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Einweihung

20.04.2015

Ein Platz für Kinder

Die Kinderkrippe im Niederschönenfelder Ortsteil Feldheim ist gestern eingeweiht worden. Dabei gaben die Mädchen und Buben in einem Singspiel auch die Antwort darauf, wer aus dem Ort schon alles im Kindergarten war.
Bild: Jürgen Ziegelmeir

Krippe in Feldheim erhält den Segen. Mehr als 200 Besucher des Festes erleben ein kreatives Singspiel

Das Gesicht von Bürgermeister Peter Mahl verwandelte sich bei dem Singspiel zu einem strahlenden Lachen. Zusammen mit den mehr als 200 Gästen war er ohnehin schon gut gelaunt, denn wie er anmerkte, sei dies hier ein Ort, wo sich die Träume der Kinder unter drei Jahren erfüllen. So geriet der Festakt mit der Segnung der Kinderkrippe durch Pfarrer Paul Großmann in Feldheim zu einem Tag der Freude. Was war es, was Mahl diese spontane Reaktion entlockte?

„Wo hat unser Bürgermeister schon im Sand gespielt?“ sang Monika Stöckl, die Leiterin der Gemeindekindertagesstätte. Die Antwort darauf gaben die Kinder als Refrain: „Im Kindergarten!“ Verkleidet zum Beispiel als Polizist, oder in ihren roten Pullovern mit der Aufschrift „Ein Platz für Kinder“, tanzten sie und drehten sich im Kreis. Treffender hätte das nächste Lied „Gebt den Kindern einen Platz“ nicht sein können. Inzwischen sind nämlich schon neun kleine Gäste unter drei Jahren in die neue Gruppe Drei-Käse-Hoch eingezogen und haben sich dort eingelebt, weil dieser Ort etwas besonderes für sie ist.

Das Geld ist gut angelegt

Ein Rundgang durch ihr neues Heim offenbart den Blick in die Welt von Liliput. Alles ist hier etwas kleiner. Die Toiletten, die nur etwas mehr als 20 Zentimeter Höhe haben und die Waschbecken mit den Wasserhähnen, die blau, rot und gelb gefärbt sind. Und wenn eines der kleinen Kinder müde ist, kann es sich in einem der vier Bettchen mit jeweils einem Kuscheltier schlafen legen. Dazu gibt es natürlich noch eine Kuschelecke und einen Spielbereich mit Tisch und Stühlen. Die Gemeinde hat alles getan, um ihren jungen Bürgern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Ins Detail ging dabei Mahl. „Eine Kinderkrippe ist keine Verwahranstalt, sondern eine Einrichtung für frühkindliche Bildung“, sagte er. Was ihn und seine Gemeinderäte zufrieden mache sei die Tatsache, dass der Bau finanziell relativ günstig kam. Eine Kostenberechnung des Architekturbüros ergab einen Wert von insgesamt 420000 Euro. An Rechnungen sind bisher 370000 Euro angefallen. An Zuschüssen gab es 220000 Euro. „Das Geld das wir dann noch bezahlen müssen, ist gut angelegt“, meinte der Bürgermeister in seiner Rede.

Ähnlich sieht es Landrat Stefan Rößle. Es sei eine kommunalpolitische Aufgabe, Kinderkrippen zu schaffen, „damit junge Eltern Beruf und Familie unter einen Hut bringen können“, sagte er. Um seine Aussage zu unterstreichen, zitierte er den Dichter Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und hilft zu leben.“ Dieser Zauber sei es, dass sich die Kinder hier in Feldheim optimal entwickeln können. Die Voraussetzungen hat die Gemeinde also geschaffen, damit Träume an diesem Platz künftig wahr werden, sagte Rößle.

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