Gästen auch ein beheiztes Badefass an. „Mir gefällt es einfach, wenn sich Gäste bei uns im Garten wohlfühlen. Dann geht’s uns auch gut“, sagt Stöpfl lachend. Zu jeder Jahreszeit blüht bei dem Ehepaar etwas im Garten. Gerade sind es die Rosen. Sie wachsen am Hang zwischen unzähligen Pflanzen und Sträuchern. Viele davon sind von Nachbarn oder von Freuden zusammengesammelt. „Wir tauschen einfach gerne unsere Blumen“, so Lorenz Stöpfl. Ihre Ideen holen sich die beiden oft aus dem Internet oder auf Messen. Und die werden dann kreativ umgesetzt.

„Es muss nicht immer alles perfekt sein im Garten“, sagt Roswitha Stöpfl. „Wenn man viel Liebe und Leidenschaft reinsteckt, ist das schon ein gutes Rezept für einen schönen Garten.“ Einige Gäste, wie Dieter und Zilli Spengler aus Offingen, schauen jedes Jahr bei den geöffneten Gärten vorbei. „Man sieht einfach, wie abwechslungsreich und unterschiedlich die Gärten gestaltet sind.“ Bei leiser Gitarrenmusik und frischen Speisen lädt der Garten in Gundelfingen zum Verweilen ein. „Aber es wäre schön, wenn mehrere Gärten im Landkreis bei dieser Aktion mitmachen würden“, sagt Roswitha Stöpfl.

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