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09.11.2019

Das Handwerk braucht Frauen

Seit einigen Jahren steigt die Zahl von Frauen in zahlreichen Handwerkerberufen. In vielen Bereichen ist allerdings noch Luft nach oben.
Bild: Alexander Kaya

Immer mehr Freuen ergreifen einen Beruf im handwerklichen Bereich. Woran das liegt? Digitaler Fortschritt und technischer Wandel haben viele Prozesse vereinfacht.

Das Handwerk ist eine vernachlässigte Branche. Dabei sind dort die Karrierechancen und Entwicklungsperspektiven seit einigen Jahren hervorragend. Gerade bei Frauen sind jedoch viele typischen Handwerksberufe denkbar unbeliebt. Zwar ist die Zahl an weiblichen Auszubildenden in den vergangenen Jahren nach Angaben des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) kontinuierlich gestiegen; dennoch könnten viele Berufe noch deutlich weiblicher werden.

Warum das Handwerk sich so schwierig tut Frauen zu begeistern

Entscheiden sich junge Frauen nach dem Schulabschluss tatsächlich für eine Ausbildung in diesem Bereich, dann fällt die Wahl meist auf den Beruf der Konditorin, Goldschmiedin oder Schneiderin, wie die Statistik des ZDH zeigt. Andere Jobs wie beispielsweise Maurer, Straßenbauer oder Dachdecker verzeichnen dagegen noch immer einen Anteil an Frauen, der weit unter zwei Prozent liegt. Dabei brauchen auch diese Jobs Frauenpower.

Selbst in ehemals reinen Männerberufen haben sie die Chance, ihre Talente und Stärken einzusetzen. Neben dem kreativen und gestalterischen Aspekt hat das Handwerk vor allem auch erfolgversprechende Zukunftsaussichten zu bieten.

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Digitalisierung und technischer Fortschritt helfen dem Image

Das Klischee, dass Frauen nicht stark genug für die handwerkliche Arbeit sind, ist zum Teil überholt. Dank des technischen Fortschritts der vergangenen Jahre und der zunehmenden Digitalisierung werden auch die körperlichen Belastungen im Handwerk immer geringer. Ziel sollte es deshalb sein, Mädchen und junge Frauen schon möglichst früh mit den Jobperspektiven in dieser Branche in Berührung zu bringen. Kurz gesagt: Das Image muss aufpoliert werden. Ein richtiger Schritt sind dabei Aktionen, wie beispielsweise der Tag des Schreiners, der an diesem Wochenende stattfindet.

Lesen Sie dazu unseren Artikel über die Erfahrungen einer jungen Schreinerin:

Traumjob Schreinerin: Zwischen Hobel und Holzspänen

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