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Dischingen

06.01.2019

Kabarett von Altinger bis Weber

In der Dischinger Begegnungsstätte Arche sind im neuen Jahr zahlreiche hochkarätige Kabarettisten zu Gast.

Die Aktion „Freunde schaffen Freude“ aus Dischingen hat für 2019 wieder ein abwechslungsreiches Kabarett-Jahresprogramm in der Arche zusammengestellt. Freunde der gut gespitzten Pointe werden am Sonntag, 20. Januar, mit Matthias Tretter einen alten Bekannten auf dem Härtsfeld erleben können. In seinem Programm „Pop“ blickt Tretter auf das „Zeitalter des Amateurs“, das seinen Anfang mit Castingshows und Bloggern nahm und den vorläufigen Höhepunkt mit Politik-Darsteller Trump erlebt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Woche später, am Sonntag, 27. Januar, um 18 Uhr, liest der Stuttgarter Schauspieler Walter Sittler unter dem Titel „Ich bin immer noch da“ aus den Texten von Dieter Hildebrandt. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Nattheim in der Gemeindehalle Nattheim statt.

Eine weitere Woche darauf wird es am Sonntag, 3. Februar, würzig-schwäbisch, wenn Ernst Mantel mit seinem neuen Soloprogramm „Gell“ auf die Kleinkunstbühne der Arche steigt. Als genauer Sprachbeobachter arbeitet Mantel die mal liebenswerten, mal nervtötenden Eigenheiten seiner Landsleute fein heraus.

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„Born in de BRD“ mit Özgur Cebe

Nicht Bruce Springsteen, sondern Özgür Cebe wird am Sonntag, 17. Februar, mit „Born in the BRD“ erwartet. Cebe gilt als Albtraum patriotischer Europäer, spricht er doch, ohne Biodeutscher zu sein, akzentfreies und gewitztes Deutsch.

„Furchtlos glücklich“ ist dagegen Franziska Wanninger, zumindest, wenn man dem Titel ihres aktuellen Programms glaubt. Zum zweiten Mal nach 2017 wird die bayerische Kabarettistin am Sonntag, 17. März, zu Gast sein. Wanningers Talent, scheinbar mühelos zwischen unterschiedlichsten Charakteren zu springen, dürfte das Publikum auch diesmal in den Bann ziehen.

Martin Frank und Olaf Bossis sind auch dabei

Harmoniesüchtig zu sein ist eigentlich keine gute Eigenschaft für einen Kabarettisten. Man darf aber wohl annehmen, dass sich der Titel „Harmoniesüchtig“ von Olaf Bossis aktuellem Programm allenfalls auf die musikalischen Teile bezieht, die Texte sind vielmehr von einem genauen Blick auf unsere heutige Gesellschaft geprägt. Zu erleben ist dies am Sonntag, 7. April.

Als Shootingstar der bayerischen Kabarettszene gilt Martin Frank, und damit gehört er fast zwangsläufig auch auf die Kleinkunstbühne in Dischingen. Am Sonntag, 5. Mai, stellt Frank sein Programm „Es kommt, wie’s kommt“ vor, und auch er verspricht einen kritischen Blick auf eine Gesellschaft mit ihren Auswüchsen zwischen überbordender Karrieregeilheit und anonymem Wohnen.

Ebenfalls als Senkrechtstarter in der deutschen Comedyszene gilt Alain Frei, der mit seinem dritten Erfolgsprogramm „Mach dich Frei“ am Samstag, 18. Mai, ab 20 Uhr zu erleben sein wird. Der gebürtige Schweizer geht in seinem Programm den wichtigen Fragen der Menschheit nach: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin, und was ist eigentlich ein „Schmutzli“?

50 Jahre nach Woodstock darf die Musik des legendären Festivals auch im Arche-Sommer nicht fehlen. An Fronleichnam, Donnerstag, 20. Juni, tritt der Heidenheimer Blues-Gitarrist Siggi Schwarz mit seiner Band ab 15 Uhr zum 19. Geburtstag der Arche beim Benefiz-Open-Air auf. Musik-Fans dürfen sich auf viele Woodstock-Hits freuen.

Musikalisch geht es auch am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 14 Uhr beim traditionellen Benefiz-Dixie-Frühstück weiter, bevor das Arche-Team am Donnerstag, 18. Juli auf Tour geht und zur elften Lotto-Benefiz-Sommergala mit Preisträgern des baden-württembergischen Kleinkunstpreises ins Heidenheimer Naturtheater einlädt. Die Gäste: der Beatboxer Robeat, das Musik-Comedy-Duo Suchtpotenzial und Kabarettist Philipp Weber.

Michl Altinger präsentiert eine Vorpremiere

Nach der kabarettistischen Sommerpause gibt es am Sonntag, 22. September, ein Wiedersehen mit Michael „Michl“ Altinger, einem der wohl verlässlichsten Gäste in der Dischinger Begegnungsstätte. Altinger präsentiert dann eine Vorpremiere seines neuen Programms. Mit dem hintergründig betitelten Programm „Pea®ce on Earth“ wird am Sonntag, 20. Oktober, Simon Pearce erwartet. Der bayerisch-nigerianische Kabarettist verspricht zwar nicht den Weltfrieden, aber zumindest die äußerst vergnügliche Suche nach ein wenig innerer Ruhe.

Künsten wie dem Bauchreden, Puppenspiel oder dem Schattentheater neuen Schwung zu verleihen, ist das Versprechen, das mit dem Gastspiel von Günter Fortmeier am Sonntag, 17. November, einhergeht. Diese Darstellungsformen verbindet der Träger des baden-württembergischen Kleinkunstpreises 2016 in seinem Programm „Echt sauber“ mit einem scharfen Blick auf Politik und Gesellschaft.

Ein musikalisches „Krippenvorspiel“ kündigt zum Abschluss des Jahres der Song-Kabarettist Martin Herrmann an – und das ist nicht weniger als ein genauer Blick auf die wichtigste zwischenmenschliche Krisenphase des Jahres.

Alle Sonntagsveranstaltungen in der Arche beginnen um 18 Uhr. Der Vorverkauf für die Kleinkunstreihe läuft. Karten gibt es unter Telefon 07327/9222111. (pm)

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