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Seniorenkonzert

10.04.2015

Alte Kameraden und Berliner Luft

Christian Rusch (links) auf dem Euphonium und Max Keßler mit seinem Bariton bei der Polka „Zwei noble Herren“.
Bild: Brenner

Donauwörther Stadtkapelle spielt im Tanzhaus auf

Zu einer festen Einrichtung im Donauwörther Kulturleben ist das Seniorenkonzert im Tanzhaus geworden. Oberbürgermeister Armin Neudert, der das Auditorium willkommen hieß, freute sich über den regen Zuspruch. Der Stadtkapelle machte er ein besonderes Kompliment. Dabei erinnerte er an die Steubenparade im vorigen Jahr in New York als Höhepunkt in der Geschichte der Kapelle.

Die Grüße des Orchesters entbot Dirigent Josef Basting. Er fungierte auch als Moderator, musste aber ohne Mikrofon auskommen, da die Anlage nicht richtig funktionierte. Der Musik tat es keinen Abbruch. Zum schwungvollen Auftakt erklang Anton Seiferts Marsch „König Ludwig II.“. Musikalisch gesehen ist es von Bayern zu den Preußen nicht weit, wie „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ bewies.

Im gemütlichen Dreivierteltakt glitten die „Walzerperlen“ dahin und auch solistischen Einlagen hatte man Platz eingeräumt. „Zwei noble Herren“ waren es, die sich da dem Publikum gekonnt präsentierten: Christian Rusch auf dem Euphonium und Max Keßler mit seinem Bariton. Eine Herausforderung für das Ensemble stellte der Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ dar, was insbesondere das Bass-Solo anbetraf. Bevor die Ausführenden in die Pause gingen, konnte das Publikum, musikalisch gesehen „Berliner Luft“ schnuppern.

Carl Teikes wohl berühmtester Marsch „Alte Kameraden“ durfte nicht fehlen. Auch für original bayerisch-schwäbische Blasmusik, wie es der sogenannte Rheinländer ist, war die Stadtkapelle unter dem Titel „Schö muaß geh’“ zu haben. Die „Oberkrainer“ und „Schneidige Mannerleut’“ (auch eine bodenständige Polka) vervollständigten den volkstümlichen Teil. Bevor sich das Konzert zu Ende neigte, hatte Gerd Ferner als brillanter Trompetensolist seinen Auftritt: Bert Kaempferts „Wunderland bei Nacht“. Das gern gehörte Potpourri „Fünf Minuten Sechstagerennen“ enthielt Ausschnitte aus „Wiener Praterleben“, „O mein Papa“, und Offenbachs „Can-Can“. Noch vor der Schlussakkord mit dem „Radetzky-Marsch“ angeschlagen wurde, galt die musikalische Aufmerksamkeit zwei Geburtstagskindern. Klaus Stephan vom Seniorenbeirat dankte schließlich allen, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen, einschließlich der Helfer, welche die geschmackvolle Tischdekoration arrangiert hatten. Und weiter: „Die Stadtkapelle hat den richtigen Ton getroffen.“ (bd)

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