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12.09.2019

Lerntipps für den Schulanfang

Am Dienstag hat das neue Schuljahr begonnen. Pädagogen halten es für wichtig, nicht nur am Computer zu lernen, sondern den Stoff auch mit der Hand aufzuschreiben. Wir haben uns bei Schulleitern und Lehrern umgehört.

Auch im neuen Schuljahr ist richtiges Lernen wichtig. Welche Grundregeln dabei wichtig sind und wie mit Misserfolg umgegangen werden sollte, erklären Pädagogen aus der Region.

Die Sommerferien sind vorbei. Sechs Wochen lang konnten sich Schüler von einem langen Jahr erholen. An den ersten Schultagen sieht man Freunde wieder und freut sich vielleicht auch auf das neue Schuljahr.

Doch nach so langer Zeit muss man sich auch erst einmal wieder an den Schulalltag gewöhnen und die Motivation aufrechterhalten. Hier gibt es ein paar Tipps zum Start in das neue Jahr.

Für Pia Szymanski, Lehrerin am Nördlinger Theodor-Heuss-Gymnasium, fängt das schon vor Unterrichtsbeginn an: „Es ist wichtig, dass man vorbereitet in den Unterricht geht und sein Material bereit hat.“ Dazu gehören auch die Hausaufgaben – für Gerhard Härpfer, Leiter der Staatlichen Realschule Rain, ein Grundstein, um in der Schule Erfolg zu haben. Unter dem Motto „Lernen lernen“ werden schon den Fünftklässlern verschiedene Lernmethoden und -prinzipien näher gebracht. Denn diese müssen sich erst einmal an die neuen Anforderungen einer weiterführenden Schule gewöhnen. Häpfer hat auch einige Tipps: „Gerade für Schüler, die das Lernen noch nicht gewohnt sind, ist es wichtig, einige Grundregeln zu beachten. Denn Struktur hineinzubekommen ist sehr hilfreich.“

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Geordnetes Notieren von Hausaufgaben

Hierzu gehöre zum einen das geordnete Notieren von anfallenden Hausaufgaben – und das bereits in der Schule. Bei der Vorbereitung solle man sich auf die wichtigen Dinge fokussieren: „Es macht keinen Sinn, einfach alles zu lernen. Wenn man zum Beispiel Geschichte erst am Freitag wieder hat, bringt es nichts, den Stoff schon am Montag zu wiederholen.“ Am besten sollten die Hausaufgaben und der Stoff für den nächsten Tag behandelt werden, so der Schulleiter.

Zudem sei ein geordneter Arbeitsplatz sehr wichtig. Das beste sei, Dinge, die ablenken könnten, zu entfernen. „Heutzutage ist das wahrscheinlich in erster Linie das Handy, das muss einfach nicht beim Arbeiten daneben liegen.“ Nach erledigten Hausaufgaben jedoch wieder Dinge zu unternehmen, die einem Spaß machen könne ein guter Ansporn sein. Hierzu gehören vor allem Hobbys, wie das Fußballtraining oder Treffen mit Freunden.

Kurze Pausen sind wichtig

Wenn mehrere Fächer an einem Tag bearbeitet werden sollen, rät Härpfer dazu, unterschiedlich zu lernen. Das gilt sowohl für die Reihenfolge als auch für die angewandten Methoden. „Es bringt nichts, nach den englischen Vokabeln sofort mit den französischen anzufangen. Da macht das Gehirn nicht mit.“ Besser sei es, nach einem bearbeiteten Fach eine kurze Pause einzulegen und frische Luft zu schnappen, um dann mit einem ganz anderenFach weiter zu machen.

Und egal ob Vokabeln oder Jahreszahlen, schreibend zu lernen sei immer eine gute Idee. „Damit meine ich wirklich mit der Hand. So lernt man einfach besser“, meint Härpfer. Er rät dazu, sich kleine Spickzettel zu schreiben, also Karteikarten, auf denen der Stoff eines Hefteintrags komprimiert abgebildet ist. Dadurch würde die Fähigkeit, das Wichtige zu erkennen und zu behalten, geschult. „Die Spickzettel bleiben zuhause, ich möchte hier nicht zum Spicken animieren“, stellt der Schulleiter jedoch klar.

Lautes Aussprechen und Eselsbrücken helfen immer

Stoff zusammenzufassen rät auch Elisabeth Reck, Schulpsychologin am Gymnasium in Nördlingen. Ihr Tipp zum Lernen ist aktiv zu sein. Das bedeute Vokabeln oder Sachverhalte aufzuschreiben, laut auszusprechen oder das Ausdenken von Eselsbrücken. Je mehr Sinne zum Einsatz kommen würden, desto höher sei die Lernleistung.

Wenn anfangs doch mal ein Test schlecht ausfalle, bestehe jedoch kein Grund zur Panik, sagt Gerhard Härpfer: „Es gibt ganz unterschiedliche Gründe für schlechte Noten. Wichtig ist es, diese herauszufinden. Zwar ist es wichtig, zu handeln, aber trotzdem sollte Ruhe bewahrt werden. Der Fachlehrer ist eine gute erste Anlaufstelle.“

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