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Konzert

06.06.2014

Wassermusik mit zwei Gitarren

Edith Lehner und Norbert Neunzling begeisterten als Duo Saitenspuren beim Konzert im Peterswörther Bürgersaal.
Bild: Kaminski

Duo Saitenspuren spielte in Peterswörth

„Water music – Musik für zwei Gitarren“. So lautete der Titel des Konzerts des GitarrenduosSaitenspuren“ – Edith Lehner und Norbert Neunzling –, zu dem das Peterswörther Sprachrohr kürzlich eingeladen hatte und bei dem es eine Mischung aus Werken aus ganz unterschiedlichen Zeiten zu hören gab. Schon beim Auftakt mit „Sanzen-in“ von Andrew York wurde spürbar, wie gut das Duo bereits aufeinander abgestimmt ist und auch die leisen Töne sauber zum Klingen bringt. Einen Sprung zurück ins 19. Jahrhundert wagten Lehner und Neunzling mit dem Divertissement op. 61 Nr. von Fernando Sor., gespielt auf Gitarren, wie sie im 19. Jahrhundert üblich waren. Und sie schafften es glänzend, die fast zärtliche Melodie im Andante wie auch das Schwungvolle im Allegretto zur Geltung zu bringen. Eine Hommage zum 80. Geburtstag des Komponisten Conrad Misch erwiesen die Gitarristen mit seinem Werk Suite Noël über ein altes französisches Weihnachtslied. Eine Herausforderung für jeden Gitarristen sind die Werke des Japaners Yoshimatsu Takashi, denn er war kein Gitarrist. Doch auch bei „Tender Toys“ zeigten Edith Lehner und Norbert Neunzling, welch großartige Gitarristen sie sind.

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Klangbilder zum Thema

In Carlo Domeniconis „Water music op. 64 c“ malten „Saitenspuren“ Klangbilder zum Thema Wasser in sechs Sätzen. So verstanden es die beiden Musiker meisterhaft, das Fließen des „Rivers“, langsam seinen Weg bahnend, in Töne zu übersetzen. Im Satz „Drops“ hörte man förmlich die Regentropfen heraus und beim „Well Choral“ sammelten sich die Wellen, um stärker zu werden, dann wieder abzuklingen, um erneut mit Schwung wieder an Stärke zuzunehmen.

Fantastisch melodisch den Saiten entlockt. „Water music“ hatten Edith Lehner und Norbert Neunzling nicht nur ihr Programm genannt, sondern sie überzeugten mit einem Tongemälde für zwei Gitarren die Zuhörer, die es ihnen mit großem Beifall zeigten. „Comme rivière“ von Claude Gagnon bildete dann den Abschluss beim großartigen Premierenkonzert von „Saitenspuren“, das Lust auf mehr macht, wie Walter Kaminski in seinen Dankesworten meinte. (pm)

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