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Dillingen/Wertingen

25.02.2020

Musikfasten und gute Taten: Die Vorhaben unserer Redaktion zur Fastenzeit

Die Mitglieder der WZ- und DZ-Redaktion fasten auf vielfältige Weise in der diesjährigen Fastenzeit und lassen die Leser an ihren Erfahrungen teilhaben.
Bild: Bärbel Schoen

Plus Zur Fastenzeit haben unsere Redakteure für die kommenden 40 Tage große Pläne. Mit dabei sind klassische Vorsätze - und auch Ungewöhnliches.

Jetzt hat sich’s ausgefeiert. Für Christen beginnt nach der Narretei am heutigen Aschermittwoch eine 40-tägige Fastenzeit. Aber auch für viele, die sich heute kein Aschekreuz aufs Haupt streuen lassen, ist die Zeit vor Ostern Anlass, gegen schlechte Gewohnheiten anzukämpfen und neu durchzustarten. Auch unsere Redaktion hat sich einiges vorgenommen. Die Palette der Aktivitäten reicht vom Schokoladenverzicht über die Alkohol-Abstinenz bis zur täglichen guten Tat. In wöchentlichen Abständen werden wir über unsere Erfahrungen berichten.

Fastenzeit: Die Vorhaben der DZ/WZ-Redaktion

Berthold Veh: Seit einigen Jahren zählt für mich der Verzicht auf Alkohol zum festen Bestandteil der Fastenzeit. Auch, wenn dies keine echte Herausforderung darstellt, denn es geht ja gut ohne Feierabendbier. Aber wir sind ja eine nahezu „trockene“ Redaktion, denn die Kollegen bevorzugen auch bei Kneipenbesuchen überwiegend Antialkoholisches. Deshalb fiel die Übung Alkoholverzicht auf mich. Nun möchte ich die Zeit nutzen und genau hinschauen, welche Rolle Alkohol in unserem täglichen Leben spielt. Und ich werde mir auch Teile des Programms der Kollegen zu eigen machen, weil mich das mehr fordern wird: Ausmisten und der Verzicht auf Fleisch, Wurst und Schokolade.

Vanessa Polednia: „Jeden Tag eine gute Tat“: Das bekannte Pfadfinderversprechen soll die nächsten 40 Tage mein Mantra sein. Bei der Frage, was überhaupt als gute Tat zählt oder eigentlich nur eine Frage des Anstandes ist, wird es philosophisch. Meine Gedanken hierzu: Es kann auch eine kleine Geste sein. Wichtig ist mir, dass die „gute Tat“ uneigennützig ist. Mir schwirren bereits etliche Taten im Kopf, die ich aber noch nicht verraten möchte. Und gerne darf aus dem Experiment eine Tugend werden.

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Simone Bronnhuber: Kein Problem. Da bin ich mir sicher. Oder? Zumindest bin ich am Faschingsdienstag, am „Probe-Fasten-Tag“ bereits gescheitert. Ich will es in den kommenden 40 Tagen umdrehen. Ich will nicht verzichten, sondern etwas tun. Für mich. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag 10.000 Schritte zu laufen. Diese Zahl hält sich seit Jahren wacker im Fitnessbereich – dadurch soll man gesund und aktiv bleiben. Mir geht es vor allem darum, einen anderen Rhythmus in meinen Tag zu bringen. So ist der Plan: Früh morgens noch vor der Arbeit die meisten Schritte erledigt zu haben. Mein Hund wird sich freuen. Hoffe ich.

Cordula Homann: Nur mein engster Familienkreis weiß es. Ansonsten kann sich niemand vorstellen, wie süchtig ich bin. Nach Schokolade. In den nächsten 40 Tagen wird mutmaßlich nicht nur mein engster Familienkreis erfahren, wie hart mich der Entzug beuteln wird. Doch da ist ein Licht am Ende des Tunnels – der Schokoladenosterhase. Das wird heuer vielleicht ein Osterfest!

Jonathan Mayer: „Das sollte doch nicht so schwer sein“, war mein erster Gedanke. Schließlich will ich ja schon lange weniger Fleisch, Wurst und Fisch essen. Geklappt hat das bislang nur sporadisch. In den kommenden 40 Tagen gilt für mich aber der totale Verzicht, vegetarische Ernährung ist angesagt. Das wiederum wird hart. Wer will schon auf Schnitzel und Sushi verzichten?

Benjamin Reif: Musik begleitet mich durch jeden Tag. Im Auto, beim Sport, aber auch bei der Arbeit. Für jede Stimmungslage und jede Situation habe ich meinen eigenen Soundtrack. Von Frank Sinatra und Elvis über Rock der 70er-Jahre wie ZZ Top bis hin zu extremen Spielarten des Heavy Metal, die mein Umfeld nur den Kopf schütteln lassen. Ich verabscheue das Radio und suche je nach Stimmung selbst aus, welche Musik gerade läuft. Aber trotzdem verkommt diese bei mir oft zum Hintergrundrauschen, zur Klangtapete. Deshalb werde ich 40 Tage lang bewusst auf Musik verzichten und diese anschließend hoffentlich ganz neu wertschätzen.

Birgit Hassan: Wenn irgendwo was nicht stimmt, schief läuft oder nervt, kann ich das sofort wahrnehmen. Und ebenso kommunizieren. Andere nennen es auch nörgeln und motzen. Jammern kann ich übrigens genauso gut. Damit ist jetzt Schluss. Ich will mich ab heute 40 Tage ganz bewusst auf das Schöne und Stimmige fokussieren. Und das auch kundtun. „Komplimente“ nennen sich solche wohlwollende, freundliche Äußerungen, die an anderen Menschen etwas hervorheben, was einem besonders gefällt beziehungsweise positiv auffällt. Jeden Tag werde ich mindestens ein Kompliment machen. Mal schauen, was das mit meinem Gegenüber – und mit mir selbst – macht! Ich freue mich drauf.

Andreas Schopf: Vorgenommen habe ich mir das schon oft. Aber wie das so ist mit guten Vorsätzen – irgendetwas kommt immer dazwischen. Jetzt soll alles anders werden. In den kommenden Wochen möchte ich meine Wohnung und meinen Arbeitsplatz ausmisten. Diesmal wirklich. Der Beginn verlief vielversprechend. Der erste Schrank bei mir Zuhause ist entrümpelt. War gar nicht schlimm – und das Gefühl ist wunderbar. So soll es weitergehen. Und wenn nur ein unnützer Gegenstand pro Tag dran glauben muss. (dz)

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