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Donauwörth

20.10.2019

Lachen mit dem Bierbarden

Michi Dietmayr brachte sein Publikum in Donauwörth zum Lachen.
Bild: Foto: Tanja Sonntag

Ein köstlicher Michi Dietmayr bei den Donauwörther Kulturtagen

Bayerische Mundart, Gitarre und kreative Lieder, mehr braucht ein Michi Dietmayr nicht, um sein das Publikum zu begeistern – diesmal tat er es im Donauwörther Zeughaus im Rahmen der Kulturtage. Die zumeist amüsanten Texte sind eine bunte Mischung aus Alltagsleben („ein Strafdelikt der aller schrecklichsten Art – meine Frau ist jetzt im Elternbeirat“) und Liedern aus seiner ganz eigenen Welt, dabei nicht immer jungendfrei, manchmal etwas überzogen und derb, aber durchwegs heiter. An Humor und Selbstironie spart er jedenfalls nicht, bezeichnet sich selbst als Bierbarden, erzählt gelegentlich Witze, ohne dass es je gestellt wirkt.

Immer wieder unterbricht er sein musikalisches Programm für lustige Anekdoten, die die Herkunft der Stücke erklären. Er kann scheinbar aus allem einen Song machen, sei es über die Pubertät seiner Töchter, wobei er ihren Slang imitiert, oder darüber, dass ihm das Bier ausgegangen sei. Gelingt ein Lied einmal nicht, singt er es trotzdem und kündigt schon im Voraus an, dass der nächste Text sinnlos sei, was dann tatsächlich stimmt.

„Fuaßboi, Frauen und andere G’schichten“, so heißt seine Ein-Mann-Show. Da muss er natürlich einige Klischees bedienen. „Hunger, Pipi, Kalt“, das hätten laut ihm alle Frauen gemeinsam, während er Männer auf „Fuaßboi, Schweinsbratn und a hoibe Bier“ herunterbricht. Daraus entsteht ein beschwingtes Lied, bei dem alle mitsingen, die das eigene Schamgefühl überwinden können. „So laut, dass man es auch auf der Straße hört“, hofft Michi Dietmayr.

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Sogar Weihnachtslieder gibt er zum Besten – natürlich neu interpretiert, wie es von dem Musikkabarettisten zu erwarten ist. „In der Ochsenbraterei“, singt er statt „in der Weihnachtsbäckerei“. Außerdem geht er nicht mit seiner Laterne, stattdessen lautet sein Text: „Ich geh’ in meine Taverne“.

Seine Lieder bezeichnet er alle als Hits – besonders hebt er dabei seinen „Welthit“ hervor. Darin singt er von Ed Sheeran und Shawn Mendes, die von seinem Song begeistert seien. „Den schick ich bis nach Kanada, made in Bavaria“, behauptet er und geht sogar noch ein Stück weiter, will mit den Popstars Rollen tauschen: „Shawn und Ed tingeln jetzt auf den Kleinkunstbühnen rum.“

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