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Urlaub

29.08.2016

Per Wohnmobil an die Donau

Auf dem Festplatz hat die Stadt Donauwörth für Wohnmobile ein eigenes Terrain ausgewiesen. Das Parken ist kostenlos, aber auf fünf Tage begrenzt.
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Auf dem Festplatz hat die Stadt Donauwörth für Wohnmobile ein eigenes Terrain ausgewiesen. Das Parken ist kostenlos, aber auf fünf Tage begrenzt.

Der Parkplatz für die „fahrenden Häuser“ am Festplatz ist beliebt. Was die Gäste daran schätzen – und generell an der Großen Kreisstadt

Es sind die letzten Spätsommertage. Und ein Wetter wie in „Bella Italia“ hätte sich Giuseppe Lincetto hier nicht träumen lassen. Umso mehr genießt der Familienvater aus Venedig mit Frau und Sohn das abendliche Sonnenspiel an der Donau. Vom Damm mit dem Panoramablick auf den Fluss gleitet der Tag in die Nacht. Diese verbringen die drei in ihrem Wohnmobil auf dem speziell für Fahrer dieser Wohnkarossen bei der früheren Schwabenhalle ausgewiesenen Platz – nur wenige Schritte von der Donau. Den Italienern fehlt die Zeit, sich länger in Donauwörth aufzuhalten. Die Romantische Straße in 14 Tagen, das will bewältigt werden. Da lassen es Armin und Gertrud Emrich aus der Pfalz schon ruhiger angehen.

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„Wir wissen zwar nicht, wohin wir wollen, werden aber als erste da sein“, haben sie auf das Frontteil ihres Wohnmobils geschrieben. So geben sie Donauwörth drei Tage Zeit, um sich zu präsentieren. Das erste Urteil fällt durchaus positiv aus: „Ein schönes Städtchen“, anerkennt Armin Emrich, der ein alter Hase ist. Schon seit 2004 ist er mit seiner Frau mehrmals im Jahr mit dem „fahrbaren Zuhause“ unterwegs.

Im nächsten Jahr geht es nach Norwegen, da ist Bayern natürlich ein deutlich günstigeres Ziel. Sie haben das Fahrrad dabei, um mobil zu sein. In der Großen Kreisstadt haben sie schon kräftig eingekauft. Sie sind begeisterte Wohmobilisten. Die Emrichs haben schon viele Stellplätze in Deutschland und in den Nachbarländern gesehen.

Per Wohnmobil an die Donau

Weil es sehr heiß ist, ruhen sie sich in den Mittagsstunden in ihren Campingstühlen aus. Auf dem Programm für den Spätnachmittag: „Die Lebensmittelvorräte auffüllen, den nächsten Streckenabschnitt studieren und vielleicht am Abend in einem Lokal essen.“ Morgen soll es weitergehen, die Stellplatzzeit ist auf fünf Tage begrenzt.

„Ja, auch unsere Gastronomie profitiert davon“, erzählt Ulrike Steger, die Leiterin der städtischen Tourist-Information, über den Stellplatz. Sie hat in den letzten Jahren viele positive Rückmeldungen erhalten. Der Platz sei eine Bereicherung für das Programm in Donauwörth „und auch ein Anziehungspunkt“. Vermehrt meldeten die Stadtführer auch Wohnmobilisten bei ihren abendlichen Führungen durch die Stadt. Die Camper loben den Platz, können sie dort doch gegen eine geringe Gebühr Wasser tanken, aber auch über Stationen Strom beziehen. Der 60-jährige Johny Burghart aus Kronau freut sich indes über das Wetter, ist er in diesem Jahr doch für seine Verhältnisse spät unterwegs. „Aber es gab keine andere Möglichkeit.“ Er ist in Würzburg gestartet, um in Füssen sein Ziel zu erreichen. Im Moment führt er noch ein Single-Dasein. In Donauwörth wartet er auf seine Frau, die mit dem Zug nachkommen will. Zwischenzeitlich erkundigt er mit dem Fahrrad die Umgebung. Den Platz hat er gefunden, weil er der Ausschilderung in der Stadt nachgefahren ist. Burghart: „Eine beispielhafte Wegweisung.“

Zwei Wohnmobile – zwei Familien. Dieses Motto gilt für Guido und Nanny Schönberger und ihre Freunde Rita und Reiner König. Sie haben ihren Grill aufgestellt, und die Bratkartoffeln riechen lecker. Die beiden Paare aus Bad Mergentheim haben sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Wohnmobilen ausschließlich Deutschland zu erkunden.

Die jetzige Tour ist exakt geplant: Es soll bis nach Passau gehen. Donauwörth haben sie als Übernachtungsstadt gewählt, „weil man hier kostenlos stehen kann und noch dazu fast mitten in der Stadt“. Auch deshalb wollen sie mehr Zeit als anderswo an Donau und Wörnitz verbringen.

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