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Dillingen

18.11.2018

Theater der Bona-Schüler: Was für ein Liebeschaos

Viel Beifall erhielten die Schauspieler des Bonaventura-Gymnasiums für die Aufführung des Shakespeare-Stücks „Was Ihr wollt“ im Dillinger Stadtsaal. Auf dem Foto (von links): Olivia (Magalie Hintermayr), Sebastian (Florian Schneider), Viola/Chris (Vanessa Horn), Marcus (Maximilian Kleinle), Michael (Michael Joseph), Maria (Sophia Triebel), Tabea (Theresa Saufler, hinten) und Hanna als Pfarrer (Jaqueline Hammerschmidt).
Bild: Emma Schaller

Bona-Gymnasiasten spielen „Was Ihr wollt“ nach William Shakespeare. Es kommt zu lauter Verwechslungen. Wie die Zuschauer reagieren.

Anspruchsvolles Theater haben Schüler des Bonaventura-Gymnasiums auf die Bühne gebracht. Die Gymnasiasten des Profil- und Wahlfachs Schauspiel führten im Dillinger Stadtsaal unter der Leitung von Clemens Michels William Shakespeares Klassiker „Was Ihr wollt“ auf.

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„Was gibt’s?“ Mit dieser Frage kommt der diensteifrige Offizier (Benedikt Fischer) auf die Bühne. Diese Frage stellten sich im Stadtsaal jedoch bestimmt auch einige Zuschauer, da die verwirrende Handlung des Stückes zu Kopfzerbrechen führen kann. Da ist einerseits zu Beginn eine vollkommen überzeugende Viola (Vanessa Horn) auf der Bühne, die danach aber plötzlich als Mann mit Namen Chris auftaucht. Sie will, als Mann verkleidet, dem leise schmachtenden Königssohn Marcus (Maximilian Kleinle) helfen, die edle Gräfin Olivia (Magalie Hintermayr) für sich zu gewinnen. Störend ist nur, dass sich Viola, als Mann verkleidet, dabei selbst in den Königssohn verliebt, während sich Olivia in Chris verliebt. Was für ein Liebeschaos! Zusätzlich zu diesen Verwechslungen spielen Olivias trinkfeste Tante Tabea (Theresa Saufler) und Olivias raffinierte Schwester Maria (Sophia Triebel) dem selbstverliebten wie genialen Mitbewohner Olivias mit Namen Michael (Michael Joseph) einen Streich, der zu gelben Strümpfen und grünen Bändern führt.

Ein roter Faden der Verwechslungen

Das ganze Stück über spannt sich der rote Faden der Verwechslungen durch die Handlung. Aber es fehlt noch Violas geliebter Bruder Sebastian (Florian Schneider), der mit ihr zu Beginn des Stückes auf der Insel abgestürzt ist. Als dieser jedoch plötzlich wieder auftaucht, kann er sein Glück nicht fassen, da die schöne Gräfin ihn heiraten will, da sie davon ausgeht, dass er ihr Chris sei. Glücklicherweise werden am Ende alle Verwechslungen zur Befriedigung der Zuschauer aufgeklärt und das Liebeschaos endlich aufgelöst.

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Diese Verwechslungen wurden vor allem durch die Leistung der Schüler in den Bereichen „Maske“ und „Kostüm“ möglich gemacht, da diese Schüler es innerhalb von wenigen Minuten schafften, Viola in Chris zu verwandeln. Somit wurde die Schauspielerin Vanessa Horn schnellstmöglich von einer jungen Frau zu einem jungen Mann geschminkt, zog Männerkleidung an und bekam zusätzlich noch eine Kurzhaarperücke aufgesetzt.

Ortswechsel binnen Sekunden

Durch diese Verwandlung ähnelte Viola/Chris (Vanessa Horn) ihrem Bruder Sebastian (Florian Schneider). Ebenfalls wurde mithilfe von zahlreichen authentischen Requisiten die Handlung dieses Theaterstückes für den Zuschauer veranschaulicht. Jedoch leisteten nicht nur die Schüler im Bereich Maske, Kostüm und Requisite einiges, auch in den Bereichen Bühnenbau und Bühnenbild wurde mit viel Aufwand an Bühnenbildern gearbeitet, die mit viel Liebe zum Detail erstellt wurden. Sie wurden während der Aufführung binnen Sekunden von den Schülern ausgetauscht, um die Ortswechsel im Stück darzustellen. In den Pausen wurden die Zuschauer von den Schülern des Bereichs „Catering“ bestens versorgt.

All diese Arbeit und Mühe belohnten die Zuschauer am Ende des Stücks mit herzlichem Lachen und Applaus. Dem Leiter der Schauspielgruppe, Clemens Michels, stand am Ende die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Das Versammeln aller am Stück beteiligten Personen und die Übergabe eines Geschenkes der Schüler an ihren Leiter war für alle emotional – besonders im Rückblick auf die anstrengenden und langen Proben. (pm)

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